Wohnungsbau-Genehmigungen: +8,4 Prozent gegenüber Vorjahr

Im Januar wurde in Deutschland der Bau von 19.500 Wohnungen genehmigt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 8,4 Prozent oder 1.500 Baugenehmigungen mehr als im Januar des Vorjahres.
Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) Wohnungsbau
„Einen vorsichtigen Aufwärtstrend, der sich in diesem Jahr fortsetzen dürfte“, sieht Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie. Foto: HDB/Bollhorst

Dabei stieg die Zahl der genehmigten Wohnungen im Neubau um 7,4 Prozent oder 1.100 auf 16.400. Die Zahl genehmigter Wohnungen, die durch den Umbau bestehender Gebäude entstehen, stieg im Januar 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat um 13,5 Prozent oder 400 auf 3.100.

In neu zu errichtenden Wohngebäuden wurden im Januar 2026 insgesamt 16.000 Wohnungen genehmigt, das waren 6,0 Prozent oder 900 Neubauwohnungen mehr als im Vorjahreszeitraum. Dabei stieg die Zahl der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser um 12,6 Prozent (+400) auf 3.800.

Bei den Zweifamilienhäusern nahm die Zahl genehmigter Wohnungen um 26,1 Prozent (+300) auf 1.200 zu. In Mehrfamilienhäusern, der zahlenmäßig stärksten Gebäudeart, genehmigten die Bauaufsichtsbehörden 10.500 Neubauwohnungen. Das war einen Anstieg um 7,1 Prozent (+700) gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

„Bei den Genehmigungen für den Neubau von Mehrfamilienhäusern, auf die zwei Drittel des Neubaus entfallen, sehen wir seit 2025 einen vorsichtigen Aufwärtstrend, der sich in diesem Jahr fortsetzen dürfte“, kommentierte Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie (HDB).

„Die Zahl der Baugenehmigungen für Ein- und Zweifamilienhäuser hat zwar im vergangenen Jahr ebenfalls die Talsohle durchschritten, aber befindet sich zum Jahresstart 2026 mit rund 5.000 genehmigten Wohnungen (+15,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat) immer noch auf einem historisch sehr niedrigen Niveau.“

Es würden sich auch neue Risiken ergeben, so Müller: Im Februar hätten mehr als die Hälfte der vom Ifo-Institut befragten Wohnungsbauunternehmen witterungsbedingte Behinderungen ihrer Bautätigkeiten gemeldet. Zudem hätten sich seit Beginn des Krieges im Nahen und Mittleren Osten die Spritpreise stark erhöht.

„Da rund 40 Prozent des Energieverbrauchs im Baugewerbe auf Diesel entfällt, sind die Unternehmen unmittelbar betroffen. Sollte die Situation weiter anhalten, müssen Lösungen gefunden werden, damit die Risikolast fair verteilt und getragen werden kann.“

Destatis/HDB

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