Hamburg

FGL kritisiert mangelnde Kooperation der Landespolitik

Da ist noch Luft nach oben: Auf der 38. Fachtagung des Fachverbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (FGL) Hamburg, die Anfang Februar in der Handwerkskammer stattfand, ging der Verbandsvorsitzende Ludger Plaßmann mit der Hamburger Landespolitik hart ins Gericht. 170 Landschaftsgärtner und –architekten, Stadtplaner, Bauleiter und Unternehmer sowie kommunale Entscheidungsträger aus Politik und Behörden wurden Zeuge, wie Plaßmann die grundsätzliche Art der Zusammenarbeit kritisierte.
FGL Hamburg Baumschutz
"Da wird einfach von oben entschieden, Zuschüsse werden gestrichen, Leistungen umfinanziert, ohne in den Dialog zu treten und Herausforderungen gemeinsam anzugehen", kritisierte der FGL-Vorsitzende Ludger Plaßmann die Hamburger Landespolitik. Foto: FGL Hamburg

Zwar spiele der Garten- und Landschaftsbau eine tragende Rolle beim klimagerechten Umbau der Elbmetropole. Doch sehe er einer mangelnden Kooperationsbereitschaft der Hamburger Politik gegenüber.

"Mit unserer Fachkompetenz sollten die landschaftsgärtnerischen Fachbetriebe gefragte Gesprächspartner bei hochaktuellen Themen wie Schwammstädte, Dach- und Fassadenbegrünung, Entsiegelung und Klimabäume sein", analysierte Plaßmann und betonte: "Die Garten- und Landschaftsbaubetriebe sind systemrelevant!" Daher sei es "mehr als verwunderlich", dass in Hamburg "ein Dialog mit der Umweltbehörde zur aktuellen Baumschutzverordnung nicht zustande" komme.

Der FGL-Vorsitzende beklagte: "Dieses Verhalten scheint sich generell in Politik und Behörden durchzusetzen. Da wird einfach von oben entschieden, Zuschüsse werden gestrichen, Leistungen umfinanziert, ohne in den Dialog zu treten und Herausforderungen gemeinsam anzugehen."

Die Novellierung der Hamburger Baumschutzverordnung, so der Verbandsvorsitzende weiter, hätte zum Wohle der Hamburger Bäume angepasst werden können. Doch während der Sommerschnitt überall in Deutschland anerkannt werde, plane die Stadt Hamburg weitere hochbürokratische Antragsverfahren für diese Pflegemaßnahmen.

Auch habe die Stadt Hamburg im Bereich Privatgärten nach wie vor die Nachpflanzlisten aus den 1990er Jahren nicht an die neuen klimatisch bedingten Anforderungen an Pflanzen- und Baumsortimente angepasst.

Als positiv bewertete Plaßmann, dass im neuen Hamburger Klimaschutzgesetz ab 2027 eine Solar- und Gründachpflicht verankert werden soll. "Auch die bis 2027 geplante Verlängerung des erfolgreichen Förderprogramms für Dach- und Fassadenbegrünung ist ein richtiger Schritt, um Gründächer zur Normalität werden zu lassen! Für die Zukunft wünsche ich mir: Lassen Sie uns gemeinsam Konzepte entwickeln, die unsere Heimatstadt neben grünen Großstädten wie London, Paris oder Zürich zu bestehen lassen!" hb

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