Baumbiologische Perspektiven

Was zeigen uns Baumdarstellungen in Bildern von Caspar David Friedrich zur Baumwahrnehmung und -pflege von damals?

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Derzeit ziehen der Künstler und seine Bilder-Ausstellungen Massen von Menschen an und begeistern seine Fans: beispielsweise 2024 in Hamburg, Berlin, Greifswald, Dresden und Weimar. Es wird viel diskutiert unter Kunstfachleuten, warum dies so ist. Das ist aber hier nicht mein Thema (ich kann es allerdings nachvollziehen), sondern: Was ist Interessantes und Besonderes an seinen Baumdarstellungen aus der Sicht eines Baumbiologen zu sagen?
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Abb. 1: "Der Sommer": Perfekte Darstellung von Hänge-Birke und Säulen-Pappel – allerdings eine kaum jemals vorkommende und unverträgliche Baum- und Baumarten-Kombination (möglicherweise eher das Liebespaar betreffend?). Quelle: "Landschaft mit Liebespaar", CDF1807, Neue Pinakothek München

Es hat mir große Freude bereitet, dieses Thema ein Jahr lang zu bearbeiten, denn ich wurde im Januar 2024 von den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) darum gebeten und habe gerne zugesagt – nicht ahnend, worauf ich mich da einlasse, denn so etwas war bisher noch nie mein wissenschaftliches Tagesgeschäft gewesen.

Nach meinem Vortrag dazu im November 2024 (im Lichtsaal des Albertinums während der Caspar David Friedrich-Ausstellung in den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden) mit einem enorm interessierten und begeisterten Publikum soll hier nun fokussierter auf Aspekte der Baumbiologie und Baumpflege in seinen Bildern eingegangen werden, denn dazu habe ich inzwischen noch weitere Nachforschungen unternommen.

Für die Studie habe ich sämtliche seiner weit über 1000 Zeichnungen und Skizzen durchgearbeitet sowie Hunderte seiner Gemälde. Dabei fiel mir sofort auf: Bäume haben ihn besonders interessiert, fasziniert und begeistert. So stellt er Stimmungen von Landschaft mit und ohne Menschen aber am liebsten mit Bäumen dar. Die Bäume werden dabei sein wichtigstes Ausdrucksmittel: von den etwa 1300 Zeichnungen/Skizzen/Studien in seinem Lebenswerk (Grummt 2011) sind etwa 400 Bilder mit Bäumen im Mittelpunkt oder als Ausdrucksmittel. Danach folgen mit großem Abstand Schiffe/Meer und Wolkenbilder.

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Abb. 2: "Der Greifswalder Marktplatz" mit geschnittenen Stadt- und Straßenbäumen. Quelle: CDF 1818, Pommersches Landesmuseum Greifswald

Einschätzung der Persönlichkeitswerdung von Caspar David Friedrich

Zuvor habe ich mich jedoch intensiv mit der Persönlichkeitsentwicklung von Caspar David Friedrich (in Bildlegenden: CDF) beschäftigt, da es weit verbreitet heißt, dass er ausgeprägt depressiv war, was sogar zu einem Suizidversuch 1804 geführt haben soll (im Alter von 29 Jahren). Bei Betrachtung seiner Selbstbildnisse von 1800 und 1810 fällt auf, wie ausgeprägt er in diesem Zeitraum seinen Blick veränderte von jugendlich interessierten Augen hin zu einem stechenden und hinterfragenden Blick. Verschiedene Details seines Lebenslaufes und seiner Bilder veranlassen mich, nicht von Depression zu sprechen, sondern vielmehr (mit heutigem psychologischem Wissensstand) von ausgeprägt hoher Sensibilität (Dinkel 2022, Küster2022, Steinhauer 2023, Winter 2022). Vor einigen Jahren noch als Hypersensibilität bezeichnet, spricht man jetzt vorsichtiger von Hochsensibilität bei Menschen, die alles sehr genau (über das "normale" Maß hinaus) beobachten, interpretieren und diskutieren (mit sich selbst oder anderen), auf alle Reize intensiv reagieren und daher ausgeprägtere Höhen und Tiefen im Leben durchlaufen, wobei auch ein erhebliches Maß an Melancholie mitschwingt. Das war ja auch ein wesentliches Charakteristikum der Romantik.

