Ausgezeichnete Privatgärten und Naturpools

Sächsischer Garten- und Landschaftspreis vergeben

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Die Jury überzeugte die Umgestaltung des 570 m² großen Hausgartens in Dippoldiswalde mit seinem minimalistischen Entwurf. Foto: VGL Sachsen

Der sächsische Umwelt- und Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt hat im Oktober im Großen Festsaal des Stadtmuseums Dresden die Teilnehmer des Wettbewerbs "Preis des sächsischen Garten- und Landschaftsbaus 2016" ausgezeichnet. Schmidt hob die hohe Qualität der im Verband vereinigten Fachbetriebe hervor. Er teilte mit, dass die sächsische Staatsregierung diesen Wettbewerb auch in den kommenden Jahren fördern werde.

Am Wettbewerb 2016 hatten sich 18 sächsische Fachbetriebe beteiligt. Als Vertreter der Jury stellten Landschaftsarchitektin Dorothea Roggan und Prof. Johannes Diebel die Preisträger vor. Sie betonten, dass ihnen die Vergabe der ersten Preise und der Sonderpreise in diesem Jahr angesichts der überaus hervorragenden Qualität der eingereichten Arbeiten besonders schwer gefallen war. Die Preise wurden in drei Kategorien vergeben.

Private Hausgärten

Der erste Preis in dieser Kategorie erhielt die Fima perspektive.grün Huth, Seegeler GbR aus Moritzburg. Die Jury überzeugte die Umgestaltung des 570 m² großen Hausgartens in Dippoldiswalde mit einem in der Konsequenz minimalistischen Entwurf. Mit Hilfe sehr gewählter Materialien und einem noblen Farbkonzept sei ein Highlight modernen Gartendesigns auf begrenzter Fläche entstanden.

Ein Sonderpreis ging an English Gardens, Inhaber Jan Matthes, aus Dresden mit einem Reihenhausgarten Niedersedlitz. Mit diesem Projekt wurde die wunderbare Gestaltung eines kleinen Reihenhausgartens gewürdigt, die sich sehr bewusst auf die Wirkung der Pflanze verlässt. Mit einem weiteren Sonderpreis wurde das Projekt "Privatgarten Neukirch in der Lausitz" der Fachfirma Hansel Garten- und Landschaftsbau GmbH gewürdigt.

Die Jury hob hervor, dass ein Garten mit unterschiedlich nutzbaren Erlebnisräumen und neuer Aufenthaltsqualität für die drei Generationen der beauftragenden Familie geschaffen wurde.

Naturpool im Villengarten in Dresden: Der Pool erfüllt alle Anforderungen an die biologische Wasseraufbereitung in einer modernen, eleganten Formensprache. Foto: VGL Sachsen

Bei der Gestaltung der Anlage in Wilsdruff sei ein großzügiger gemeinsamer Freiraum, der 15 moderne Häuser umgibt, entstanden, lobte die Jury. Foto: VGL Sachsen

Wohn- und Arbeitsumfeld

Der erste Preis wurde an die Fachfirma Mörbe & Co. GmbH Grünanlagenbau aus Neupurschwitz für das Projekt "Wohnsiedlung Am Obstgarten in Wilsdruff OT Herzogswalde" vergeben. Die Jury hob hervor, dass das Motto "Wohnen wie in den Ferien" bei der Neuanlage der Wohnsiedlung in Wilsdruff sehr engagiert, ökologisch nachhaltig und ästhetisch originell umgesetzt worden sei. Nicht die traditionelle Eigenheimidee mit kleinen, gegen Einblicke möglichst perfekt geschützte Gärtchen war hier Maßstab des Handelns. Entstanden sei ein großzügiger gemeinsamer Freiraum, der 15 moderne Häuser umgibt, die auch gemietet werden können.

Ein Sonderpreis erhielt Hansel Garten- und Landschaftsbau GmbH für das Projekt "Elbschlösschen Villenanwesen Wachwitzhöhe". Die Planung erfolgte durch A. Ecklmann in der ausgezeichneten Firma. Die Außenanlagen einer historischen Villa am Elbhang wurden mit diesem Projekt saniert, gesichert und auf die Ansprüche des neuen Besitzers bezogen umgestaltet. Der Sonderpreis würdige die überzeugende Bewältigung komplexer Herausforderungen durch die besondere Steilhanglage und die Sanierungsanforderungen einer historischen Gartenanlage mit Hilfe zeitgemäßer Techniken und bewährter Handwerkskunst.

Landschaftsgärtnerische Spezialgebiete

Die Fachfirma Eyßer Schöne Gärten e. K., Dresden, wurde für das Projekt "Naturpool im Villengarten" an einer Dresdner Villa ausgezeichnet. Statt des ursprünglich angedachten Swimmingpools wurde ein repräsentativer Naturpool eingefügt. Der Pool erfüllt alle Anforderungen an die biologische Wasseraufbereitung in einer modernen, eleganten Formensprache, die sehr gut in den Kontext eine Villengartens passt. In einem innovativen Verfahren erfolgte die vollbiologische Klärung des Wassers trotzt des stark verkleinerten Filterbereichs.

Ein Sonderpreis ging an die Firma Garten- und Landschaftsbau Herfurth GmbH aus Starbach mit dem Projekt "Erneuerung von Trockenmauern im Bereich der Merbitzer Bauernberge". Die Planung lag beim Landschaftsarchitekten Michael Müssiggang, EIBS GmbH, Dresden. Die Merbitzer Bauernberge sind als Weinberg mit Mauern, Portalen und Hütte ein geschütztes Kulturdenkmal. Die vor über 100 Jahren errichteten freistehenden Trockenmauern, bestehend aus dem vor Ort anstehenden Pläner, waren teilweise bereits eingestürzt oder einsturzgefährdet. Jürgen R. Prigge, Dresden

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 12/2016 .

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