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Wiener Architekten entwerfen üppig begrüntes Stadtbaumhaus

Der Entwurf des Stadtbaumhauses zeigt einen grünen Hotspot, der sich über drei Stockwerke und rund 130 m² erstreckt. Grafik: Mathias Bank

Immer wieder Wien: Nachdem die österreichische Hauptstadt im vergangenen Jahr als European City of the Trees ausgezeichnet wurde, gehen von ihr erneut Impulse fürs Stadtgrün aus. Protagonist ist dieses Mal das Wiener Architekturbüro smartvoll, das kürzlich den Entwurf eines Stadtbaumhauses vorgestellt hat. Dabei handelt es sich um einen üppig begrünten Dachbodenausbau, der Überhitzung verhindern und urbane Biodiversität erhalten soll.

Der Entwurf des Stadtbaumhauses zeigt einen grünen Hotspot, der sich über drei Stockwerke und rund 130 m² erstreckt. Zunächst müsste der Dachstuhl entfernt werden, an dessen Stelle das Baumhaus nach oben wachsen würde. Eingerahmt von Bäumen und begrünten Feuermauern, soll es nur knapp 50 Prozent der Dachbodenfläche beanspruchen. Im oberen Bereich des Stadtbaumhauses sollen Büro, Wohnküche sowie Wohnzimmer zu finden sein. Im Stockwerk darüber wiederum das Schlafzimmer mit Panoramablick, der sich auch aus dem angrenzenden Bad bietet. Nur Glas trennt den Bade- vom Grünraum.

Das Verhältnis von grüner Umgebung zum Gebäude teilt sich etwa zur Hälfte, woraus ein Wechselspiel zwischen Intimität und Großzügigkeit entstehen soll. Als Herzstück des Entwurfs benennen die Architekten den Essküchen-Bereich, der als Hybrid aus Outdoor- und Indoorküche konzipiert ist. Idealerweise würden smartvoll Architekten die Stadtbaumhäuser im 16. Wiener Gemeindebezirk ansiedeln, da es dort enorm an Grünflächen mangelt. Das hat historische Gründe: Weil in diesem Teil der Hauptstadt vor allem Arbeiter eine Bleibe fanden, wurde der Wohnungsbau massiv forciert - und macht den Bezirk wohl zum grausten Wiens.

Das soll sich durch die Stadtbaumhäuser ändern. Bei allem Gestaltungseifer der Architekten gilt es aber festzuhalten: Bisher ist das Stadtbaumhaus lediglich ein Planspiel, für das sich noch kein Bauherr gefunden hat. Dass die Wiener Idee die Green Building-Debatte belebt, liegt allerdings auf der Hand. hb

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 04/2022 .

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