Freigelände ausgebucht, rund 50.000 Besucher erwartet
70. NordBau stellt Klimaanpassung in den Mittelpunkt

Aus diesem Anlass wird der Botschafter für das Königreich Dänemark, Thomas Østrup Møller, gemeinsam mit dem schleswig-holsteinischen Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen, sowie der Hamburger Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Karen Pein, die Messe eröffnen. Auf 69.000 m² Freigelände und über 20.000 m² Hallenfläche werden rund 50.000 Messebesucher und 700 Aussteller aus 15 Ländern erwartet.
Auf der NordBau werden die neuesten Entwicklungen in Sachen Maschinentechnik, Arbeitsschutz, Effektivität sowie innovative Baumaterialien und -stoffe gezeigt. Neben der Vielfalt an Baumaschinen, Baugeräten, Nutzfahrzeugen, Werkzeugen und Zubehör präsentiert die Messe wieder zwei Sonderthemen, die die Branche prägen werden. Ein Schwerpunkt ist temperaturabgesenkter Asphalt und die damit einhergehende Frage, wie die nun geltende EU-Richtlinie umgesetzt werden kann.
Die Einsparung von CO2 und Energie spielt nicht nur im Gebäudesektor und bei der Wärmewende eine Rolle, sondern auch im Straßenbau. Hier gilt seit Januar 2025, mit einer Übergangszeit bis Ende 2026, eine neue EU-Richtlinie für den Einbau von Asphalt: Nur noch temperaturabgesenkter Asphalt darf eingebaut werden. Dadurch, dass die Temperatur bei der Asphaltherstellung um circa 30–50 °C niedriger ist, wird der Aerosole-Arbeitsplatzgrenzwert auf nur noch 1,5 mg/m³ festgelegt. Bisher lag er bei 10 mg/m³. Die Neuerung bringt Herausforderungen für alle am Prozess Beteiligten.

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Messesonderthemen greifen wichtige Impulse auf
Die in Partnerschaft mit dem Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein, dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr Mecklenburg-Vorpommern, dem Deutschen Asphaltverband und anderen entstandene Sonderschau in Halle 6, soll bereits erfolgreiche Beispiele dieser neuen Asphaltvariante zeigen und Raum zum gegenseitigen Austausch bieten, um nach der Übergangsfrist die neuen Vorgaben einhalten zu können. Sie gibt Antworten darauf, welche Umstellung bei den Geräten vorgenommen werden muss, unter welchen Außentemperaturen und in welchem zeitlichen Rahmen der neue Asphalt eingebaut werden kann oder welche Komponenten beigemischt werden müssen, um die notwendige Qualität zu erreichen.
Ein zweites Sonderthema der Baufachmesse widmet sich der Fassadenbegrünung. Zusammen mit dem Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (FGL) Schleswig-Holstein sowie Haus & Grund Schleswig-Holstein wird das Thema für Immobilienbesitzer und Kommunen umgesetzt. In Halle 8 soll an einer Teilfassade in Originalgröße gezeigt werden, welche Bepflanzungsvarianten möglich sind und welche positiven Auswirkungen damit einhergehen. Temperaturregulierung durch Begrünung wird in wärmer werdenden Städten immer wichtiger. Das wirkt sowohl ins Gebäude also auch in die Umgebung, in dem sich die Temperaturen durch den Einsatz von Grün merklich reduzieren lassen.
CONBAU Nord und Ausstellung IT Digital/BAU DIGITAL
Der zur vergangenen NordBau erfolgreich gestartete Baukongress CONBAU Nord wird in diesem Jahr unter dem Titel "Wohnungsbau in der Transformation – Wärmewende, Demografie und Standards" fortgeführt und findet am 10. und 11. September parallel zur Messe statt. Die Themen wurden im Vorfeld von den Kongressveranstaltern, der Technischen Hochschule Lübeck, der AG für zeitgemäßes Bauen, der Investitionsbank Schleswig-Holstein sowie der NordBau, erarbeitet. Zentrale Fragen sind, wie die Wärmewende sozialverträglich gelingen kann, welche Standards Innovation einschränken oder fördern, aber auch wie der Wohnungsbau auf den demografischen Wandel reagieren kann. Die branchenübergreifende Netzwerkveranstaltung wird begleitet von Fachvorträgen hochkarätiger Experten.
Der Einsatz spezialisierter, digitaler Branchenlösungen unterstützt Fachfirmen bei der täglichen Arbeit und bei der Optimierung der Planungs-, Bau- und Verwaltungsprozesse. Die Initiative IT am Bau/BAU DIGITAL der Gesellschaft zur Förderung des Deutschen Baugewerbes (GFB) und des Zentralverbandes Deutsches Baugewerbe (ZDB) – in Halle 1 – will die Besucher der NordBau in diesem Prozess unterstützen. Die Präsentation von spezialisierten IT-Lösungen rund um das Thema Bauen bietet den Hintergrund zu Austausch und fachlichen Gesprächen. Bauhandwerksbetrieben und Bauunternehmen werden mehrere Komplettanwendungen präsentiert, die die Abläufe von Büro und Baustelle digital unterstützen. Vom Angebot über die Kalkulation bis hin zur Abrechnung und von der Planung, Disposition bis zur Auftragsnachbereitung beraten kompetente Partner bei der digitalen Optimierung der Betriebsabläufe.
Digitale Lösungen rund um das Thema Fahrzeuge und Maschinen stehen bei der Ausstellung "BAU DIGITAL" im Fokus. Gezeigt werden Anwendungen zum Fuhrparkmanagement, der Fahrzeug- und Geräteortung, zur Maschinendatenerfassung mit Zugangskontrolle, Ferndiagnose sowie Diebstahlschutz. Auch intelligentes Gerätemanagement für den Einsatz auf der Baustelle und zur Gerätekoordination, die Vernetzung und Verwaltung von Maschinen, Arbeitsmitteln, Team und Prozessen sowie zur automatisierten Maschinenabrechnung mittels GPS-Geräte-Tracking und Smartphone-App werden Thema sein. Ein weiterer Ausstellungsschwerpunkt ist das Vermessungswesen.

