Erfolgreiche Maßnahmen gegen Schädlingsausbreitung
Südwesten: LGS Ellwangen kontrolliert Eichenprozessionsspinner

Zwar wurde auf dem Gelände der Landesgartenschau ein leichter Befall festgestellt, doch der Baubetriebshof hat schnell reagiert: Die betroffenen Nester wurden fachgerecht abgesaugt, um eine Ausbreitung der gesundheitsschädlichen Raupen zu verhindern. Damit ist Ellwangen im Vergleich zu anderen Regionen wie dem benachbarten Aalen deutlich weniger betroffen.
Baumkontrolleur Felix Rettenmeier hat auf dem rund 10.000 Bäume umfassenden Stadtgebiet, darunter 57 Bestandseichen auf dem LGS-Gelände, die Befallsstellen identifiziert. Eine ursprünglich geplante biologische Bekämpfung mit Nematoden – kleinen Fadenwürmern – musste wetterbedingt im Frühjahr entfallen. Die Maßnahme soll nun im Frühjahr 2026 rechtzeitig vor Eröffnung der Landesgartenschau am 24. April nachgeholt werden.
Auf die klimawandelbedingte Ausbreitung des Schädlings verweist Stadtförster Michael Oblinger. Er stammt ursprünglich aus südlicheren Regionen. Chemische Biozid-Einsätze seien im Stadtgebiet wegen umweltschutzrechtlicher Hürden und ökologischer Bedenken keine praktikable Lösung. Stattdessen setzt Ellwangen auf gezielte Einzelmaßnahmen und natürliche Bekämpfungsmethoden.
Werkleiter Johannes Maier appelliert an die Bevölkerung, wachsam, aber gelassen zu bleiben. Spaziergänger sollten keine Picknicks unter Eichen machen, um möglichen Kontakten mit den feinen, giftigen Brennhaaren der Raupen vorzubeugen. Insgesamt sei die Situation im Griff. Panik sei nicht angebracht.
cm/LGS Ellwangen
NL-Stellenmarkt









