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Umsatz im Bauhauptgewerbe erreicht Rekordmarke

Den höchsten Umsatzwert im ersten Quartal seit 20 Jahren hat das Bauhauptgewerbe erreicht: Er lag um nominal 6,3 Prozent über dem Vorjahreswert. der deutschen Bauindustrie Grafik: Hauptverband der deutschen Bauindustrie

Die Bauunternehmen konnten im ersten Quartal die hohen Auftragsbestände weiter abarbeiten: Wie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie in der neuesten Ausgabe seines Aktuellen Zahlenbildes mitteilt, lag der baugewerbliche Umsatz der Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten im Bauhauptgewerbe in den ersten drei Monaten bei 13,7 Mrd. Euro und damit um nominal 6,3 Prozent über dem entsprechenden Vorjahreswert. Das war der höchste Umsatzwert im ersten Quartal seit 20 Jahren.

Die zweistelligen Zuwachsraten der ersten beiden Monate konnten allerdings nicht gehalten werden; der Umsatz ist im März um 5,4 Prozent zurückgegangen. Der Rückgang fiel allerdings deutlich geringer aus als erwartet: Schließlich wirkte sich neben einem Basiseffekt - der Umsatz war im März 2017 um 18 Prozent gestiegen - noch ein Kalendereffekt negativ auf die Umsatzentwicklung aus. Den Unternehmen standen wegen der Osterfeiertage zwei Arbeitstage weniger zur Verfügung als im Vorjahresmonat. Zusätzlich hat noch die schlechte Witterung die Bauproduktion zum Ende des Quartals eingeschränkt: 66 Prozent der im Rahmen des ifo Konjunkturtests befragten Bauunternehmen meldeten für März eine witterungsbedingte Behinderung ihrer Bautätigkeit (März 2017: 51 %).

Der Arbeitstage- und Basiseffekt wirkte sich auch auf den Auftragseingang aus: Dieser lag im März um nominal 3,3 Prozent unter dem Vorjahresmonat. Auch im Vormonatsvergleich sind die Aufträge nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes aufgrund des mittlerweile erreichten hohen Niveaus (arbeitstäglich-, saison- und preisbereinigt) zurückgegangen (-15,1 %). Auf das Quartalsergebnis hatte dies aber keine negativen Auswirkungen: Die Bauunternehmen meldeten, im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum, einen Anstieg des Auftragseingangs von nominal 6,8 Prozent.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 06/2018 .

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