Fachkräftemangel

Social Media wird nötig zur Rekrutierung neuer Fachkräfte

Wer seine Wettbewerbsfähigkeit in Gefahr sieht, sucht neue Fachkräfte verstärkt mit Hilfe Sozialer Medien. Foto: stnazkul, Adobe Stock

Immer mehr Mittelständler nutzen Social Media - auch zur Gewinnung von Mitarbeitern. Aktuell setzen rund 40 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Deutschland Social Media für die Rekrutierung ein, im europäischen Durchschnitt sind es sogar 46 Prozent. Dies zeigen die Ergebnisse der European SME Survey, für die die KfW gemeinsam mit anderen europäischen Förderbanken mehr als 2.500 Unternehmen aus Deutschland, Frankreich, Polen, Spanien und dem Vereinigten Königreich befragt hat.

Die sozialen Netzwerke XING, Facebook und LinkedIn sind momentan die am meisten genutzten Plattformen von Personalleitern. Mithilfe eines eigenen Profils wollen die Unternehmen hier potenzielle Bewerber auf sich aufmerksam machen. Dieser Trend des so genannten Passive Sourcing wird ergänzt durch das Active Sourcing. Dabei durchsuchen Personalleiter gezielt die zu Bewerbungszwecken erstellten Profile von Nutzern und schreiben aktiv Jobsuchende an, die einen viel versprechenden Lebenslauf sowie die passenden Qualifikationen haben.

Social Media kommt verstärkt dort zum Einsatz, wo der Fachkräftemangel besonders ausgeprägt ist, wie die Befragungsergebnisse zeigen: In Deutschland setzen 33 Prozent der KMU, die ihre Wettbewerbsfähigkeit durch den Fachkräftemangel kaum oder gar nicht beeinträchtigt sehen, Social Media zur Mitarbeitergewinnung ein - aber 50 Prozent der KMU, die ihre Wettbewerbsfähigkeit durch den Fachkräftemangel stark beeinträchtigt sehen. Offensichtlich erfordert der wachsende Fachkräftemangel neue Wege zur Rekrutierung qualifizierter Mitarbeiter. Gerade für die Gewinnung von IT-Fachkräften, die für eine erfolgreiche Umsetzung der digitalen Transformation im Mittelstand notwendig sind, dürften soziale Netzwerke ein wertvolles Instrument sein.

Bei der Suche nach Fachkräften werden soziale Netzwerke auch deshalb immer wichtiger, weil zunehmend Jahrgänge in den Arbeitsmarkt eintreten, deren Alltag durch die Nutzung digitaler Medien geprägt sind. Neun von zehn der 16- bis 24-Jährigen nutzen heute soziale Netzwerke zur Kommunikation. Unter den 45- bis 64-Jährigen ist es nicht einmal jeder Zweite. Wollen Mittelständler diese nachwachsende Generation erreichen, werden sie kaum daran vorbeikommen, ihre Präsenz in den entsprechenden Netzwerken auszubauen. KfW

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 09/2020 .

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