VETcert

Ein europäisches Zertifizierungssystem für die Pflege und den Erhalt von Baumveteranen

von:
Alte Bäume sind ein bedeutender und untrennbarer Bestandteil der europäischen Landschaft. Sie werden seit Jahrhunderten für ihren historischen, kulturellen und ökologischen Wert geschätzt. Diese Bäume sind mittlerweile selten geworden und einzigartig. Ihre Pflege unterscheidet sich erheblich von der "normalen" Baumpflege, da sie äußerst komplex und anspruchsvoll ist und umfangreiches Fachwissen und Erfahrung voraussetzt.
Altbäume Baumpflege
Maulbeerweg Trebbin-Blankensee – um 1750 angelegt. Foto: Christopher Chambers

Für ein effektives Management dieser Baumveteranen ist es hilfreich, wenn ein europaweites Netzwerk von Fachleuten beteiligt ist, da dies den Austausch von Wissen sowie die Entwicklung von Schulungen und Standards für bewährte Verfahren erleichtert. VETcert ist ein europäisches Projekt, das darauf abzielt, Fähigkeiten und Wissen im Bereich des Altbaum-Managements zu harmonisieren. Auch Deutschland ist an dem Projekt beteiligt (GROSS 2020). Die "VETcert-Standards für die Behandlung von Baumveteranen" stehen somit auch auf Deutsch zur Verfügung.

Bei der Umsetzung des Projekts werden im Schulungs- und Prüfungsprozess (einschließlich der Ausbildung der Ausbilder), die relevanten Gesetze, Vorschriften, bestehende Standards und natürlich die Altbaumbestände der einzelnen Teilnehmerländer berücksichtigt. Es versteht sich von selbst, dass eine angemessene Pflege nur durch ein tiefgehendes Verständnis des zu erhaltenden Baumes möglich ist. Ein zentraler Aspekt bei der Umsetzung der VETcert-Standards ist daher, dass jedes Land seinen Altbaumbestand sorgfältig kartiert und dokumentiert.

Dies kann durch verschiedene Herangehensweisen erreicht werden:

  • Berücksichtigung historischer und natürlicher Faktoren, die zur Entwicklung und zum Erhalt des alten Baumbestands beigetragen haben;
  • Schaffung eines Bewusstseins für aktuelle und zukünftige Herausforderungen die mit dem Erhalt der Uraltbäume verbunden sind;
  • Identifikation potenzieller Altbäume in bislang weniger beachteten oder eingeschränkt zugänglichen Gebieten, wie beispielsweise in privaten Wäldern oder auf landwirtschaftlich genutzten Flächen;
  • Anerkennung, dass alte Bäume historisch betrachtet integraler Bestandteil einer natürlich vorkommenden Baumlandschaft waren bzw. sind;
  • Erweiterung und Anpassung der Definition eines "alten Baumes", um eine größere Vielfalt an Baumarten einzuschließen;
  • Berücksichtigung von Bäumen und Baumarten, die für ein Land besonders einzigartig und charakteristisch sind;
  • Erstellung einer Übersicht über bestehende Projekte, Initiativen und laufende Maßnahmen, die der Pflege und Erhaltung alter Bäume dienen.

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Tabelle des Umfangs im Verhältnis zum Alter und der Entwicklungsklassifizierung von Bäumen – angepasst vom Ancient Tree Forum (Lonsdale 2013). Abbildung: Christopher Chambers

Faktoren, die den Altbaumbestand in Deutschland geprägt und beeinflusst haben

Deutschland teilt mit anderen europäischen Ländern eine lange Geschichte in Bezug auf alte Bäume, die eng mit einem reichen kulturellen, historischen und volkskundlichen Erbe verbunden ist. Dennoch schneidet Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern oft schlechter ab, wenn es um den Bestand an Altbäumen geht. Im Vereinigten Königreich etwa gibt es deutlich mehr sehr alte Bäume, vor allem Eichen, als in vielen anderen europäischen Ländern. Viele dieser beeindruckenden Baumveteranen verdanken ihr Überleben möglicherweise der Tatsache, dass das Vereinigte Königreich in den letzten 1000 Jahren von den Kriegen auf dem europäischen Festland teilweise verschont blieb (Hight 2011). Zudem verfügte das Land über umfangreiche Kohlereserven im Verhältnis zum Bedarf, wodurch Bäume seltener als Brennstoff genutzt wurden – anders als beispielsweise in Deutschland.

