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Pflegeleichte Mittelstreifenbegrünung auf der A 33 bei Bielefeld

Fahrbahnmittelstreifen sind zwar pflanzenfeindliche Standorte, doch die Sedumpflanzen der Vegetationsmatte von Geotextil sind ideal an sie angepasst. Foto: Geotextil GmbH

Die iGGvital MSB Mittelstreifenbegrünung der Internationalen Geotextil GmbH ist ein Produkt, das auf einen zunehmend stärkeren Trend reagiert: Die Mittelstreifen mehrspuriger Straßen vegetationstechnisch zu nutzen. Mittelstreifen sind allerdings extreme, pflanzenfeindliche Standorte, an denen auf Dauer nur wenige ausreichend salztolerante Pflanzen überleben können. Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, dass durch die Verwendung des meist grobkörnigen oder sandigen Füllmaterials oft trockene bis sehr trockene Standortverhältnisse entstehen. Die regelmäßigen Kosten für die Unterhaltungspflege sind ebenfalls ein nicht zu unterschätzender Faktor bei der Auswahl geeigneter Pflanzen.

All das wird bei der iGGvital MSB Mittelstreifenbegrünung berücksichtigt. Das Produkt ist ein Mehr-Komponenten-System aus Vegetationsmatte, Vlies und Mineralwollmatte. Der Unterbau besteht aus einer 20 cm Kiesschicht 16/32 mm sowie einem stark wasserdurchlässigem Sand. Dieser Gesamtaufbau macht es anderen, unerwünschten Pflanzengesellschaften sehr schwer sich dauerhaft zu etablieren, während die Sedumpflanzen ideal an diese Standortverhältnissen angepasst sind. Die Mittelstreifenbegrünung ist sehr pflegeleicht, da nach dem Einwachsen und der durchgeführten Entwicklungs- und Unterhaltungspflege nur ein Minimum an Pflegemaßnahmen notwendig ist. Sedumkulturen werden in der Regel nicht geschnitten.

Ein positiver Nebeneffekt in dem Zusammenhang: iGGvital MSB ist äußerst kosteneffizient. Außerdem verhindert das Produkt die unerwünschte Ansiedlung von schnellwachsenden Gehölzen wie Birken, Weiden oder Pappeln, die regelmäßig zurückgeschnitten werden müssten. Ein weiteres Plus: iGGvital MSB leistet, insbesondere bei der Verwendung entsprechender Moose, einen substanziellen Beitrag zur Reduktion der Feinstaubbelastung. Die Moss- oder Sedumarten können passend für den jeweiligen Standort ausgewählt werden. Ein ästhetisches Argument hat das Produkt ebenfalls auf seiner Seite: Durch den Einsatz blühender Pflanzenarten wird der Mittelstreifen der Fahrbahn optisch aufgewertet.

Diese Vorteile überzeugten auch den Landesbetrieb Straßen NRW, die dieses System nun beim Bau der A 33 einsetzen. Die Firma Holger Neisser Garten- und Landschaftsbau verlegte in diesem Jahr in zwei Bauabschnitten insgesamt rund 16 500 m² Vegetationsmatte mit zwölf unterschiedlichen Sedumsorten sowie eine entsprechende Menge Mineralwollmatte und PP-Vlies. Rund 23000m² werden voraussichtlich 2018 und 2019 noch folgen, bis dann planmäßig Ende 2019 der Lückenschluss der A 33 zwischen Bielefeld und Borgholzhausen vollzogen sein wird.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 02/2018 .

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