Motivationsschwund in der deutschen Arbeitswelt
Studie: 28 Prozent der Arbeitnehmer machen "Dienst nach Vorschrift"
Zu diesem Ergebnis kommt eine 2024 durchgeführte repräsentative Jobstudie der Unternehmensberatung EY aus Stuttgart. Dafür wurden bundesweit über 2000 Arbeitnehmer befragt.
"Hochmotiviert" sind nach der Studie lediglich 18 Prozent. In vorangegangenen EY-Jobstudien lag der Anteil wesentlich höher: 2021 gaben noch 28 Prozent der Angestellten an, hochmotiviert zu sein. 2019 waren es sogar 42 Prozent gewesen.
Die Zufriedenheit der Arbeitnehmer in Deutschland hat sich auf einem niedrigen Wert eingependelt: Nur etwas mehr als ein Drittel der Befragten (34 %) bezeichnet sich als "uneingeschränkt zufrieden", wenn es um die Arbeitssituation geht. Der Anteil jener, die mit ihrer beruflichen Situation "eher unzufrieden" oder "unzufrieden" sind, liegt bei 15 Prozent.
Vor allem die Zufriedenheit der jüngeren Befragten ist jedoch gesunken. Bezeichneten sich vor 24 Monaten noch mehr als die Hälfte (54 %) als glücklich mit ihrer Arbeit und deren Bewertung, ist es aktuell nur noch ein Drittel (33 %). Das entspricht einem Minus von 21 Prozentpunkten.
Die auf einem niedrigen Wert stagnierende Job-Motivation und Zufriedenheit unter den Beschäftigten in Deutschland wertet Jan-Rainer Hinz, Arbeitsdirektor der EY-Unternehmensberatung, als Alarmsignal: "Eine niedrige Motivation wirkt sich direkt auf die Produktivität der Unternehmen aus – ein Fakt, der Unternehmen gerade in Zeiten großer wirtschaftlicher und geopolitischer Unsicherheiten und Herausforderungen, wie wir sie gerade erleben, zu denken geben muss." Durch das nicht genutzte Potenzial verlören die Unternehmen kurz- und mittelfristig Milliarden Euro an Umsatz.
cm/EY
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