TU Berlin
Prof. Kühn über Einsparungen bei der Landschaftsarchitektur entsetzt

In einem Interview mit der Fachzeitschrift "Stadt+Grün" sprach er von einer "Katastrophe". Es sei viel mehr als erwartet: "Ehrlich gesagt sind wir entsetzt und geschockt."
Während die Hauptstadt insgesamt 8 Prozent im Landeshaushalt einsparen muss, sollen die Hochschulen dazu eine Sparquote von 15 Prozent erbringen. Nach einem hochschulinternen Verteilungskampf wird den Landschaftsarchitekten nun eine überdurchschnittliche Sparquote von 30 Prozent aufgebürdet. Der Professor sagte, die Entscheidung im Fakultätsrat der TU-Fakultät 6 "Planen, Bauen, Umwelt" sei nicht nach dem Kriterium gefallen, welche Bereiche am wertvollsten seien, welche fachlich und in der Lehre die besten Ergebnisse gebracht hätten oder gesellschaftlich-politisch relevant seien, sondern wo am schnellsten abgebaut werden könne, weil die Stelleninhaber in Pension gingen.
Damit werde "die Landschaftsarchitektur an der TU Berlin massiv in Frage gestellt". Kühn betonte, dass der Bereich Landschaftsarchitektur im Bereich Pflanzenverwendung einiges geleistet habe. Dazu zähle aktuell ein Versuch mit Verdunstungsbeeten auf dem ehemaligen Flughafengelände in Berlin-Tegel.
Der Parkschadensbericht 2024 habe ein großes Presseecho erzielt. Viel Aufmerksamkeit habe auch die pflegeextensive Bepflanzung von Versickerungsmulden durch das Prinzip des Coppicings gefunden. Für die Landschaftsarchitekten gelte es nun, sichtbarer zu werden und die Herausforderung der Drittmittel-Einwerbung besser anzunehmen, so der Professor. cm
Link zum Interview: https://stadtundgruen.de/artik...









