Attraktivität und Herausforderungen im GaLaBau

Wie kommt die Generation Z in die grüne Branche?

Der Beruf des Landschaftsgärtners erfreut sich unverändert großer Beliebtheit. Doch die Anzahl neuer Auszubildender ist im vergangenen Jahr um 3,3 Prozentpunkte gesunken. So das Ausbildungsförderwerks Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (AuGaLa). Grund genug, sich Gedanken über die Wege zu machen, wie Auszubildende zum Garten- und Landschaftsbau finden. Eine aktuelle Umfrage unter rund 600 GaLaBau-Azubis liefert Antworten.
AuGaLa Ausbildung und Beruf
Unter den Social-Media-Kanälen ist Instagram der führende Einstiegspunkt in die Ausbildung, dicht gefolgt von TikTok und YouTube. Grafik: AuGaLa

Empfehlungen aus dem persönlichen Umfeld waren der häufigste Grund, warum sich junge Menschen für die Ausbildung als Landschaftsgärtner entschieden haben – nämlich 46,61 Prozent, also nahezu die Hälfte. Direkte, persönliche Kontakte stellen damit den bedeutendsten Weg in die grüne Branche dar.

12,5 Prozent wurden auf Jobbörsen oder Berufs- und Ausbildungsmessen auf die Ausbildungsmöglichkeit im GaLaBau aufmerksam. Auch die Berufsorientierung in der Schule (8 %) sowie die eigene Suche per Google (6,68 %) sind relevante Entscheidungshelfer. Mit nur circa 9 Prozent spielen die sozialen Medien eine vergleichsweise untergeordnete Rolle. Bei den übrigen 12,69 Prozent, die "andere Beweggründe" angaben, sind Praktika und frühere Tätigkeiten im GaLaBau sowie die persönliche Leidenschaft für dieses Berufsfeld ausschlaggebend gewesen.

Auffallend ist, dass die befragten Azubis eher selten über Social-Media-Kanäle auf den GaLaBau-Ausbildungsberuf aufmerksam geworden sind. Wenn, dann am ehesten über Instagram (76,92 %), gefolgt von TikTok (40,38 %) und YouTube (26,92 %). Andere Plattformen wie Snapchat oder Facebook spielen keine Rolle.

Eine größere Bedeutung kommt den sozialen Medien zu, wenn es um die Frage geht, wie sich junge Menschen detailliertere Informationen über den Ausbildungsberuf oder über den möglichen Ausbildungsbetrieb besorgen. 42,58 Prozent machen sich über die Website des Unternehmens schlau, 19,64 Prozent über die Social-Media-Kanäle der infrage kommenden Firma. Auch die Berufsinformationsplattform www.landschaftsgaertner.com (17,9 %) sowie die Angebote der Bundesagentur für Arbeit (17,47 %) sind bei der digitalen Recherche von Relevanz.

Ergänzt werden die Ergebnisse der Azubi-Umfrage von einer Employer-Branding-Studie, die von der Hamburger Agentur "pilot" durchgeführt wurde. In der Studie wurden zwei Werbevideos aus der digitalen AuGaLa-Kampagne genauer untersucht. Der Fokus lag darauf, wie Unternehmen im Garten- und Landschaftsbau ihre Arbeitgebermarke gezielt stärken können, um insbesondere junge Menschen der Generation Z anzusprechen.

Ein zentrales Ergebnis der Studie ist, dass etwa ein Drittel der befragten Jugendlichen die digitale AuGaLa-Kampagne kennt. Besonders auffällig ist, dass sich vor allem die 16- bis 22-Jährigen gut an die Werbevideos erinnern. Die beiden Videos zeigen Wirkung: 67 Prozent bewerteten die Videos mit "gut" oder "sehr gut" und knapp 60 Prozent der Befragten fühlte sich nach dem Anschauen der Filme motiviert, sich weiter über die Ausbildung zu informieren. ae/AuGaLa

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