Nordjob Bau:Technik und Recruiting neuer Fachkräfte
Das branchenübergreifende Thema Personalgewinnung ist ein weiterer Schwerpunkt. Zum 13. Mal Jahr findet die nordjob Bau:Technik statt, auf der sich Schülerinnen und Schüler, die kurz vor dem Einstieg in den Arbeitsmarkt oder ins Studium stehen, über die Berufsmöglichkeiten im Sektor Bau informieren können. Vorbereitet und angeleitet durch die Mitarbeiter des Instituts für Talententwicklung (IfT) gehen rund 1000 junge Menschen aus dem norddeutschen Raum gezielt in vereinbarte Gespräche mit teilnehmenden Ausstellerfirmen. Erstmals gibt es auf der NordBau einen offenen Mitmachbereich, in dem MINT-Berufe im Fokus stehen und durch Aktionen praktisch ausprobiert und erfahren werden können.
Die NordBau versteht sich seit jeher als Branchentreff. Firmen sind eingeladen, die Messe als Plattform für das Recruiting zu nutzen und Fachbesucher sind willkommen, um sich gezielt nach neuen Karrierechancen umzusehen. Nach der erfolgreichen Premiere auf der NordBau 2024 haben Firmen deshalb auch in diesem Jahr die Möglichkeit sich in Halle 1 gezielt als Arbeitgeber zu präsentieren: für Fachkräfte und Jobeinsteiger. Auftragnehmer und Auftraggeber sollen direkt und unkompliziert in Austausch kommen. Bauindustrieverband und Baugewerbeverband sowie deren Betriebe und namhafte Baukonzerne sind weitere Anlaufpunkte für Beschäftigte im Bauhandwerk und Hochbau.
Ebenfalls in Halle 1 gibt es einen Treffpunkt für Lehre, Forschung und Studierenden-Austausch für Architekten und Ingenieure. Hier präsentiert sich die Initiative Bauwesen, eine Gemeinschaft bestehend aus der Architekten- und Ingenieurkammer Schleswig-Holstein, der Technischen Hochschule Lübeck, der Fachhochschule Westküste und dem BKI, sowie das Forum Kreislaufwirtschaft Bau und die Materialprüfanstalt Schleswig-Holstein.
Die Technische Hochschule Lübeck ist auch an Bord und stellt gemeinsam mit zahlreichen weiteren Partnern das Netzwerk "Recycling im Hochbau und Tiefbau" vor. ph










