Schwammstadt-Siedlung kommt mit Starkregen nicht zurecht

Sascha Solbach, Bürgermeister der Kleinstadt Bedburg zeigte sich auf Anfrage des Westdeutschen Rundfunks (WDR) verwundert, dass die neu gebaute Mustersiedlung in Kaster die Wassermassen nicht aufnehmen konnte: "Die ganze Neubausiedlung ist eigentlich eine Siedlung, die auf Klima-Resilienz ausgelegt ist. Also man hat darauf geachtet, dass das Prinzip Schwammstadt eingehalten wird. Es gibt viele Retentionsflächen und unter anderem ein eigenes Regenrückhaltebecken, was jetzt nicht ausreichend war, obwohl das für ein 100-jähriges Schadensereignis dimensioniert ist."
Erste Recherchen von Fachleuten, die mit dem Ereignis befasst waren, sehen topografische Gründe, die bei der Planung des Stadtteils möglicherweise nicht ausreichend berücksichtigt wurden. Der Stadtteil Kaster liegt in der Nähe einer rekultivierten Tagebaufläche mit Anhöhen. Von dort floss Oberflächenwasser in großen Mengen in Richtung der Siedlung. Hinzu kam Wasser aus einem höher gelegenen Ortsteil, dessen Kanalisation mit der Aufnahme der Wassermengen völlig überfordert war. Das Wasser schoss regelrecht den Berg hinunter und traf auf Wasser aus einem Wald.
mst/WDR
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