In Deutschland haben in jüngerer Zeit Veränderungen in der Landnutzung im 20. Jahrhundert, wie die Bodenreform und die damit einhergehenden Kollektivierung in Ostdeutschland nach dem Zweiten Weltkrieg und die Schaffung großer offener Felder, vermutlich zum unwiderruflichen Verlust vieler großer, alter Grenzbäume geführt.

Verständnis für die Herausforderungen, mit denen alte Bäume heute und künftig konfrontiert sind

Das "Sicherheitsdenken" in der heutigen Gesellschaft ist sehr ausgeprägt. Die Sicherheitserwartungen sind oft sehr hoch und zu viele Bäume werden deshalb häufig unbegründet stark eingekürzt oder sogar gefällt, um sie in einen vermeintlich verkehrssichereren Zustand zu bringen. Ebenso hat das Fehlen eines aktiven Baummanagements zur Prävention eines potenziellen mechanischen Versagens die Lebensdauer vieler alter Bäume verringert, bis sie schließlich umstürzten.

Außerhalb urbaner Räume leiden alte Bäume oft unter der Konkurrenz durch jüngere, um sie herum wachsende Bäume und Vegetationsstrukturen, was teilweise auf den Rückgang historischer Pflegemethoden wie etwa die Schneitel- und Niederwaldbewirtschaftung zurückzuführen ist. Suboptimale Planungen, Erschließungen und die landwirtschaftliche Bewirtschaftung haben nicht nur zum direkten Verlust alter Bäume, sondern auch indirekt dazu geführt, dass alte Bäume auf oder in unmittelbarer Nähe von Baustellen verloren gingen, dauerhaft geschädigt wurden oder sich in einem Stadium des langsamen Absterbens befinden.

Altbäume Baumpflege
Kaiser-Lothar-Linde in Königslutter, Niedersachsen, circa 900 Jahre alt. Foto: Christopher Chambers

Altbäume auf Privatgrundstücken, in Wäldern und auf landwirtschaftlich genutzten Flächen

Um den Schutz alter Bäume zu verbessern, ist es wichtig, auch diejenigen zu berücksichtigen, die nicht sofort ins Auge fallen oder leicht zugänglich sind. Altbäume, die sich in Wäldern und auf landwirtschaftlichen Nutzflächen befinden, sind zumeist ebenfalls mit einer Vielzahl von sozialen und kulturellen Werten verbunden. Da sie jedoch häufig auf Privatgrundstücken wachsen, sind sie meist schwerer zugänglich. Zudem sind auch diese Baumbestände zunehmenden Risiken durch Schädlinge, Gefährdungen durch Schaderreger und schlechter Baumpflege ausgesetzt. Etwa die Hälfte der Fläche Deutschlands – rund 16,6 Millionen Hektar – wird landwirtschaftlich genutzt, während die Waldfläche mit rund 11,4 Millionen Hektar etwa ein Drittel der Gesamtfläche des Landes ausmacht (Umweltbundesamt 2024). Angesichts der großen land- und forstwirtschaftlich genutzten Flächen ist davon auszugehen, dass auf diesen Flächen eine beträchtliche Anzahl alter und wertvoller Bäume vorhanden ist. Es ist daher durchaus sinnvoll und auch wünschenswert, den Baumbestand auf diesen Flächen zu erfassen, zu erforschen und letztlich nachhaltig zu bewirtschaften.

