Pflanzenverwendung

Echinacea paradoxa - Sonnentänzer für Steppenpflanzungen

von:

Das Paradoxe an diesen Scheinsonnenhüten ist wohl ihre Blütenfarbe. Während ihre Verwandten in purpur, rosa, hellrosa blühen, zeigen sie sich in einem warmen Gelb. Ihre locker stehenden Blütenköpfe mit den typisch hängenden Blütenblättern leuchten von Juni bis August. Sie haben lanzettliche, parallelnervig geaderte Blätter und erreichen mit ihren unbehaarten Stielen etwa eine Höhe von 80 cm. Nach der Blütezeit geben die Samenstände den Pflanzungen noch bis in den Winter hinein eine attraktive Struktur. Ihr Name leitet sich vom griechischen echinos - Igel ab. Hiermit sind wohl die stacheligen Samenstände gemeint, welche in der tiefstehenden Sonne braun leuchten.

Das natürliche Verbreitungsgebiet von Echinacea paradoxa ist sehr begrenzt, es liegt in den Ozark Mountains in Arkansas und Missouri. Hier kommen sie vorwiegend in Prärien und auf Lichtungen vor, wo sie aber sehr selten geworden sind. Die gelben Scheinsonnenhüte können mit allen anderen Echinacea-Arten hybridisieren und sind ein beliebter Kreuzungspartner in der modernen Züchtung. So entstehen viele Sorten mit bizarren Blütenfarben, die in den Gärtnereien viel verkauft werden. Leider sind diese Sorten oft nicht sehr ausdauernd.

Der gelbe Scheinsonnenhut ist sehr langlebig, wenn er nicht von anderen Pflanzen bedrängt wird. Sie benötigen einen warmen, sonnigen Standort und einen durchlässigen, trocken bis frischen Boden. Sie sind natürlich optimal mit anderen Vertretern der Misch- und Kurzgrasprärien zu kombinieren. So sind Pflanzungen mit verschiedenen eher grazil wachsenden Warm-Season-Gräsern sehr geeignet, hierzu zählen zum Beispiel das Mexikanischem Federgrasgras (Nassella tenuissima), Tautropfen-Gras (Sporobolus heterolepis), Moskitogras (Bouteloua gracilis) oder das Liebesgras (Eragrostis spectabilis). Andere attraktive Präriestauden sind zum Beispiel der Rote Bartfaden (Penstemon barbatus `Coccineus´, Blaue Bartfaden (Penstemon strictus), Prärie-Lein (Linum lewisii), Indianernessel (Monarda bradburiana), Knollige Seidenpflanze (Asclepias tuberosa var. interior) oder aber auch der Blasse Scheinsonnenhut (Echinacea pallida).

Pflanzpartner jenseits der Prärien Nordamerikas sind natürlich auch denkbar. Hier sind trockenheitsverträgliche Arten mit einem attraktivem Äußeren wie zum Beispiel der Steppensalbei (Salvia nemorosa), Fetthenne (Sedum `Matrona´, S. `Karfunkelstein´), Großblütige Ballonblume (Platycodon grandiflorus), Kleinblütige Bergminze (Calamintha nepeta ssp. nepeta) und diverse andere vorstellbar. Nun wünsche ich ihnen noch eine kreative Zeit und viel Spaß beim Kombinieren.

NL-Stellenmarkt

Relevante Stellenangebote
Landschaftsplaner (m/w/d), Heilbronn  ansehen
Ingenieur/-in für den Garten- und Landschaftsbau /..., Berlin  ansehen
Bau- und Projektleitung Fachbereich Grünflächen..., Berlin  ansehen
Alle Stellenangebote ansehen

Ausgewählte Unternehmen
LLVZ - Leistungs- und Lieferverzeichnis

Die Anbieterprofile sind ein Angebot von llvz.de

Redaktions-Newsletter

Aktuelle GaLaBau Nachrichten direkt aus der Redaktion.

Jetzt bestellen