Bühnen-Event von Husqvarna auf der IGA Berlin

Schnellschnitz-Wettbewerb zeigt Leistung von Akku-Motorsägen

Der letzte Schliff: Sorgfältig werden dem Koboldkopf feine Furchen hinzugefügt. Foto: Hendrik Behnisch

Der schwedische Maschinenhersteller Husqvarna präsentierte auf dem IGA-Gelände im Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf bei einem tagesfüllenden Bühnen-Event unter anderem seine Akku-Motorsägen Modell 536Li XP. Die Programmpunkte umfassten Wettbewerbe im sogenannten Speed Carving (Schnellschnitzen gegen die Zeit) sowie das Schnell-Entasten eines stilisierten Baums. Auflockerung brachte eine Modenschau, bei der Schnittschutzkleidung gezeigt wurde. Jede Vorführung fand dreimal statt, sodass sowohl Frühaufsteher als auch Nachmittagsgäste die Gelegenheit hatten, sich von der Leistungskraft der Geräte und der Husqvarna-Kollektion ein Bild zu machen.

Vom Baumstamm zur Holzskulptur in einer Stunde

Der Programmhöhepunkt war das einstündige Speed Carving. Die Aussicht darauf, live bei der Erschaffung kunstvoller Holzskulpturen dabei zu sein, zog viele Neugierige vor die Bühne. Der Sägelärm und die herumwirbelnden Holzspäne hielten die Besucher zwar auf Abstand, doch Kameras wurden zuhauf gezückt, um die Kunstfertigkeit der Schnitzer zu dokumentieren. Die fünf gegeneinander antretenden Waldarbeiter aus Deutschland, England, Russland und Lateinamerika vollbrachten das Kunststück, innerhalb einer Stunde aus einem Baumstamm detailreiche Skulpturen zu formen. Die klassischen Benzin-Motorsägen, mit denen die Männer loslegten, bescherten den Besuchern zwar zunächst den "Wow"-Effekt. Als die Arbeiter dann zu den Akku-Motorsägen des Modells 536Li XP wechselten, schien das für viele Zuschauer jedoch eine Wohltat zu sein. Der Lärmpegel sank merklich, von Krafteinbußen bei den Motorsägen fand sich jedoch keine Spur. Die feineren Sägearbeiten an den Holzskulpturen führten die Wettbewerber mithilfe ihrer 25 cm langen Carving-Schienen aus, die sie an ihre Akku-Motorsägen montiert hatten.

Mit vollem Einsatz: Fünf Forstarbeiter traten eine Stunde lang beim Speed Carving gegeneinander an, um die schönste Holzskulptur zu schnitzen. Foto: Hendrik Behnisch/Neue Landschaft

Schnitzen für den guten Zweck

Als nach einer Stunde Speed Carving die fünf Skulpturen - ein Fuchs, ein Uhu, ein Pilz samt Wurm, ein Koboldgesicht sowie ein Specht - zur Begutachtung bereitstanden, verkündete die Moderatorin, was mit ihnen geschehen solle. Husqvarna schenkte alle Skulpturen dem ältesten Waldkindergarten Berlins, der Kita "Wühlmäuse e. V." im Stadtteil Reinickendorf. Kindergartenleiter Alfred Cybulska erzählte Neue Landschaft lachend, wie es dazu gekommen war. Eine Freundin von ihm, die bei einer PR-Agentur arbeitet, hatte den Kontakt zwischen Husqvarna und dem Waldkindergarten hergestellt. Dabei war die Verwirrung auf Seiten des Naturpädagogen zunächst groß gewesen: Hatte er die Marke Husqvarna doch bisher stets mit Nähmaschinen in Verbindung gebracht. Als ihm erläutert wurde, dass die 328 Jahre alte Firma aus Schweden heute vorrangig für Motorgeräte für Forst und Garten steht, war seine Neugierde geweckt. So war er am Tag des Bühnen-Events mit einem Lieferwagen zum IGA-Gelände gekommen, um die Kunstwerke sicher nach Reinickendorf zu transportieren.

Schnittschutzkleidung und Schnell-Entasten

Wer sich im Publikum näher für die orangefarbene Montur der Wettkämpfer interessierte, war bei der anschließenden Modeschau von Schnittschutzkleidung genau richtig. Design Award-prämierten Schutzhelm über robuste Arbeitshosen bis hin zu stahlkappenbewehrten Stiefeln - Models und Tänzer präsentierten die Husqvarna-Kollektion kurzweilig und zur musikalischen Untermalung von Queen bis Helene Fischer. Nach diesem Programmpunkt konnten sich nochmals kernige Männer mit Motorsägen messen - dieses Mal galt es,schnellstmöglich stilisierte Äste von einem Baumstamm zu entfernen. Husqvarna hatte dafür echte Stars der Szene verpflichtet: So war auch der Gewinner der im Mai ausgetragenen Waldarbeits-Meisterschaft in Baden-Württemberg, Florian Kaufmann, mit dabei. Hendrik Behnisch

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 07/2017 .

http://jobs-in-gruen-und-bau.de/index.php?id=123&tx_patzerboerse_paboeplugin[division]=2&tx_patzerboerse_paboeplugin[unterthemen]=306&no_cache=1