Tegeler Stadtheide

Berlin bekommt einen Landschaftspark mit Landebahn

Die landeseigene Grün Berlin, größter Auftraggeber für den Garten- und Landschaftsbau in der Hauptstadt, hat ihre Vorplanungen für die zentralen Bereiche des Landschaftsparks der Tegeler Stadtheide präsentiert. Auf 190 ha des stillgelegten Flughafengeländes im Süden des Bezirks Reinickendorf soll bis 2029 für das Land Berlin ein "neuer Typus Park" entwickelt werden.
Berlin Gartengestaltung und Grünflächengestaltung
Die geplante Tegeler Stadtheide aus der Vogelperspektive: Viel Grün für Jogging, Radfahren und Skaten, aber auch ein Schutzreservat für Flora und Fauna. Foto: Atelier Loidl

Dafür stehen insgesamt 48,5 Millionen Euro aus Landes- sowie Ausgleichs- und Ersatzmitteln zur Verfügung. Nach Angaben von Christoph Schmidt, Geschäftsführer der Grün Berlin, ist ein "Freizeit- und Erholungsraum für die Metropole Berlin" geplant, der zugleich als "Schutzreservat für Flora und Fauna" dienen wird. Die Entwicklung des neuen Landschaftsparks stellt zugleich einen "ökologischen Ausgleich" für die unmittelbar angrenzenden Forschungs- und Gewerbebauten der Urban Tech Republic und des Kurt-Schumacher-Quartiers mit rund 5000 Wohnungen dar.

Den Schwerpunkt auf dem Areal des neuen Landschaftsparks bildet die rund 3 km lange und 60 m breite, frühere Landebahn des Airports TXL. Sie bleibt als historische Bestandsstruktur erhalten. Für Aktivitäten wie Jogging, Radfahren, Skaten und weitere Open-Air-Sportarten sind die Bedingungen dort optimal. Entlang der Landebahn werden als besondere Anziehungspunkte Tiny Forests angelegt, kleine Biodiversitäts-Oasen, die die Luft von Schadstoffen und Feinstaub filtern sowie CO2 speichern. Die benachbarte Fauna und Biotope bleiben bestmöglich geschützt.

Ein Heidesteg im Westen des Geländes bietet eine völlig neue Blickperspektive auf die Heide. Dort entsteht eine Landschaftsskulptur, die Aussichtspunkt und Lebensraum für Flora und Fauna ist und im Sinne der Kreislaufwirtschaft die Wiederverwendung von Abbruchmaterial vor Ort fördert. Im Süden des Geländes werden zusätzliche Angebote für Kinder und Jugendliche geschaffen: Spiel- und Sportflächen sind dort ebenso nutzbar wie ein Umweltbildungszentrum mit Formaten für alle Besucher.

Beim Bau der Tegeler Stadtheide sollen Recycling-Materialien verwendet und Zukunftstechnologien wie künstliche Intelligenz, Sensoren und digitales Monitoring eingebaut werden. Die damit generierten, grünen Daten sollen eine Grundlage für weitere Forschung und zur Identifizierung von Best-Practice-Methoden einer zukunftsorientierten Qualifizierung und Bewirtschaftung abgeben.

Die Ideen der Vorplanung sollen nun unter architektonischen, technischen und landschaftsplanerischen Aspekten konkretisiert werden. Im Winter dieses Jahres wird dann die Bauplanungsunterlage (BPU) vorliegen. Es folgen die Genehmigungs- und Ausführungsplanung sowie die Ausschreibung und Vergabe der Bauleistungen. Dann kann der Bau beginnen. Die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2029 vorgesehen. cm/Grün Berlin

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