Weiterentwicklung des "Weißbuch Stadtgrün"
Bundesbauministerin Hubertz stellt Agenda "Stadt grün-blau" vor

Breit angelegter Dialogprozess
Vor ihrer Veröffentlichung stand ein breit angelegter Dialogprozess mit einem gleichnamigen Netzwerk. Beteiligt daran waren neben verschiedene Bundesministerien auch Vertreter von Verbänden und Vereinen, Stiftungen sowie Fachakteuren aus Wissenschaft und kommunaler Praxis. Begleitet von dem Konsortium Urbanizers eG, bgmr Landschaftsarchitekten GmbH und plan zwei GbR erarbeiteten sie, wie der Bund und seine Partner Städte und Gemeinden gezielter bei der Weiterentwicklung ihrer Grün- und Freiraumentwicklung unterstützen kann.
Im Mittelpunkt die Agenda „Stadt grün-blau“ stehen konkrete Maßnahmen, mit denen Städte die Grünflächen stärken und Wasser besser in ihre Planung integrieren können: Etwa, um Hitze zu reduzieren, die Gesundheit zu fördern und öffentliche Räume attraktiver zu gestalten. Die Agenda setzt dabei klare Schwerpunkte für die laufende und kommende Legislaturperiode.
Gegliedert in fünf Fokusthemen
Ziel ist es, eine grüne und wassersensible Stadtentwicklung stärker ressort- und fachübergreifend umzusetzen. Denn Grün und Wasser leisten einen wichtigen Beitrag für klimaresiliente, gesunde und soziale Städte, in denen sich Menschen gerne aufhalten, bewegen und sich begegnen.
Das Handlungsprogramm ist in fünf Fokusthemen gegliedert: Im Fokus „Grün-blau vital“ geht es um die wassersensible Stadtentwicklung und das Prinzip der Schwammstadt. Der Fokus „Grün-blau gesund“ adressiert die Bedeutung urbanen Grüns für Gesundheit und Vorsorge. Der Fokus „Grün-blau sozial“ beleuchtet den Beitrag grün-blauer Infrastruktur für soziale Teilhabe, gutes Zusammenleben und Umweltgerechtigkeit.
Der Fokus „Grün-blau statt grau“ betrachtet die Nutzung von Flächenpotentialen – von Schulhöfen bis zu Straßenräumen – die für grün-blaue Infrastruktur mobilisiert werden können. Der Fokus „Grün-blau kompetent“ befasst sich mit Querschnittsthemen wie Daten, Digitalisierung sowie Planungsinstrumenten und soll bis zum Herbst dieses Jahres bearbeitet werden.
NL-Stellenmarkt


„Jeder neue Baum macht einen Unterschied“
„Grün in der Stadt ist kein Extra, das man sich irgendwann leistet - es gehört ganz selbstverständlich dazu, wenn wir unsere Städte fit für die Zukunft machen wollen“, sagte Bundesbauministerin Hubertz auf dem Bundeskongress in Berlin:
„Jeder entsiegelte Platz, jeder neue Baum und jede begrünte Straße macht einen Unterschied: für kühlere Quartiere, bessere Luft und mehr Lebensqualität im Alltag.“ Genau darum gehe es mit der Agenda „Stadt grün-blau“. Sie zeige ganz konkret, wie man gemeinsam mit den Partnern im Netzwerk „Weißbuch Stadtgrün“ mehr Tempo in die Umsetzung bringen könne, damit die Städte nicht nur baulich wachsen, sondern durch Stadtgrün und Wasser auch lebenswerter werden.
Beim Bundeskongress im Mai kamen zahlreiche Vertreterinnen des Netzwerks zu Wort, darunter kommunale Spitzenverbände, Bundesressorts sowie Verbände, Vereine und Stiftungen, die an der Agenda mitgewirkt haben. Im Mittelpunkt stand die gemeinsame Umsetzung.
Denn die grün-blaue Infrastruktur in den Städten ist für das Bundesbauministerium kein Hindernis für schnelleres Bauen, sondern eine wichtige Voraussetzung dafür. Im Zusammenspiel mit Maßnahmen wie dem Bau-Turbo, der Novellierung des Baugesetzbuch-Upgrades und europäischen Vorgaben zur Wiederherstellung der Natur bildet sie einen integralen Bestandteil moderner und zukunftsfähiger Stadtentwicklung.
cm/BMWSB
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