Ausgegraben

War das wirklich Emmanuel Macron...

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... oder hatte er seinen bösen Zwilling zum „Tag der offenen Denkmals“ in den Garten des Élysée-Palasts geschickt? Dort traf der französische Staatspräsident im vergangenen Monat auf einen jungen, arbeitslosen Gärtner, der ihm sein Leid klagte, weil er trotz zahlreicher Bewerbungen keinen Job finde: „Nirgends nimmt man mich.“

Macron wollte sich erst gar nicht mit der Frage befassen: Er könne sich nicht um jeden persönlich kümmern, beschied er dem 25-Jährigen. Dann ließ er sich doch darauf ein und empfahl dem jungen Mann, die Branche zu wechseln. Im Hotel- und Gaststättengewerbe oder auf dem Bau würden schließlich Leute gesucht. Da brauche man sich nur auf der anderen Straßenseite zu melden. So eine Katzenidee mag man Macron gar nicht zutrauen: Auch das Gastgewerbe kann nicht mit lauter Hilfskräften funktionieren.

Besser hätte sich der Präsident an seinen europapolitischen Visionen orientiert und dem Gärtner empfohlen, einen Sprachkurs zu belegen, um im deutschen Produktionsgartenbau anzuheuern. Zumindest die hiesigen Friedhofsgärtner benötigen dringend Fachkräfte. Der junge Pariser wäre zufrieden und ein weiterer Beleg für die Möglichkeiten der deutsch-französischen Freundschaft.

Christian Münter

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 10/2018 .

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