Naturnah und rustikal

Historischer Fischereihof mit Pflasterklinker umgestaltet

Die Materialien Holz, Klinker und Reet der Gebäude vor Ort haben die Freiraumgestaltung maßgeblich beeinflusst. Foto: Rolf Lang/Kerawil

Nur wenige Kilometer entfernt vom Timmendorfer Strand liegt am Hemmelsdorfer See der Fischereihof. Der Standort einer historischen Fischräucherei ist zu einem gemütlichen Zielort mit Fischrestaurant, Räucherei und Betreiberhaus umgestaltet worden. Wesentlich zum Charakter des Ortes trägt der individuell gestaltete Pflasterklinker im Riegelformat von Kerawil bei.

Charaktervoller Klinker individuell entwickelt

Verlegt wurde im Fischgrätmuster und mit einem einheitlichen Fugenbild. Verwendet wurde ein Riegel-Klinker im Format 240 x 71 x 71 mm ohne Fase. Foto: Rolf Lang/Kerawil

Die Außenflächen der Gastronomie und die Wege mit insgesamt 2036 m² wurden mit Kerawil Pflasterklinkern realisiert. In der Zusammenarbeit mit dem Architektenbüro, der Landschaftsarchitektin und dem Bauherrn hat Kerawil eigens eine Variation aus der Grundfarbe Flammenbunt mit einem erhöhten Gelbanteil gefertigt. Am Standort kommt ausschließlich dieser Farbton zum Einsatz. Im Sonnenlicht entfaltet der Pflasterklinker sein fein nuanciertes Farbspiel, womit er im Kontrast zur blau-grünen Wasserfläche steht. Überwiegend wird am Standort ein Riegel-Klinker im Format 240 x 71 x 71 mm ohne Fase genutzt. Dieses schmale Format ist im Fischgrätmuster und mit einem einheitlichen Fugenbild verlegt. So verstärkt es zusätzlich den naturnahen und rustikalen Charakter des Ortes und nimmt auch inhaltlich Bezug zur Nutzung des Ortes als Fischereihof.

Auf den Gastronomie-Außenflächen, im rückseitigen Bereich und beim Fahrradterminal wurde ein Klinker im Standardformat 240 x 118 x 71 mm ohne Fase eingesetzt und im Reihenverband verlegt. Auf den PKW-Parkflächen kommt ein Unterrasenklinker in der Größe 240 x 120 x 105 mm zum Einsatz.

Pflasterfläche bindet Gebäude zusammen

Die farblich homogene Pflasterfläche fasst den Ort sichtbar ein und bindet so die Gebäude zu einem Ensemble zusammen. Wiederum die unterschiedlichen Pflasterklinker-Formate sowie die verschiedenen Verlegearten erzeugen in sich geschlossene Flächen und eine ablesbare Gliederung hinsichtlich ihrer Funktionen, zum Beispiel zum Abheben der Zuwegung von den Gastronomieflächen. Der Verbandswechsel wird durch ein Band aus Pflasterklinkern oder Natursteinen gekennzeichnet.

Die Materialien Holz, Klinker und Reet der Gebäude vor Ort haben die Freiraumgestaltung maßgeblich beeinflusst. Die Landschaftsarchitektin Urte Schlie suchte einen Pflasterklinker, der gänzlich zu dem charakteristischen Gebäudeensemble und den gedämpften Tönen der Backsteinklinker-Fassaden passt. Die Entscheidung fiel auf den Kerawil-Klinker. Aufgrund seiner individuellen Farbigkeit und des Riegel-Formats eignete sich der Pflasterklinker am besten für die traditionsbewusste Platzgestaltung.

Pflasterklinker: Beständig und strapazierfähig

Bei Naturmaterial wie Klinkern kann das farbliche Erscheinungsbild durch den Brand geringfügig variieren. Kerawil legte jedoch während des Brennprozesses großen Wert auf Farbverbindlichkeit, so dass die Qualität wie bemustert geliefert werden konnte. Darüber hinaus wurde im Bauablauf dafür Sorge getragen, dass die Sortierung farblich zu den Hochbaufassaden passt.

Aufgrund des Brennverfahrens ist der Pflasterklinker extrem beständig, strapazierfähig und farbecht. Mit seiner Unempfindlichkeit gegenüber Witterungsverhältnissen und seiner pflegeleichten Oberfläche erhält der Pflasterklinker das gemütliche Ambiente des Ortes dauerhaft. Darüber hinaus erfüllt er mit Rutschfestigkeit und Trittsicherheit die hohen Anforderungen an die Sicherheit öffentlicher Plätze.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 04/2017 .

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