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IGA Berlin schließt mit einem Millionendefizit

Wenn in Berlin die Sonne schien, war der Wolkenhain ein Besuchermagnet auf der Internationalen Gartenausstellung. Foto: droneyourlife

Die Internationale Gartenausstellung (IGA) Berlin 2017 hat ihr wirtschaftliches Ziel verfehlt. Knapp vier Wochen vor dem Abschluss der Veranstaltung, hatten rund 1,3 Millionen Gäste die Veranstaltung besucht. Damit stand fest, dass die anvisierte Zahl von 2,35 Millionen Besuchern bis zum letzten Tag am 15. Oktober nicht mehr erreicht werden konnte.

Die Veranstalter sind dennoch zufrieden. Die Eintrittsgelder der Besucher sollten drei Viertel des 40 Millionen Euro schweren Durchführungshaushalts der Internationalen Gartenausstellung decken. Nach Berechnungen der "Berliner Morgenpost" wird sich das finanzielle Defizit auf einen zweistelligen Millionenbetrag belaufen. Voraussichtlich werden es rund 10 Millionen Euro sein. Die Summe wird vom Berliner Steuerzahler getragen werden müssen. Schon die Bundesgartenschau Havelregion 2015 hatte rund 19 Millionen Euro Verlust geschrieben. Die Internationale Gartenschau Hamburg schloss zwei Jahre zuvor mit einem Defizit von 37 Millionen Euro.

IGA-Geschäftsführer Christoph Schmidt betrachtet die Gartenausstellung dennoch als einen Erfolg. Berlin verfüge über einen neuen Tourismusmagneten und der Stadtbezirk Marzahn-Hellersdorf habe sein Image deutlich verbessert.

Die IGA-Besucher zeigten sich durchweg begeistert von der Ausstellung. 99 Prozent hatten in einer Umfrage erklärt, sie weiterempfehlen zu wollen. Der kälteste April seit mehr als zehn Jahren, der Jahrhundertstarkregen und der nasseste Sommer seit Wetteraufzeichnung hätten sich jedoch deutlich auf die Besucherzahlen ausgewirkt. Dennoch kündigt sich bereits politischer Streit um die IGA-Bilanz an. Die CDU-Fraktion im Berliner Landesparlament kritisierte, die Stadt hätte "viel mehr Geld für die IGA-Werbung ausgeben müssen". Mit der gewachsenen Anzahl der Berlin-Touristen sowie 5 Millionen Einwohnern in Berlin und Brandenburg hätte es mehr Besucher geben müssen.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 10/2017 .

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