Alte Bäume als unverzichtbarer Bestandteil natürlicher Baumlandschaften

Das Vorhandensein alter Bäume hat eine historische Vorgeschichte. In Europa haben die Ideen von Dr. Frans Vera, einem niederländischen Biologen, in der Gemeinschaft der Veteranenbaumforscher großes Interesse hervorgerufen und wurden als Beleg für das natürliche Vorkommen freistehender, alter Bäume interpretiert. In seinem wegweisenden Buch "Grazing Ecology and Forest History" beschreibt Vera eine dynamische, parkähnliche Landschaft – eine Art Waldweide – die durch große Pflanzenfresser (Megaherbivoren) im Gleichgewicht gehalten wurde (Vera 2000). Dies steht im Gegensatz zur Vorstellung von Wäldern als geschlossene Strukturen. Diese, von Dr. Vera beschriebene, bewaldete Landschaft war reich an unzähligen Arten von freistehend wachsenden Bäumen, die alt werden konnten, ohne von der Konkurrenz verdrängt zu werden. Hervorzuheben ist, dass viele seiner Beispiele zur Untermauerung seiner Theorie aus den Urwäldern Deutschlands stammen. Darüber hinaus ist der Prozess der Verdrängung lichtbedürftiger Eichenarten durch schattentolerante Baumarten ein historisch bekanntes Phänomen, das gut in der deutschen Waldökologie und Forstwirtschaftstheorie dokumentiert ist. So wurden beispielsweise bereits im Jahr 1950 im Neuenburger Urwald fünfzig Rotbuchen unter dem Motto "Die Eichenmörder müssen beseitigt werden" gefällt, was darauf hinweist, dass die alten Eichen bereits seit langer Zeit ein hohes Ansehen genossen und deshalb erhalten werden sollten.

Eine breitere, umfassendere Definition des Begriffs "alter Baum"

Viele kleinere Altbäume, wie Ebereschen, Stechpalmen, Feldahorne und sogar Birken, werden oft übersehen bzw. unterschätzt, da ihnen häufig nur eine relativ kurze Lebensdauer zugeschrieben wird. Unter bestimmten Voraussetzungen, insbesondere in höheren Lagen oder an anderen anspruchsvollen Standorten, können diese Bäume jedoch mehrere Jahrhunderte alt werden (Rotherham 2017).

Alte Bäume sind oft das Ergebnis historischer Bewirtschaftungsmethoden, die ihre heutige Form und Struktur geprägt haben. Man könnte sie auch als "Nutzbäume" beziehungsweise "bewirtschaftete Bäume" oder "working trees" bezeichnen (Green 2023). Ein Beispiel ist der Maulbeerweg im brandenburgischen Blankensee. Dort ließ Friedrich II. von Preußen (Friedrich der Große) Maulbeeralleen pflanzen, um Rohseide aus den Kokons des Maulbeerspinners zu gewinnen. Diese Alleen wurden um 1750 angelegt, wobei die Baumkronen regelmäßig zurückgeschnitten wurden, um Nahrung für die Maulbeerspinner zu liefern. Bereits im Jahr 1932 wurde die Allee unter Naturschutz gestellt.

Nutzbäume weisen alle Merkmale von Baumveteranen auf, bleiben jedoch oft unerforscht und unzureichend dokumentiert, wodurch sie gefährdet sind. Auch Obstbäume, insbesondere Birnenbäume, können ein hohes Alter erreichen und wertvollen Lebensraum bieten. Ein beeindruckendes Beispiel ist eine Kultur-Birne auf einer Wiese in St. Georgen, Bayern, mit einem stattlichen Stammumfang von 5,70 Meter. Solche Bäume können zu wichtigen Altbäumen mit wertvollen Habitatstrukturen werden.

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Tillman Riemenschneider: San Sebastian (Lindenholz), Würzburg. Foto: Christopher Chambers
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Tillman Riemenschneider: San Sebastian (Lindenholz), Würzburg. Foto: Christopher Chambers

Die Linde – einzigartig und besonders

Wer die alten Bäume in Deutschland nicht kennt, könnte glauben, dass die Eiche mit ihrem ikonischen Blatt der Baum von größter kultureller Bedeutung für das Land ist. Immerhin findet sich ihr Blatt sogar auf den in Deutschland geprägten Euro-Cent-Münzen wieder.

Zum Teil trifft dies auch zu, denn es gibt einige beeindruckende Beispiele für alte und uralte Eichen, etwa jene in Ivenack, Mecklenburg-Vorpommern. Die eindrucksvollste und eine für Deutschland besonders charakteristische Baumart ist jedoch auch die heimische Linde. Viele Dörfer und Städte zeichnen sich durch wertvolle alte Bäume aus, die im Laufe der Zeit entweder in die städtische Umgebung integriert oder bewusst an zentralen Orten gepflanzt wurden. Diese Bäume erreichen oft ein hohes Alter, insbesondere die Sommerlinden.

