Absolventin der HS Osnabrück

Ulmer Preis für Johanna Wennemar

Johanna Wennemar, Absolventin des Masterstudiengangs Landschaftsarchitektur der Hochschule Osnabrück, ist für ihre Masterarbeit zur klimaresilienten Stadtbegrünung mit dem ersten Platz des Internationalen Ulmer Preises der Karl-Foerster-Stiftung für angewandte Vegetationskunde ausgezeichnet worden.
Auszeichnungen Hochschulen
Johanna Wennemar am Campus Haste der Hochschule Osnabrück. Foto: Hochschule Osnabrück

Der renommierte Preis wird alle zwei Jahre vergeben und ist mit 4.000 Euro dotiert. In ihrer Arbeit mit dem Titel „Laurophyllisierung – Chance für eine klimaresiliente Gehölzverwendung in der Stadt“ beschäftigt sich Wennemar mit den Auswirkungen des Klimawandels auf urbane Vegetation. Steigende Temperaturen, zunehmende Trockenheit und versiegelte Flächen setzen vielen klassischen Stadtbaumarten stark zu. Vor diesem Hintergrund untersucht sie, inwiefern immergrüne, wärmeliebende Gehölze künftig stärker in Städten eingesetzt werden können.

Anhand von Klimaanalysen und Zukunftsszenarien für die Städte Hamburg, Düsseldorf, München und Berlin zeigt die Arbeit, wie sich die Standortbedingungen für Bäume verändern könnten. Die Ergebnisse legen nahe, dass immergrüne Arten eine wichtige Rolle bei der Anpassung von Städten an den Klimawandel spielen können. Sie tragen nicht nur zur Stabilisierung des Stadtklimas bei, sondern bieten auch Vorteile für die Biodiversität und eröffnen neue gestalterische Möglichkeiten in der Freiraumplanung.

Betreut wurde die Masterarbeit von Prof. Dr. Jürgen Bouillon und Prof. Christian Ranck, die insbesondere die Verbindung von wissenschaftlicher Qualität und praktischer Relevanz hervorheben. Johanna Wennemar bringt sowohl gärtnerische als auch planerische Erfahrung mit: Nach einer Ausbildung im Botanischen Garten Münster studierte sie in Osnabrück Freiraumplanung und anschließend Landschaftsarchitektur. Parallel dazu sammelte sie Berufserfahrung in einem Garten- und Landschaftsbaubetrieb, in dem sie bis heute tätig ist.

Der Internationale Ulmer Preis wird seit 2007 von der Karl-Foerster-Stiftung vergeben und zeichnet herausragende Arbeiten aus, die sich mit innovativen und nachhaltigen Pflanzkonzepten in der Landschaftsarchitektur befassen.

ph/Hochschule Osnabrück

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