Ich würde es so ausdrücken: er hatte hochentwickelte "Antennen" für Gefühle, Stimmungen, zwischenmenschliche Beziehungen und Einflussnahmen sowie Ausprägungen und Veränderungen der Natur, die ihn über alles faszinierte und im Lebenslauf immer mehr begeisterte (aber ihre zunehmende Bedrohung ihn auch sehr nachdenklich machte).

Soweit ein kurzer Vorspann zur Einstimmung, bevor nun das eigentliche Thema meiner Abhandlung folgt.

Schöne Landschaften mit intakten Bäumen und erste Straßenbäume mit Baumschnitt

Anfang des 19. Jahrhunderts entstanden von Caspar David Friedrich, bis er etwa 30 Jahre alt war, viele schöne Landschafts- und Baumbilder und -skizzen, die Zufriedenheit, Freude und Hingabe ausdrücken und weit überwiegend intakte Bäume zeigen. Das muss nicht in jedem Fall der Realität entsprochen haben, aber er hat es jedenfalls so dargestellt. Daraus kann man ableiten, dass er sich noch nicht so intensiv mit Problemen befasst hat wie im weiteren Lebensverlauf. Vielmehr darf man wohl von einer relativ zutreffenden Wiedergabe der tatsächlichen Landschafts- und Baumzustände ausgehen (Abb. 1).

Auf dem Bild "Greifswalder Marktplatz" ist bemerkenswert, dass erstmals geschnittene Straßenbäume zu sehen sind (Abb. 2, rechts im Bild). Baumpflege in größerem Stil gab es damals noch nicht, sondern überwiegend höchstens an Park- und Straßenbäumen. Die Bäume am Marktplatz waren gezielt platziert – in einer Reihe vor den Häusern – und in rundliche Form geschnitten, damit sie dort nicht zu groß werden.

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Abb. 3: "Kiefernstudien": perfekte Baumbiologie, vorlesungsreif vor 218 Jahren – wenige Jahre vor Gründung der Forstlehranstalt/Forstakademie in Tharandt. Quelle: CDF 1807, Nasjonalmuseet for kunst Oslo
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Abb. 4: "Hünengrab am Meer": perfekte Darstellung alter Eichen mit allen lebenden und abgestorbenen Ästen. Quelle: CDF 1806, Klassik Stiftung Weimar

Baumstudien

Im Jahr 1797 begann Caspar David Friedrich mit Baumstudien. Während die ersten noch relativ grob und ohne größeren Tiefgang waren, entstanden ab 1804 sehr detaillierte Zeichnungen zu Bäumen. Dabei dominierten Eichen und Fichten, und er entwickelte beeindruckend schnell ein enormes Einarbeitungsvermögen und baumbiologisches Verständnis, was mir einfach genial erscheint. Darunter waren auch etliche höchst faszinierende Fichten- und Tannenstudien. Eichen mochte er offenbar besonders und hat mit unglaublichem Beobachtungsvermögen ihren Charakter getroffen (Abb. 4). Bei den besonders zahlreichen Kiefern-, Fichten- und Tannen-Studien hat er Zweig für Zweig, ja zum Teil sogar Nadel für Nadel gezeichnet (Abb. 3) und bei Kiefernzweigen sogar botanisch korrekt die Doppelnadeln.

Bäume müssen ihn enorm interessiert, fasziniert und begeistert haben. Er hat sich in die naturgetreue Darstellung regelrecht hineingesteigert (was ich sehr gut nachvollziehen kann) und sich in viele der Besonderheiten vertieft. Eichen verehrte er sehr (mehr als Linden) wegen ihrer majestätischen Erscheinung, hohen Faszination, Langlebigkeit und durch ihren beeindruckenden Wuchshabitus. Und beim Zeichnen hat er dann grundlegend verstanden, wie Bäume wachsen mit ihren Jahrestrieben, dicker werdenden Ästen und Stämmen und welchen Habitus sie wie und warum entwickeln.

