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Zahl junger Geflüchteter in dualer Ausbildung verdreifacht

Hamed Azimi (l.) aus Afghanistan arbeitet inzwischen als Hilfsausbilder auf dem Gärtnerhof Jeutter bei Göppingen. Vorarbeiter Philipp Kümmerle (r.) schätzt ihn sehr. Foto: Gärtnerhof Jeutter

Junge Geflüchtete haben in den letzten Jahren für die duale Ausbildung an Bedeutung gewonnen. Betriebe bildeten 2020 mit 10 Prozent rund dreimal so viel junge Geflüchtete aus wie drei Jahre zuvor. Zu diesem Ergebnis kommt eine Auswertung des seit 2011 jährlich erhobenen Qualifizierungspanel des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).

Der Anteil der Unternehmen, die Geflüchtete als Auszubildende beschäftigen sei von 7,2 Prozent im Jahr 2016 auf 10,1 Prozent im Jahr 2019 deutlich angestiegen, schreibt BIBB-Forscher Dr. Christian Gerhards in einer aktuellen Studie. Im gleichen Jahr sei der Anteil von Ausbildungsbetrieben, die Geflüchtete ausbilden, auf 13 Prozent gestiegen. 2020 betrug der Anteil dieser Ausbildungsbetriebe noch 10 Prozent.

Die Wahrscheinlichkeit, dass sich unter den Auszubildenden mindestens eine geflüchtete Person befindet, steigt mit der Betriebsgröße, stellte Gerhards fest. So hatten 2020 rund 5 Prozent der Betriebe mit bis zu 19 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (SVB) Geflüchtete unter den Auszubildenden, während es im gleichen Jahr bei Großbetrieben ab 200 SVB 21 Prozent waren.

Über dem Durchschnitt lag danach das verarbeitende Gewerbe (17 %) sowie überwiegend persönliche Dienstleistungen wie das Hotel- und Gaststättengewerbe sowie Post-, Kurier- und Expressdienste (12 %). In Ostdeutschland ist der Anteil von Betrieben mit Geflüchteten unter den Auszubildenden mit 5 Prozent etwa halb so hoch wie in Westdeutschland (11 %).

Eine hohe Konstanz in der Ausbildung Geflüchteter beobachtet das BIBB in der Bauwirtschaft (18 %) und im verarbeitenden Gewerbe (14 %). Auch Handwerksbetriebe bilden stetig Geflüchtete aus (14 %). Bei den überwiegend persönlichen Dienstleistungen lag der Anteil von Betrieben mit Geflüchteten-Azubis zwischenzeitlich sogar bei 27 Prozent, sank dann aber auf 12 Prozent.

"Die Ergebnisse der vorliegenden Analysen auf der Datenbasis des BIBB-Betriebspanels verdeutlichen, dass für viele Betriebe die Ausbildung Geflüchteter ein Potenzial darstellt, ihren Fachkräftebedarf zu decken", kommentiert BIBB-Forscher Gerhards. Bei den jüngst in Deutschland eingetroffenen Geflüchteten aus der Ukraine bleibe "abzuwarten, ob sie sich bei deutschen Betrieben um einen Ausbildungsplatz bewerben werden". cm/BIBB

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 10/2022 .

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