Nominales Umsatzplus von 2,98 Prozent

GaLaBau steigert seinen Umsatz 2023 trotz Wirtschaftskrise

Deutschlands Garten- und Landschaftsbau hat seinen Umsatz trotz Wirtschaftskrise im vergangenen Jahr erneut gesteigert. Das geht aus der vom Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) veröffentlichten Jahresstatistik hervor.
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Die Umsatzentwicklung in der GaLaBau-Branche seit 2009: Im Jahr 2023 erzielte sie einen Jahresumsatz von 10,33 Milliarden Euro. Grafik: BGL

Danach wuchs der Umsatz der GaLaBau-Betriebe um rund 300 Millionen Euro auf etwa 10,34 Milliarden Euro. Das entspricht einem nominalen Umsatzplus von 2,98 Prozent. Deutlich herausstechen die guten Umsätze im Privatgarten und im öffentlichen Grün.

Den Umsatz haben 19 542 landschaftsgärtnerische Fachbetriebe mit insgesamt 130 722 Beschäftigten erzielt. Ihre Zahl stieg gegenüber dem Vorjahr (19 373 Betriebe) weiter an. Die Anzahl der Betriebe, die in den GaLaBau-Landesverbänden organisiert sind, stagnierte bei 4277 (2022: 4279). Trotzdem erwirtschafteten sie wie im Vorjahr fast zwei Drittel des Gesamt-Umsatzes (62,8 %). Die Gesamtzahl der Betriebe, die nicht Verbandsmitglieder sind, wuchs um 171 auf 15 265.

Wermutstropfen: Energie- und Materialpreise

Einziger Wermutstropfen: Wie jedes Jahr gibt der BGL die nominale Umsatzmesszahl bekannt. Sie ist noch nicht inflationsbereinigt und entspricht deshalb nicht automatisch der tatsächlichen Ertragslage des GaLaBaus. Im vergangenen Jahr wurde der Ertrag durch hohe Energie- und Materialpreise, Zeitverzögerungen durch nicht fertiggestellte Vorgewerke, die Kosten der Digitalisierung sowie einem ungewöhnlich hohen Krankenstand beeinträchtigt. Darauf hatte Baden-Württembergs VGL-Vorstandsvorsitzender Martin Joos bei der Abgabe seines Rechenschaftsberichts vor einem Monat hingewiesen.

Alles in allem hat sich der GaLaBau aber auch vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels und steigenden Wettbewerbs um Fachkräfte als Arbeitgeber gut behauptet: Die Anzahl der Beschäftigten stieg gegenüber 2022 (130 001) leicht auf 130 722 an. Gleichzeitig nahm die Zahl der Betriebe, die Insolvenz anmelden mussten, erkennbar zu. Waren es im Jahr 2022 noch 99 gewesen, stieg die Zahl der insolventen Betriebe vergangenes Jahr auf 113. Es ist die höchste Anzahl seit 2012.

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"Insgesamt zeigt unsere Frühjahrsstatistik ein deutlich positiveres Bild unserer Branchensituation als von vielen erwartet", freut sich BGL-Präsident Thomas Banzhaf. Foto: Martin Rottenkolber/BGL

Anzahl der Beschäftigten und Azubis steigt an

Beliebt bleibt die Ausbildung zum Landschaftsgärtner. Davon zeugen ein weiteres Jahr in Folge steigende Azubi-Zahlen bei den umlagepflichtigen GaLaBau-Betrieben: Dort lernten 2023 insgesamt 8.066 junge Menschen (2022: 7826) in den verschiedenen Ausbildungsjahren. "Insgesamt zeigt unsere Frühjahrsstatistik ein deutlich positiveres Bild unserer Branchensituation als von vielen erwartet", freute sich BGL-Präsident Thomas Banzhaf: "Von einem Einbruch kann keine Rede sein. Wenn die Politik ihre Hausaufgaben macht, haben wir als GaLaBau hervorragende Zukunftsaussichten: auch durch den Umbau der Städte im Klimawandel hin zu grünen, klimaresilienten Schwammstädten."

Auch 2023 blieb der Privatgarten das stärkste Umsatzsegment der GaLaBau-Branche. Mit rund 57,75 Prozent am Gesamtumsatz sank der Anteil an den Auftraggeber-Segmenten gegenüber dem Vorjahr um 1,41 Prozentpunkte. In Euro und Cent stieg er jedoch um 30 Millionen auf 5,97 Milliarden Euro.

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Ein deutliches Umsatzwachstum verzeichnete der Markt des öffentlichen Grüns bereits das zweite Jahr in Folge. 2023 betrug der Umsatz dort 2,01 Milliarden Euro Grafik: BGL

Beste Umsätze im Privatgarten und öffentlichen Grün

Ein deutliches Umsatzwachstum verzeichnete der Markt des öffentlichen Grüns bereits das zweite Jahr in Folge. Dort erwirtschafteten die GaLaBau-Bertriebe 2023 einen Umsatz von 2,01 Milliarden Euro gegenüber 1,81 Milliarden Euro in 2022. Das ist ein Plus von 11,05 Prozent. Mit Wohnungsbauaufträgen erwirtschafteten die GaLaBau-Bertriebe eine Milliarde Euro, mit Aufträgen aus der Industrie 650 Millionen Euro. cm/BGL

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