Knappheit bei mehr als 70 Prozent

Substratbranche meldet Engpass bei Rinde

Rinde zur Herstellung von Rindenmulch und Rindenhumus wird knapp. Zurzeit beträgt die Knappheit mehr als 70 Prozent. Foto: Apostoloff, Wikimedia Commons, GNU GPL

Über 90 Prozent der Unternehmen in der Substratbranche verzeichnen einen Engpass bei Rinde zur Herstellung von Rindenmulch und Rindenhumus. Das hat eine Umfrage unter den Mitgliedern des Industrieverbands Garten (IVG) ergeben. Die Hersteller von Ge- und Verbrauchsgütern für den Gartenmarkt beziffern die Knappheit mit mehr als 70 Prozent. Sie erwarten, dass sich daran bis zum Jahresende nichts ändern wird.

Der Grund für die derzeitige Rindenknappheit sei auf mehrere Faktoren zurückzuführen, erläuterte Anna Hackstein, IVG-Geschäftsführerin. So habe die Fichte, die sich in höheren, kühlen und feuchten Lagen wohlfühlt, besonders stark unter der Trockenheit der letzten beiden Jahre gelitten. Neben dem Wassermangel mache ihr auch das hohe Aufkommen des Borkenkäfers zu schaffen, der sich durch günstige Rahmenbedingungen wie höhere Temperaturen, milde Winter und ein gutes Angebot an bruttauglichem Holz durch Winterstürme stark vermehrt. Die Rinde befallener Bäume falle größtenteils ab, bleibe im Wald liegen oder könne für gartenbauliche Zwecke nicht verwertet werden.

Hinzu komme eine geringer anfallende Menge von Rinde in den Sägewerken bedingt durch Produktionsausfall in der Coronakrise, erläutert der Industrieverband Garten. Vor diesem Hintergrund erwarten über 75 Prozent seiner Mitglieder einen Rückgang der verfügbaren Rindenmengen in Deutschland für die nächsten Jahre auf 50 Prozent. Deshalb sei mit erheblichen Preisanstiegen für Rohrinde zu rechnen, so der Verband. Das müsse in den anstehenden Preisverhandlungen mit dem Handel diskutiert werden.

„Eine ähnliche Entwicklung können wir auch beim Rohstoff Kokos beobachten“, sagte Hackstein. Zwar gelangten noch einige wenige Lieferungen nach Deutschland, da sie sich bereits auf dem Seeweg befinden. Doch wegen der Corona-Pandemie werde in den Herkunftsgebieten in Indien und Sri Lanka nur noch stark eingeschränkt Material verarbeitet und verladen. Deshalb beziffern die IVG-Mitglieder den Engpass bei Kokos in der Umfrage mit 50 Prozent. cm/IVG

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