Schwere Mängel an Roboter-Rasenmähern festgestellt

"Die hohe Zahl an Mängeln ist erschreckend", kritisiert Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller. Foto: Privat

Bei einer amtlichen Überprüfung von Roboter-Rasenmähern in Baden-Württemberg sind bei einer großen Anzahl der Geräte Mängel festgestellt worden. Nur zwei der zwölf getesteten Geräte waren mängelfrei. Zehn der untersuchten Roboter wiesen dagegen schwere Fehler bei der Kennzeichnung oder den Sicherheitseinrichtungen auf. Im Vordergrund der Prüfaktion der Marktüberwachung Baden-Württemberg stand die Sicherheit von Kindern.

In Deutschland und der Schweiz waren in der Vergangenheit Kinder beim Spielen in der Nähe von Rasenmäher-Robotern zum Teil erheblich an den Füßen verletzt worden. Die Prüfstelle der Marktaufsicht bei der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz (LUBW) hatte deshalb eigens eine Kinderfußprüfung entwickelt.

Bei der Überprüfung ergab sie, dass drei der Mäher speziell bei Kindern bis zu einem Alter von etwa drei Jahren über keinen ausreichenden Schutz vor Verletzungen verfügten. Bei sieben überprüften Roboter-Mähern konnten Hände oder Füße Erwachsener mangels Schutzvorkehrungen in den Bereich des Schneidewerkzeugs gelangen. Die Sensoren, die die Messer abschalten sollen, wenn die Roboter gegen ein Hindernis fahren oder angehoben werden, funktionierten bei den Geräten nicht richtig.

Fünf der getesteten Rasenmäher-Roboter wiesen Kennzeichnungsmängel auf: Es fehlten die notwendigen Warnhinweise auf der Maschine oder in der Betriebsanleitung. "Die hohe Zahl an Mängeln ist erschreckend", kritisierte Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller. "Völlig inakzeptabel finde ich, dass die einschlägige technische Norm den Schutz von Kinderfüßen bisher überhaupt nicht ausreichend berücksichtigt." Das sei ein Fehler im Regelwerk, der schnellstmöglich beseitigt werden müsse. Sein Ministerium werde daher bei der Zentralstelle der Länder für Sicherheitstechnik auf eine rasche Änderung der Norm drängen. Inzwischen sind drei der bemängelten Roboter-Mäher nicht mehr erhältlich.

Außerdem wurden die Schutzvorkehrungen der betroffenen Modelle verbessert. Mit anderen, zum Teil im Ausland sitzenden, Herstellern führte die Marktüberwachung Baden-Württemberg im Juni noch Gespräche und prüfte Sanktionen durch die Verwaltung. Nach Auffassung von Umweltminister Untersteller besteht jedoch noch immer "ein gewisses Risiko". Er warnte deshalb davor, Kinder auf dem Rasen spielen zu lassen, wenn Roboter-Rasenmäher in Betrieb sind. cm/UM

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 07/2016 .

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