Sachsen-Anhalt
Naturschutzgroßprojekt startet in zweite Phase

Die zweite Phase des Projekts wird aus dem Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK) mit rund 56 Millionen Euro gefördert. Das Fördergebiet umfasst rund 4.452 Hektar zwischen Pretzsch, Jessen und Gallin im Landkreis Wittenberg in Sachsen-Anhalt und ist Teil des Biosphärenreservats Mittelelbe. Ziel des Vorhabens ist es, den Wasserrückhalt in der Region zu verbessern, wertvolle Lebensräume zu sichern und eine klimaresilientere Landschaft zu entwickeln.
Intakte Flussauen und auetypische Lebensräume sind die artenreichsten Ökosysteme Europas. Sie beugen Überschwemmungen vor und helfen bei Dürren. Die naturnahe Entwicklung der Elbaue ermöglicht außerdem, dass feuchte Böden große Mengen an Kohlenstoff aus der Luft aufnehmen und langfristig speichern, anstatt ihn – wie das bei ausgetrockneten Auen der Fall ist - als CO2 in die Luft abzugeben.
Ein weiterer Mehrwert dieses Projekts: Die Begradigung der Elbe in früheren Zeiten hatte dazu geführt, dass das Wasser schneller fließt, das Flussbett vertieft und der Wasserspiegel insgesamt abgesenkt wird. Durch die seitliche Wiederanbindung der Auen wird der Eintiefung entgegengearbeitet, gemeinsam mit dem Pilotprojekt Klöden der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes.
Die geplanten Maßnahmen des Naturschutzgroßprojekts basieren auf einem umfassenden Pflege- und Entwicklungsplan, der in der ersten, etwa dreijährigen Projektphase unter Beteiligung von landwirtschaftlichen Betrieben, lokalen Akteuren sowie der Bevölkerung erarbeitet wurde.
Kern der Maßnahmen ist die Revitalisierung der Fluss- und Auenlandschaften. So werden unter anderem abgeschnittene Altarme wieder an die Elbe und die Schwarze Elster angebunden, verlandete Gewässer entschlammt und neue Kleingewässer geschaffen. Zudem soll die Schwarze Elster in Teilen wieder ihren ursprünglichen, geschwungenen Verlauf einnehmen.
BMUKN
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