Dabei legte er großen Wert auf exakte Baumartart-Bezeichnungen, nur Fichte und Tanne verwechselte er gelegentlich, was ja heute auch noch verbreitet ist (z.B. ist der als Blau-Tanne bezeichnete Weihnachtsbaum häufiger eine Fichte), obwohl er sie sonst meist sauber unterschieden hat. Zwar war die Fichte zu seinen Lebzeiten und bis 1881 noch eine Abies-Art (zuvor bei Linné 1753 bis 1768 sogar eine Pinus-Art!), aber sie wurde auf Deutsch damals bereits als Fichte bezeichnet und von Tannen unterschieden (Schmidt-Vogt 1977).

Bäume mit Problemen oder verminderter Vitalität: offene Fragen

    Zuerst 1804 und dann ab 1806 nahmen immer mehr alte Eichen mit abgestorbenen Wipfeln und Ästen eine zentrale Rolle in seinen Bildern ein (Abb. 5 und 6). Darüber kann man spekulieren, was ihn dazu bewogen hat:

    • eigene melancholische oder belastende Lebensphasen?
    • ein zunehmendes Bewusstsein über absterbende Zweige und Verletzlichkeit der Natur?
    • Gewahrwerdung des begrenzten Wachstums der Natur und (wie heute) der "Menschheit"?

    Die Forstlehranstalt und dann Forstakademie in Tharandt wurde 1811/16 gegründet unter anderem aufgrund der Waldvernichtung durch Schweineweide sowie Holzverbrauch im Bergbau und Übernutzung seit dem 15.-16. Jahrhundert – die Folge waren große baumarme oder -freie Landschaften. Diese sind auf etlichen Bildern von Caspar David Friedrich zu sehen und dürften mit ein Grund für so wenige Waldbilder von ihm sein. Zudem interessierten ihn deutlich schon früh vor allem Einzelbäume und dabei besonders sogenannte "Charakterbäume" (Roloff 2017, Hartig & Roloff 2019). Es ist kein Kontakt von ihm zur Tharandter Lehrstätte (nur 15 km von Dresden entfernt) bekannt, wenn ich damals schon hier gelehrt hätte, wäre mit Sicherheit ein intensiver Austausch zustande gekommen – eine interessante, spannende und schöne Vorstellung!

    Damit kommt nun der wohl spannendste Teil dieses Beitrages, nämlich der Baumzustand in den späteren Bildern von Caspar David Friedrich und mögliche Erklärungen dafür. Wie zuvor dargestellt, waren sie in seiner Frühzeit relativ intakt(er) und wurden dann nach und nach geschädigter mit abgestorbenen Wipfeln und/oder toten Ästen bis in 25 Meter Höhe (Abb. 6), was man als amputiert oder Verstümmelung bezeichnen kann.

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    Abb. 5: "Der einsame Baum": riesige Alteiche mit vermutlich durch Blitzeinschlag abgestorbener Kronenspitze. Quelle: CDF 1822, Alte Nationalgalerie Berlin
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    Abb. 6: "Eichbaum im Schnee". Quelle: CDF 1829, Alte Nationalgalerie Berlin

    Das wirft etliche Fragen auf:

    • Warum haben ihn Bäume so interessiert/fasziniert und warum so oft alte Bäume?
    • Was hat er da gesehen, was war ihm daran wichtig?
    • Warum malte/zeichnete er so viele Eichen, und weshalb kaum Linden?
    • Warum zeigt er so oft abgestorbene Wipfel und abgesägte Äste?
    • Bei genauem Hinsehen fällt zudem auf, dass sehr viele Äste an alten Eichen bis in 25 Meter Höhe abgesägt waren (Abb. 6 und 7): warum, wofür und wie wurden sie abgesägt?
    • Wie kamen womöglich "Baumkletterer" dort hoch und haben unter Lebensgefahr weit oben starke Äste bis 30 Zentimeter Durchmesser mit glattem Schnitt abgesägt? (Bügelsägen gab es damals noch nicht, erst ab etwa 1870.)
    • Oder war es womöglich "künstlerische Freiheit" und er wollte damit die zunehmend angeschlagene Natur und die wachsenden Probleme der menschlichen Gemeinschaft ausdrücken?
    • War es vielleicht auch "einfach" die Ausdrucksweise der Romantik mit betont sentimentaler Stimmung, Sehnsucht, Suche nach dem Magischen, dem Übernatürlichen, dem Zeigen von Gefühlen, Melancholie und Träumen?