Ein beeindruckendes Beispiel ist die Kaiser-Lothar-Linde, eine etwa 900 Jahre alte Linde in Königslutter, Niedersachsen, mit einem Stammumfang von 13,35 Metern. Linden besitzen zweifellos eine kulturell-historische und symbolische Bedeutung – sowohl für einzelne Regionen als auch möglicherweise für das gesamte Land. Im deutschen Sprachraum gibt es über 1100 Ortschaften, deren Name das Wort "Linde" enthält, darunter Lindenau, Lindau, Lindenfels, Lindhorst, Lindegg oder Dreilinden. Die Stadt Leipzig trug noch im Jahr 1485 den slawischen Namen "Lipsko", was "Lindenort" bedeutet (Laudert 2003).

Lindenbäume sind oft mit Traditionen, Bräuchen und historischen Ereignissen verbunden und prägen so die Identität und das Erbe vieler Kulturlandschaften (Brunner 2017). Beispiele hierfür sind die sogenannten "Gerichtslinden", unter denen früher Recht gesprochen wurde – eine Tradition, die heute makaber anmutet. Diese Linden dienten nicht nur als Versammlungsorte, sondern auch als Pranger, an dem ein eiserner Ring – teils bis heute erhalten – dem "Beschuldigten" um den Hals gelegt wurde. Ebenso bekannt sind die "Tanzlinden", die in vielen deutschen Dörfern unter ihrem Blätterdach als Orte für Tanz- und Festveranstaltungen dienten. Diese Bäume sind nicht nur ökologisch wertvoll, sondern auch bedeutende kulturelle und historische Symbole.

Linden sollten populärer und geschätzter sein, denn sie sind ein wichtiger Bestandteil der europäischen Kulturlandschaft. Zudem hat das Holz dieses Baumes das künstlerische Erbe Deutschlands erheblich bereichert, besonders durch die Werke von Tilman Riemenschneider, einem bedeutenden Bildhauer der nördlichen Renaissance. Riemenschneider bevorzugte Lindenholz, dessen feine Struktur es ihm ermöglichte, erstaunliche Texturvariationen zu erzielen und die Schönheit des Holzes gewissermaßen zum Leben zu erwecken. Das Werk dieses Bildhauers bildet eine interessante Parallele zur Wahrnehmung der Linde als bedeutender Baumart: So findet es Neil MacGregor, ein britischer Kunsthistoriker, beispielsweise äußerst erstaunlich, dass Riemenschneider außerhalb Deutschlands wenig bekannt ist (Macgregor 2017).

Bestehende Projekte, Initiativen und laufende Arbeiten zur Pflege und Erhaltung alter Bäume

Prof. Andreas Roloff, Vorsitzender des Kuratoriums Nationalerbe-Bäume, betont eindrucksvoll die große Verantwortung, die mit der noch jungen Kategorie der "Nationalerbe-Bäume" in Deutschland für die Erhaltung alter Bäume für zukünftige Generationen verbunden ist (Roloff 2019).

Die Pflege alter Bäume erfordert fundiertes Fachwissen und praktische Erfahrung aus verschiedenen Disziplinen wie Ökologie, Baumpflege und Landschaftsgeschichte. Es ist zwingend notwendig, dass möglichst viele Interessengruppen in den Schutz alter Bäume eingebunden werden. Dabei ist der Austausch von Ideen und Informationen von zentraler Bedeutung – vom Liegenschaftsmanagement über die Forst- und Landwirtschaft bis hin zu einer Vielzahl von Fachleuten, wie etwa Baumsachverständigen, Ökologen, Mykologen und vor allem den Baumpflegenden (Chambers 2024).

Die Einbeziehung eines breiteren Fachspektrums würde nicht nur ein Bewusstsein für alte Bäume stärken, sondern auch ein realistisches Verständnis ihrer tatsächlichen Bedrohungen fördern. Dies könnte zu einem tieferen Verständnis und einer größeren Wertschätzung ihrer Bedeutung führen – mit dem Ziel, vermeidbare Baumverluste künftig zu verhindern.

