Thüringen
Erfurter Egapark besteht seit 65 Jahren

2021 war das Gelände Schauplatz der Bundesgartenschau (BUGA). Das Gestaltungskonzept von 1961 gründete auf der Idee einer "sozialistischen Moderne". Sie sollte Funktionalität, Bildung und Freizeit miteinander verbinden. Die Anlage punktete mit großzügigen Freiflächen, modernen Bauten und Themengärten, die den Vergleich mit westlichen Ausstellungen suchten.
Bis 1989 wurden mehrere Internationale Gartenbauaustellungen (iga) in Erfurt organisiert, das Gelände wuchs von ursprünglich 57 ha auf 104 ha. Die Ausstellungen verbuchten insgesamt 37 Millionen Besucher. Ab August dieses Jahres informiert eine Ausstellung des Deutschen Gartenbaumuseums in Erfurt über die frühen Jahre. Ihr Titel: "DDR durch die Blume".
Zum 60. Geburtstag erstrahlte das Ausstellungsgelände als Standort der BUGA neu. Sie gliederte sich in drei Standorte, den inzwischen unter Denkmalschutz stehenden Egapark, den Petersberg und den Nordpark. Der Egapark wurde zum Standort einer großen Staudenschau, die wieder ein zusammenhängendes pflanzliches Bild auf dem Gelände entstehen ließ.
Der Petersberg widmete sich Ausstellungsbeiträgen zur Gartenkultur und –geschichte sowie einer Anzahl von Innovationen. Der Erfurter Nordpark wurde mit Erholungs- und Bewegungsangeboten wie einer Skate-Anlage, einem Waldspielplatz sowie Sportflächen belebt.
Viele der BUGA-Anlagen blieben erhalten. Dazu zählen der Karl-Foerster-Garten, die Gewächshäuser der Danakil-Klimazonenwelt und der Rosengarten im Egapark, der neue Panoramaweg und der Aufzug zum Petersberg, sowie die Bewegungsparks im Erfurter Nordpark. cm
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