Trend zu ganzheitlichen Sicherheitskonzepten
Sicherheitsstandards machen Baumaschinen innovativer

Der 4,4 t schwere und über zwei Multifunktions-Joysticks gesteuerte Raupenlader HT100V von Hyundai Construction Equipment wird mit einer Leistung von 54,9 kW von einem Hyundai-Dieselmotor (Stufe V) angetrieben. Eine Ladearmgeometrie mit Parallelführung der Schaufel gewährt einen vertikalen Hubweg, der die Stabilität verbessern soll. Die Kabine verfügt über eine hochschiebbare Vordertür, so dass Arbeiten mit offener oder geschlossener Tür möglich sind. Klimaanlage, Rückfahrkamera und breite Frontfenster sowie vier LED-Scheinwerfer sorgen für gute Arbeitstemperaturen und Sichtverhältnisse.
Komfortkabine soll Fahrerbelastung reduzieren
Die Arbeitsscheinwerfer leuchten nach dem Ausschalten der Maschinen 30 Sekunden lang nach, damit der Fahrer die Maschine sicher verlassen kann. Der HT100V ist mit einem Ride-Control-System ausgestattet, bei dem ein Hydraulikspeicher die Ladearme während der Fahrt leicht schwimmen lässt. Dadurch wird die Belastung von Gerät und Fahrer reduziert und eine maximale Rückhaltung des Materials in der Schaufel gewährleistet.
NL-Stellenmarkt



Kettenbagger mit Notbremsassistent und KI-Objektdetektion
Der neue Develon-Bagger DX230LC-9 ist mit intelligenten Sicherheitsfunktionen ausgestattet, die Erdarbeiten auf Baustellen sicherer machen sollen. Dazu gehören Kollisionswarnungen und Rundumüberwachung. Das zugehörige E-Stop-System funktioniert wie ein automatischer Notbremsassistent und soll im Januar 2026 auf dem europäischen Markt eingeführt werden.
Der Smart All-Around Viewing Monitor (SAVM) ist eine KI-Objektdetektionstechnologie, die Personen in der Umgebung erfasst. Das System warnt Bediener durch eine Kombination aus visuellen und akustischen Warnsignalen. Die Funktionen E-Stop und Virtual Wall sollen zur Unfallvermeidung durch unbewusste Gefahren beitragen. Das SAVM-System und E-Stop nutzen sechs HD-Kameras sowie drei Radareinheiten und arbeiten in drei Stufen mit einem 330-Grad-Erfassungsbereich von 6 m. Das System kann zwischen Personen und Objekten unterscheiden. Mit der Virtual Wall optimiert können Bediener die Maschinenbewegung auf vordefinierte Bereiche beschränken, wenn erhöhtes Kollisionsrisiko besteht.


