Kamingespräche auf Schloss Dyck im Dezember

VGL Nordrhein-Westfalen will sich stärker in Klimadebatte einschalten

VGL-Präsident H. Christian Leonhards (l.) hatte mit Walter Kohl einen ganz besonderen Gast zu den Kamingesprächen eingeladen. Der Sohn des Altkanzlers referierte darüber, wie Unternehmer ein ausgewogenes Leben führen können. Foto: VGL NRW

H. Christian Leonhards, Präsident des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (VGL) Nordrhein-Westfalen, hat dessen traditionelle Kamingespräche im Dezember dazu genutzt, die Mitglieder auf ein entschlossenes politisches Auftreten in 2020 einzuschwören. Insbesondere beim Thema Klimaschutz solle sich Deutschlands mitgliederstärkster GaLaBau-Landesverband häufiger in die öffentliche Debatte einmischen. Denn diese, so Leonhards, sei "emotional getrieben" und bedürfe daher des VGL NRW, der sich mit seiner fachlichen Expertise gegen diese Emotionalität stellen müsse.

Fest im Blick: IPM Essen und LGS Kamp-Lintfort

Doch nicht nur das Agieren in der politischen Arena war Thema bei den Kamingesprächen, zu denen etwa 140 Gäste aufs Schloss Dyck in Jüchen gekommen waren. Neben einem Ausblick auf die GaLaBau-Landmarken des Jahres 2020 standen auch ein Vortrag von Walther Kohl, Buchautor und des Kanzlersohns, sowie die Ehrung der besten Prüfungsabsolventen auf der Agenda. Die Verleihung des Ausbildungspreises der Landschaftsgärtner NRW rundete das Programm ab.

Hinsichtlich der 2020 zu erwartenden Highlights hob Leonhards besonders die Internationale Pflanzenmesse (IPM) Essen sowie die Landesgartenschau (LGS) in Kamp-Lintfort hervor. Die traditionelle Vortragsreihe des Verbandes auf der IPM, "GaLaBau Ausblicke", wird sich in diesem Jahr mit den Voraussetzungen für eine erfolgreiche Unternehmensnachfolge befassen. Im April steht für NRW dann das nächste grüne Großevent ins Haus: Die LGS am Rande des Ruhrpotts wird mit ihren Themengärten wieder ein halbes Jahr lang Werbung für den gesamten Berufsstand betreiben.

Herausragende Absolventen und Ausbilder geehrt

Zwar bestimmten bis zu einem gewissen Grad Zukunftsaussichten das Bild, die Kamingespräche waren allerdings auch fest im Hier und Jetzt verankert. So wurden in einem weiteren Programmpunkt die besten Prüfungsabsolventen der Aus- und Fortbildung für ihre herausragenden Leistungen geehrt. Leonhards und der Vorsitzende des Bildungsausschusses NRW, Frank Linneweber, überreichten den frischgebackenen Landschaftsgärtnern, Meistern und Agrarbetriebswirten ihre Urkunden.

H. Christian Leonhards (r.) und Frank Linneweber, Vorsitzender des Bildungsausschusses NRW (l.), überreichten den frischgebackenen Landschaftsgärtnern, Meistern und Agrarbetriebswirten mit den besten Abschlussnoten ihre Urkunden. Foto: VGL NRW


Eine weitere Ehrung wurde dem Betrieb Michael Holzweiler Garten- und Landschaftsbau zuteil: Das Unternehmen aus Bielefeld wurde mit dem Ausbildungspreis der Landschaftsgärtner NRW ausgezeichnet. "Michael Holzweiler ist ein überaus engagierter Unternehmer, der sich über seine Tätigkeit als Geschäftsführer und Ausbilder hinaus ehrenamtlich für die Ausbildung und Fachkräftesicherung einsetzt", sagte Leonhards in seiner Laudatio. Mit kreativen Ideen, vielfältigen Angeboten und Unterstützungsleistungen werde in diesem Betrieb in die Zukunft investiert, so der VGL-Präsident.

Ein prominenter Gast betrat zum Ende der Veranstaltung die Bühne: Der Unternehmer und Buchautor Walter Kohl, Sohn von Altkanzler Helmut Kohl, richtete sich mit seinem Vortrag an die anwesenden Führungskräfte und gab ihnen Denkanstöße dafür, wie trotz Führungsverantwortung eine gesunde Work-Life-Balance erreicht werden kann. Die wesentliche Botschaft des Kanzlersohns lautete, dass man "alte Kraftfresser zu neuen Kraftquellen" machen müsse.

Hendrik Behnisch

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 01/2020 .

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