Personalgewinnungskosten höher als Nettoausbildungskosten

Die Personalgewinnungskosten, die bei der Rekrutierung von Fachkräften über den externen Arbeitsmarkt anfallen, sind deutlich stärker gestiegen als die Nettoausbildungskosten. Das zeigt eine aktuelle Kosten-Nutzen-Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB). An der Umfrage nahmen 3000 ausbildende und über 1000 nicht ausbildende Betriebe teil.
Ausbildung und Beruf
Die Wachstumsraten von Personalgewinnungs- und Nettoausbildungskosten in Prozent für die Jahre 2012/2013, 2017/2018 und 2022/2023. Grafik: BIBB, CC BY-SA 4.0 International

Der prozentuale Anstieg der Personalgewinnungskosten seit 2012/2013 war danach mit insgesamt 65 Prozent wesentlich höher als der Anstieg der Nettoausbildungskosten mit 28 Prozent. Für Betriebe, die als längerfristige Humankapitalinvestition ausbilden, ist die Ausbildung im Vergleich zur externen Rekrutierung über die Zeit aus Kostengesichtspunkten deshalb noch attraktiver geworden, so die Analytiker.

Ihre Ergebnisse lassen den Schluss zu, dass die Einsparung von Personalgewinnungskosten zumindest einen großen Teil der Ausbildungskosten ausgleicht, sofern der Betrieb die selbst ausgebildete Fachkraft übernimmt. Prognosen gehen davon aus, dass sich der Bedarf an beruflich ausgebildeten Fachkräften bis 2040 zwar verringert, die Zahl der auf Fachkräfteniveau Ausgebildeten aber doppelt so stark zurückgehen wird.

BIBB

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