TÜV-zertifiziertes Zurrsystem für sicheren Baumaschinentransport
Der Spezialist für Transportlösungen Böckmann will mit technischen Neuerungen der BT-ST-Serie den Transport von Baumaschinen noch sicherer machen. Die neuen Transporter besitzen das TÜV-zertifizierte Zurrsystem DVariLock. Es bietet eine Zurrkraft von 2000 daN an den Zurrpunkten und ist laut Hersteller flexibel schwenkbar, klapperfrei arretierbar und kann bei Nichtgebrauch versenkt werden. Dadurch kann die gesamte Innenbreite des Anhängers genutzt werden. Die reduzierte Ladehöhe von etwa 450 mm in Kombination mit in der Breite verstellbaren Auffahrschienen ermöglichen einen flachen Auffahrwinkel von circa 16°.
Die feuerverzinkten Radabdeckungen sind mit einer Anti-Rutschbeklebung versehen, und können über die integrierten Trittstufen sicher betreten werden. Die serienmäßige Schaufelablage für Baumaschinen soll zusätzlichen Komfort bieten. Die neue BT-ST-Serie lässt sich über Zubehör wie mechanische Seilwinde oder LED-Umfeldbeleuchtung individuell anpassen. Ergänzt wird die Serie durch ein neues Tridem-Modell. Die sechs Räder gewährleisten vor allem bei hoher Beladung eine verbesserte Stabilität.
Hüllkreisbagger für schwierige Umgebungen und Nachtarbeiten
Der 5,8 t Takeuchi-Bagger TB 257 FR ist 2 m breit bei einer Höhe von 2,575 m. Auf nur 2,58 m kann er sich um 360° drehen. Da der Ausleger an die Maschine gezogen und eingeknickt werden kann, sind schwierige Stellen wie zwischen Bäumen, Wänden oder Begrenzungen manövrierbar. Vier proportional angesteuerte und programmierbare hydraulische Zusatzkreisläufe stellen summenleistungsgeregelt bis zu 105,2 l/min bereit – genügend Kraft, für hydraulische Anbaugeräte.
Auch im Dunkeln lässt sich der TB 257 FR mit dem Takeuchi Hüllkreisbagger sicher einsetzen: Fünf LED-Scheinwerfer beleuchten das Arbeitsfeld taghell. Der Auslegerversatz und die geringen Maschinenüberstände ersparen zum Beispiel im Wegebau Absperrungen stellen zu müssen. Arbeiten parallel zur Fahrbahn oder zu Begrenzungen sind möglich. Dies und der hydraulische Schnellwechsler, der Powertilt Schwenkmotor mit 2 x 90° Schwenkbereich und das Taklock Schnellkupplungssystem, verkürzen und vereinfachen laut Hersteller Arbeitszeiten.

Stabilität und Lärmreduktion treffen auf bedienorientiertes Design
Mit dem knapp 4 t schweren Minibagger SV39 erweitert Yanmar CE sein Portfolio um eine im Vergleich hubkraftstarke Maschine, die sich auch unter hoher Last oder auf unebenem Terrain durch Standfestigkeit auszeichnen soll. Diese wird durch eine optimierte Gewichtsverteilung und ein verstärktes Unterwagen-Design erreicht. Ein optionales Zusatzgewicht (+ 160 kg) verbessert die Balance weiter, was ideal für präzise Arbeiten mit schweren Anbaugeräten ist.
Die ergonomische Kabine bietet gute Sicht, intuitive Joystick-Steuerung und einen voll einstellbaren Sitz. Ein neuer 4,3-Zoll-Farbmonitor und verbesserte Klimaanlagenauslässe steigern den Komfort über lange Arbeitstage. Ob Kabinen- oder Canopy-Version: Laut Hersteller reduziert die geräuscharme Arbeitsumgebung Ermüdung und erhöht die Fahrersicherheit. Der SV39 ist Tiltrotator-ready (Direkt- und Sandwich-Montage). Das Hydrauliksystem mit zwei verstellbaren Hydraulikpumpen (2 x 37,9 l/min) und einer Zahnradpumpe (26,7 l/min) soll für schnelle und präzise Reaktionen sorgen.
Im Baustelleneinsatz können Steine zu Wurfgeschossen werden. Baggerfahrer schützen dagegen Schutzgitter vor den Scheiben, doch diese verschlechtern das Blickfeld und bieten keinen Rundumschutz vor Steinschlag.


Sicherheitsglas ist auch für Minibagger sinnvoll
Eine Alternative ist das Sicherheitsglas aus Polycarbonat des schwedischen Herstellers Hammerglass, das dreihundertmal stärker und flexibler als Glas ist. Bieten sich die Scheiben für Abbruch- und Steinbruchmaschinen ab 20 t an, sind sie auch für Kompaktmaschinen wie Minibagger sinnvoll, wenn zum Beispiel Asphalt aufgebrochen werden muss.
Polycarbonat-Scheiben können nachträglich in Maschinen integriert werden. Der Rahmen ersetzt die Original-Glasscheibe und wird an denselben Punkten wie das Abbruchgitter verschraubt. Extra Schweißnähte oder zusätzliche Schraubverbindungen sind nicht erforderlich. Die Montage übernimmt der Baumaschinenlieferant.
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