    Wenn man seine Eichenbilder chronologisch sortiert, nimmt dieses Phänomen weder zu noch ab, sondern war ab 1806/10 eigentlich immer präsent. Baumpflege kann jedenfalls zu der Zeit und an den Orten in der freien Landschaft noch nicht die Ursache gewesen sein. Nach umfangreichen Recherchen bei anderen Romantik-Malern komrme ich zum Resümee wie im folgenden abschließenden Kapitel dargestellt.

    Antworten, Bedeutung für heute und Resümee

    Gelegentlich werden heute Baumpflege-Methoden beziehungsweise Sicherungsmaßnahmen angewandt (Abb. 8), bei denen Äste nicht mit einem glatten Schnitt abgesägt, sondern absichtlich nur angesägt und dann abgerissen werden (Uhlig 2016): damit es wie natürlich entstanden aussieht. Dies wird von einigen Insidern auch als "wie auf Bildern von CDF" beschrieben oder sogar als "CDF-Methode" bezeichnet. Was allerdings gerade nach dem zuvor Gesagten eben nicht der Fall ist, da in seinen Bildern die Äste meist glatt abgesägt sind (Abb. 6, 7). Dazu sagen Pathologen, dass die größeren Abrissflächen nackten Holzes idealere Besiedlungsflächen für holzzerstörende Pilze und Käfer sind als die sonst kleineren geraden Sägeflächen.

    Bei damals gelegentlich vorkommenden Aufastungen und Schneitelungen wurde nur der untere Stammabschnitt von früh an astfrei gehalten (damit die Zweige noch dünn und damit abbrechbar waren. Bilder dazu gibt es fast keine von CDF, von anderen Malern der Zeit und früher aber häufiger. Auch bei Baumfreveln für Heizzwecke wurde (später) nur von unten aufgeastet, da die Strafe dafür gegebenenfalls geringer war als bei Kappungen.

    Wenn man die Wald- und Baumdarstellungen von Caspar David Friedrich komplett als Abbild einer damals "waldvernichtenden und forstorientierten" Forstwirtschaft erklärt sehen möchte, kann man sehr einseitige Ansichten dazu von Wilhelm Bode im Buch "Waldendzeit" (2024) nachlesen und erkennen, wie unterschiedlich Bilder von Künstlern zu interpretieren sind, die nicht mehr leben und dazu befragt werden können.

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    Abb. 7: "Hünengrab im Schnee": Bäume mit deutlichen Schäden (rechts im Bild die Vorgänger-Eiche von Abb. 6, hier mit ein paar Unterschieden zur Eiche 1829). Quelle: CDF 1807, Staatl. Kunstsammlungen Dresden
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    Abb. 8: "CDF-Methode" der aktuellen Baum-pflege/-sicherung: Äste ansägen und abreißen. Foto: Roloff

    Abschließend lassen sich aus meiner Sicht die zuvor genannten Fragestellungen folgendermaßen beantworten:

    • Caspar David Friedrich hatte ein enormes Gespür für die Eigenarten und den Charakter der Baumarten.
    • Bäume waren für ihn die stärksten Ausdrucksmittel für Stimmungen in der Natur, aber auch in der Gesellschaft und allgemein bei Menschen.
    • Eichen sind besonders ausdrucksstark und langlebig, vor allem alte Eichen stehen für Stärke, Durchhaltevermögen, Power (was aber nicht unbedingt zutreffen muss, sage ich als Baumbiologe).
    • Bäume mit abgestorbenem Wipfel (sollten vermutlich) zeigen, dass es kein unbegrenztes Wachstum gibt ...
    • ... und dass alte Bäume (wie Menschen) "Macken" haben – meist mit dem Alter zunehmend (hier nett gemeint).
    • Bis zur Kronenspitze abgesägte Äste an alten Eichen (Verstümmelung/Amputation) sind sein sehr kritisches Ausdrucksmittel zunehmender Sorgen über die Zukunft von Mensch und Natur: seine hochsensible Persönlichkeit machte ihm ein entspanntes Leben immer schwerer. Darin erkennt man durchaus tiefgreifende Parallelen zur heutigen Situation der Natur und unseres Zusammenlebens.

