Lösung für urbane Baumbestände in Trockenperioden

Wasserspeichergranulat bildet Luftkapazitäten, verlängert Gießintervalle

Terramol speichert Wasser und gelöste Nährstoffe in größeren Bodentiefen und gibt sie bei Bedarf wieder ab. Foto: Dienstleistungsunternehmen Klinke, 16540 Hohen Neuendorf

Heimische Baumarten leiden zunehmend biotischen und abiotischen Stressfaktoren. Zunehmende Lichtverschmutzung (LED-Licht) verlängert in erheblichen Maße die biologische Aktivität und somit den Wasserverbrauch von Bäumen und Pflanzen. Ein Produkt, das gestressten Bäumen das Leben leichter machen kann, ist Terramol.

Nicht toxisch und schwach sauer

Dabei handelt es sich um ein reines Naturprodukt aus gereinigter, gebrannter Molererde (Kieselgur), die aus fossilen feinporösen Ablagerungen von Diatomeenschalen (Kieselalgen) besteht. Es ist umweltfreundlich, nicht toxisch und schwach sauer (pH 5,5) und hat eine Absorptionsfähigkeit von rund 110 Prozent. Terramol ist eine gesunde Option zur Wasserspeicherung sowie Belüftung im Wurzelraum.

Erdgeschichtlich ist das Material rund 50 Millionen Jahre alt. Die Lagerstätten auf den Inseln Fur und Mors im Norden Dänemarks werden im Tagebau durch die Gesellschaft Imerys Industrial Minerals Denmark A/S abgebaut und aufbereitet. Durch entsprechende Temperaturbehandlung wird Terramol entweder bei knapp150 °C getrocknet oder bei 500 ° gebrannt (oberflächengehärtet). Terramol zeichnet sich durch eine hervorragende Verteilbarkeit aus und bindet freie Feuchtigkeit (Wasser, Düngerstoffe und vieles mehr) sowie Luft reversibel in seinem Kapillaren-System.

Terramol hält Wasser und Nährstoffe im Wurzelbereich und verlängert erheblich die Gießintervalle. Zudem speichert es Wasser und gelöste Nährstoffe in größeren Bodentiefen und gibt sie bei Bedarf wieder ab. Es besteht eine lebenslange Dränagewirkung durch stabile Granulate, und Staunässe im Wurzelraum wird durch Terramol verhindert. Durch die Feuchtigkeitsbindung wird außerdem die Gefahr von Pilzbefall reduziert. Dank des pH-Werts von 5,5 optimiert das Granulat so auch die Aufnahme von im Boden befindlichen Spurenelementen.

Die Einbringtechnik erfolgt mit druckluftgetriebener Lanze konform ISO-8573-1 und kalibrierten Dosiersystem mit regelbarem Druck. Die Ausbringung sollte durch geschultes sowie zertifiziertes Personal ausgeführt werden. Der Wurzelraum wird in diversen Bodenschichten belüftet (aerifiziert) und verdichte Schichten werden aufgebrochen. Im gleichen Arbeitsgang die kalkulierte Menge Terramol 1-3 mm in den geweiteten Poren und Kavernen (Injektionslöcher) eingeblasen. Bei beispielsweise einer Lanzenlänge von 1,4 m kann man nach Bodenverhältnissen aufgelockerte Tiefen von 5 bis 7 m erreichen, wobei natürlich die Infrastruktur eine entscheidende Rolle spielt.

Weshalb so tief? Man möchte einen permanenten Gasaustausch, ein schnelles Versickern von Gieß- und Regenwasser mit Terramol-Granulat im Wurzelraum verhindern und die Bodenkapillarität wiederherstellen. Die Bodendürre im tieferen Unterboden ist nicht zu unterschätzen. Die Wurzeltiefe und Wachstum werden durch Bodenverdichtung und ungenügenden Lufthaushalt sowie die Bodenstruktur negativ beeinflusst. Ändern sich diese, wachsen die Wurzeln durch Luft- und Nährstoffmangel nach oben. Dadurch werden Straßen- und Gehwegbeläge bekanntlich hochgehoben und beschädigt.


Das Wasserspeichergranulat Terramol aus gereinigter, gebrannter Molererde kann gestressten Bäumen das Leben leichter machen. Foto: Dienstleistungsunternehmen Klinke, 16540 Hohen Neuendorf

Wurzeln erziehen und leiten

Wurzeln wachsen bekanntlich dem Wasser nach, wodurch mit Terramol auch ein großer Wurzelraum und Standfestigkeit erreicht wird. Beiläufig wird in gelockerten Böden und Substraten die Speicherung von CO2 erhöht. Das vertikale Injektionsloch wird mit Terramol beispielsweise 1-3 mm oder 3-6 mm verfüllt. Zusätzlich kann man auch mittels Luftdruck größere Kavernen direkt im Wurzelraum herstellen, mit zusätzlicher Wasser - und Luftspeicherung.

Die Beimischung von organischen Superabsorber (Polyacrylaten, wie in Babywindeln) kann man in Erwägung ziehen; im Gegensatz zu Terramol (lebenslang) halten diese aber nur maximal drei bis vier Jahre. Ein Baum mit optimaler Wasserversorgung und -speicherung sowie Gasaustauch ist besser gewappnet gegen Stressfaktoren sowie Schädlinge und Viren.

Das Terramol-Granulat kann man bei Neupflanzungen einmischen, als Substratbeimischung, einharken oder einfräsen, in geschlossenen Pflanzkübeln gegen Staunässe einbringen, bei Containerpflanzen, zur Rollrasenverlegung oder bei der Dachbegrünung verwenden für Hydrokulturen, Weinbau, Geo- und Injektionsprojekten. Das Granulat hat sich nach Anwenderangaben hervorragend bewährt bei Grundwasserabsenkungen in unmittelbarer Nähe von Baumbeständen. Terramol ist international zugelassen.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 10/2021 .

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