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Preissteigerungen für Bauunternehmen zunehmend ein Risiko

Die von Lieferengpässen verursachten deutlichen Preissteigerungen bei Baumaterialien werden von Deutschlands Bauunternehmen zunehmend als Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung ihres eigenen Unternehmens wahrgenommen. Das räumten 74 Prozent der Bauunternehmen im Rahmen der DIHK-Herbst-Umfrage ein. Zu Jahresbeginn hatten nur 35 Prozent diese Auffassung geteilt. Preistreiber sind vor allem Stahl, Bitumen, Holz, Kupfer und Bauchemie.

Nach Angaben des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie (HDB) liegt das Problem der Preissteigerungen für Bauunternehmen darin, dass diese bei langlaufenden Projekten nicht an die Auftraggeber weitergegeben werden können - sofern keine Preisgleitung vereinbart wurde. So gaben in einer aktuellen Herbst-Umfrage der Creditreform nur 16 Prozent der befragten Bauunternehmen an, dass sie die Preiserhöhungen vollständig an ihre Kunden weitergeben konnten. Dagegen können 70 Prozent diese nur zum Teil weitergeben. 14 Prozent der Unternehmen bleiben komplett auf den zusätzlichen Kosten sitzen.

Das wirtschaftliche Risiko könne nur durch langfristige Lieferverträge, über Preisgleitklauseln oder über entsprechende Kostenpuffer im Angebot abgesichert werden, so der Bauindustrie-Verband. Letzteres sei bei der ausgesprochen volatilen Preisentwicklung der vergangenen Jahre, bei steigendem Konkurrenzdruck und der Neigung öffentlicher Auftraggeber, regelmäßig das billigste Angebot anzunehmen, aber nicht immer möglich. "Es besteht somit die Gefahr, dass die - in den vergangenen Jahren mühsam aufgebaute - Eigenkapitalausstattung bei sinkenden Margen wieder abschmilzt und das Insolvenzrisiko im Baugewerbe wieder steigt", so der HDB.

Nach einem moderaten Preisanstieg für Bauleistungen 2020 von 1,8 Prozent, beziehungsweise für Leistungen des Bauhauptgewerbes von 1,5 Prozent, erwartet der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie für 2021, neben Verzögerungen bei Bauprojekten wegen Materialmangels, wieder stärkere Preissteigerungen bei den Bauleistungen. Die Prognosen der Forschungsinstitute liegen zwischen 5,3 Prozent (Institut für Wirtschaftsforschung München, 22.09.2021) und 7,1 Prozent (DIW, 16.09.2021). cm/HDB

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 12/2021 .

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