Positive Entwicklung im 4. Quartal 2025

Bauhauptgewerbe ist endlich wieder im Plus

Für das Bauhauptgewerbe ist die Jahresbilanz 2025 besser ausgefallen als vom Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) erwartet: Das Jahr schloss mit einem realen Umsatzplus von 2,5 Prozent, erwartet wurde lediglich ein Plus von 1 Prozent. Zu verdanken ist dies der überdurchschnittlich guten Entwicklung im 4. Jahresviertel. (+4,7%). Das ist das erste reale Jahresplus seit 2020.
Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) Bauwirtschaft
Der KfW-Konjunkturkompass prognostiziert nach zwei Rezessionsjahren für das Gesamtjahr 2025 wieder eine leichte Zunahme des preisbereinigten BIP in Höhe von 0,2 Prozent. Quellen: Destatis, Eurostat; ab 2026 KfW Research-Prognose (Stand: 25.b2.2026)

Der Auftragseingang legte im Gesamtjahr um 6,8% zu. Dies ist überwiegend auf Großprojekte im Wirtschaftstiefbau, aber auch im Wirtschaftshochbau und im Öffentlichen Hoch- und sonstigem Tiefbau zurückzuführen. Dies ist eine gute Voraussetzung für einen weiteren Umsatzanstieg in diesem Jahr. Der HDB geht von einem weiteren realen Plus von 2,5 Prozent aus, wobei erstmals seit 2019 wieder alle Bausparten reale Zuwächse aufweisen werden.

Der Wohnungsbau hat 2025 noch nicht von der Verbesserung der Baukonjunktur profitiert: Für den Umsatz wurde ein reales Minus von 1,6 Prozent gemeldet, nach einem Rückgang 2024 von 7 Prozent und 2023 von 11 Prozent. Baugenehmigungen und Ordereingänge legten hingegen um 10,8 Prozent beziehungsweise 10 Prozent zu, allerdings auf sehr niedrigem Niveau.

Der Auftragsbestand zu Ende 2025 lag sogar um 14 Prozent über dem Vorjahresniveau. Entsprechend hat sich auch die Reichweite der Auftragsbestände verbessert und lag laut dem ifo Institut für Wirtschaft im Februar bei 4,1 Monaten (Februar 2025: 3,6).

Der HDB erwartet somit nach fünf Jahren Rückgang für 2026 ein Umsatzplus von real 2 Prozent. Mehr sei nicht erwarten, schließlich klagten immer noch 48 Prozent der im Rahmen des ifo Konjunkturtests befragten Wohnungsbauunternehmen über eine Behinderung der eigenen Bautätigkeit aufgrund von Auftragsmangel.

Fast genauso viele (46 Prozent) beurteilen ihre aktuellen Auftragsbestände als zu klein. Die Skepsis nimmt aber ab: Es erwarten nur noch 26 Prozent der Befragten eine Verschlechterung ihrer Geschäftslage in den kommenden sechs Monaten. Im Vorjahr lag der Anteil mit 46 Prozent deutlich höher. ph/HBD

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