Fazit

Das VETCert-Projekt ist eine Initiative, die mit der Entwicklung eines Standards für die Behandlung von Baumveteranen begann. Während des Projekts hat jedes beteiligte europäische Land sein Fachwissen, seine einzigartigen Erkenntnisse und seine landestypischen, charakteristischen Baumarten eingebracht, wodurch ein wertvoller Wissenspool über die Pflege alter Bäume entstanden ist. Der kumulierte Effekt dieser Initiative besteht darin, den Pflegestandard für alte Bäume zu verbessern, politische Entscheidungen zu Gunsten dieser Bäume zu sensibilisieren und die verschiedenen Interessengruppen – wie Grundstückseigentümern, Naturschutzbehörden und andere – zusammenzubringen.

Die Hervorhebung von Baumveteranen und besonderen Baumarten wie zum Beispiel der Linde würde Deutschland in einen breiteren Kontext der reichen Vielfalt an alten Bäumen in Europa einordnen.

Neben dem erheblichen Vorteil, den die offizielle Einführung der VETCert-Zertifizierung bietet, könnte die Berücksichtigung in den nationalen Regelwerken und Standards eine ausgezeichnete Gelegenheit sein, unsere uns bekannten alten Bäume zu überprüfen und vielleicht neue Baumveteranen zu entdecken.

Altbäume Baumpflege

Was ist VETcert?

VETcert ist ein europaweites Zertifizierungssystem, das entwickelt wurde, um den Standard der Pflege und des Managements von Veteranenbäumen in ganz Europa zu verbessern. Es bietet Spezialisten die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten und Fachkenntnisse durch eine Prüfung anerkennen zu lassen. Das Zertifizierungssystem wird in zwei Stufen angeboten: Practising und Consulting. Die Practising-Zertifizierung richtet sich an Baumpflegespezialisten, während die Consulting-Stufe für Baumkontolleure/ -gutachter, Umweltspezialisten und Ökologen konzipiert ist.

Im Mittelpunkt des Zertifizierungssystems stehen festgelegte Standards für die Pflege und den Erhalt von Baumveteranen. Diese Standards beschreiben detailliert, welche Fähigkeiten und Kenntnisse erforderlich sind, um als "Baumveteranenspezialist" anerkannt zu werden. In jedem teilnehmenden Land gibt es eine Zertifizierungsstelle für Veteranenbäume, die die Organisation und Durchführung der Prüfungen verantwortet. Der European Arboricultural Council (EAC) fungiert als Leitungsgremium für das VETcert-System und übernimmt die zentrale Verwaltung. Seit seiner Einführung haben sich mehrere europäische Länder dem System angeschlossen. Weitere Informationen finden Sie unter: https://vetcert.eu.

Literatur

Brunner, M., 2017: Bedeutende Linden, 400 Baumriesen Deutschlands. Haupt Verlag.

Chambers, C., 2024: Gemeinsamer Einsatz für Baumveteranen. Taspo Baumzeitung, 01/2024 Haymarket.

Green,T., 2023: Treetime: Tales of a layman's lifelong adventure with trees and tree folk. The Arboricultural Association (UK).

Gross, W., 2020: Spezialisten für Baumveteranen. Taspo Baumzeitung, 02/2020, Haymarket.

HIGHT, J., 2011: Britain's Tree Story: The History and Legends of Britain's Ancient Trees. (National Trust History & Heritage) National Trust Books.

Laudert, D., 2003: Mythos Baum. Was Bäume uns Menschen bedeuten. Geschichte, Brauchtum, 30 Baumportäts. BLV Verlagsgesellschaft mbH.

Lonsdale, D. (Hrsg.), 2013: Ancient and Other Veteran Trees - Further Guidance on Management. Severnprint, Gloucester, UK.

MacGregor, N., 2017: Deutschland: Erinnerungen einer Nation. Verlag C.H. Beck.

ROLOFF, A., 2019: Besonderheiten und Potenziale langlebiger Baumarten. Allg. Forstztschr./Der Wald, 04/2019: 24-29.

Rotherham, I. D., 2017: The importance of smaller veteran trees. Arboricultural Journal, Vol. 39, No. 1, 1 – 8.

VERA, F.W.M., 2000: Grazing Ecology and Forest History. Cabi Publishing, Wallingford.

https://www.umweltbundesamt.de/daten/land-forstwirtschaft (zuletzt geprüft am 12.12.2024).

 Christopher Chambers
Autor

VETcert Veteran Tree Specialist (Consulting) und Baumsachverständiger

Amtage Landschaftsarchitektur | Sachverständigenbüro GmbH

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