Kurzbefragung des IfM Bonn
Was der Mittelstand von der neuen Bundesregierung erwartet
Dem Fachkräftemangel ist nach Ansicht der Befragten vor allem durch eine Verbesserung des Bildungssystems (96 %) entgegenzuwirken. Auf Platz zwei folgt die gezielte Anwerbung von ausländischen Fachkräften (66 %), wobei diese Maßnahme deutlich häufiger von größeren als von kleineren Unternehmen genannt wurde. Als weniger relevant sehen die Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer eine Verlängerung oder Flexibilisierung der Lebensarbeitszeit (40 %) oder die generelle Förderung von Einwanderung (30 %) an.
Eine deutliche Mehrheit der Befragten (92 %) fordert eine Vereinfachung des Steuersystems insbesondere durch eine Reduzierung des Nebeneinanders von diversen Steuerarten (Einkommenssteuer, Solidaritätszuschlag, Körperschaftssteuer etc.). Überdies sollte die Steuerlast sowohl insgesamt als auch gezielt für Unternehmen gesenkt werden. 78 Prozent der Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer sprechen sich zudem für steuerliche Begünstigungen beispielsweise von Investitionen und Innovationen aus.
Die Schuldenbremse in ihrer jetzigen Form zu erhalten, lehnen die Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer mehrheitlich (73 %) ab. Eine Lockerung befürwortet rund die Hälfte von ihnen im Hinblick auf gezielte Investitionen in die Infrastruktur und in das Bildungssystem. Etwas mehr als jedes fünfte Unternehmen, das die Schuldenbremse befürwortet, plädiert für deren zeitweise Aussetzung aufgrund der aktuellen, wirtschaftlichen Situation. ae/IfM
NL-Stellenmarkt










