Produktionsrückgänge in Säge- und Holzindustrie

Die Säge- und Holzindustrie in Deutschland steht weiterhin massiv unter Druck: eine anhaltend schwache Baukonjunktur im In- und Ausland, hohe Rohstoffkosten und weltpolitische Handelseinschränkungen belasten die Branche seit vielen Monaten. Bereits 2025 war die Produktion von Bauholz auf den niedrigsten Stand der letzten zehn Jahre gefallen. Nun erwartet der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband (DeSH) weitere Produktionsrückgänge zwischen 9 und 10 Prozent.
Holz Forstwirtschaft
Der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband erwartet weitere Produktionsrückgänge zwischen 9 und 10 Prozent. Foto: Stefan Göthert/ pixelio.de

Der steigende Kostendruck würde vor allem die heimischen Unternehmen dazu zwingen, ihre Produktion weiter zu drosseln, so der DeSH. Denn im Vergleich mit den anderen europäischen Holzindustrienationen führten strukturelle Nachteile, wie höchste Rohstoff- und Energiepreise zu deutlich steigenden Produktionskosten und schwächten besonders die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Säge- und Holzindustrie.

Das bedeute nicht nur weniger Schichten, Kurzarbeit und den schleichenden Abbau industrieller Produktionskapazitäten, sondern eine ernsthafte Gefahr für die regionale Wertschöpfung, Arbeitsplätze und die industrielle Holzverarbeitung in den ländlichen Regionen.

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, fordert der DeSH ein Krisentreffen zwischen Politik und Wirtschaft. Ziel müsse es sein, die Holzversorgung zu sichern, internationale Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und eine Zukunftsstrategie für die Holzverarbeitung in Deutschland zu entwickeln.

cm/ DeSH

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