    Das zuletzt Genannte dürfte mit ein Grund sein, warum Ausstellungen mit seinen Bildern heute solche Besucherscharen anziehen und "packen". Es bleiben zudem noch etliche (interessante) weitere Fragen offen, und vieles ist subjektive Interpretation aus meiner Sicht – die ja ausdrücklich erwünscht war bei der Anfrage der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Das macht mir Mut, sie zu äußern, zu begründen und mit Bildbeispielen von Caspar David Friedrich zu belegen.

    Nach meinen kürzlich sehr umfangreichen weiteren eigenen Recherchen hat kein anderer Romantik-Maler des 19. Jahrhunderts solche und noch dazu so viele verstümmelte/amputierte Bäume dargestellt – diese gab es also in der Wirklichkeit gar nicht! Zudem ist seine dabei verwendete Sägetechnik (zum Teil bis 40 cm dicke Äste glatt mit einem Sägeschnitt in bis 25 m Stammhöhe abgesägt) zu der Zeit gar nicht möglich gewesen und hätte zu reichlich Verletzungen und Todesfällen geführt. Wäre es dabei um die Astnutzung gegangen (ähnlich Schneitelung für Viehfutter), hätte man wohl eher gleich den ganzen Baum abgesägt oder ihn gekappt, wie es beim Schneiteln verbreitet in 2 Meter Höhe gemacht wurde.

    Es war also seine warnende bis anklagende Darstellungsweise über den Zustand der Natur und die Verantwortung der Menschen für einen sorgsameren, das heißt nachhaltigeren Umgang mit Bäumen, dem Wald und der Natur. Und damit sind wir genau bei einer heutigen Motivation der Tharandter Forstwissenschaften angekommen.

    Literatur

    Charles, V. (2023): Caspar David Friedrich – Meister der tragischen Landschaft. Parkstone Press, New York: 199 S.

    Dinkel, S. (2022): Hochsensibel durch den Tag. Schlütersche Fachmedien, Hannover: 224 S.

    Grummt, C. (2011): Caspar David Friedrich – Die Zeichnungen (das gesamte Werk). Verlag C.H. Beck, München: 1007 S.

    Hartig, A.; Roloff, A., 2019: Charakterbäume in der Stadt: Eine neue Methode zur Einschätzung. ProBaum 01: 10-15

    Küster, B. (2022): Hochsensibilität. SCM Hänssler, Holzgerlingen: 271 S.

    Markowski, H.; Buderath, B. (1983): Die Natur dem Menschen untertan – Ökologie im Spiegel der Landschaftsmalerei. Kindler Verlag, München: 312 S.

    Reichhardt, R. (2020): Die Macht der Landschaftsmalerei in der Romantik – Caspar David Friedrichs Werk "Der einsame Baum". Grin Print on Demand, München: 18 S.

    Richter, F. (2024): Caspar David Friedrich – Der Landschaftsmaler. Imhof Verlag, Petersberg: 544 S.

    Roloff, A. (2017): Der Charakter unserer Bäume – Ihre Eigenschaften und Besonderheiten. Verlag E. Ulmer, Stuttgart: 252 S

    Schmidt-Vogt, H. (1977): Die Fichte – Handbuch in 2 Bänden. Verlag P. Parey, Hamburg/Berlin

    Staatliche Kunstsammlungen Dresden (Hrsg., 2024): Caspar David Friedrich – Wo alles begann (Ausstellungskatalog). Sandstein-Verlag, Dresden: 432 S.

    Steinhauer, K. & A. (2023): Hochsensibilität ist eine Gabe. SELBSTverlag, Cölbe: 120 S.

    Uhlig, J. (2016): Über den Umgang mit alten Bäumen in einer denkmalgeschützten Parkanlage. Forstwiss. Beiträge Tharandt 18: 173-189

    Winter, K. (2022): Hochsensibilität und Empathie. Emotico, Düsseldorf: 526 S.

    Prof. Dr. Andreas Roloff
    Autor

    Seniorprofessur Baumbiologie

    Technische Universität Dresden

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