Medientalk auf der Grünen Woche in Berlin

DGG beleuchtet Forschungsstand zu Garten, Park und Medizin

Gesundheit Deutsche Gartenbau-Gesellschaft 1822 (DGG)
Auf der Grünen Woche hielt die Deutsche Gartenbau-Gesellschaft 1822 einen Medientalk ab. Er stimmte auf den Kongress "Garten und Medizin" ein. Foto: Jochen Flenker/DGG

"Menschen erholen sich besser und schneller im Garten als in den eignen vier Wänden", sagte Österreichs Innenminister Wolfgang Sobotka, "vor allem, wenn sie zu ihrem Grün einen Bezug aufgebaut haben." Der Politiker war einer von fünf prominenten Teilnehmern eines Medientalks im Vorfeld des Kongresses "Garten und Medizin" der Deutschen Gartenbau-Gesellschaft 1822 (DGG) auf der Grünen Woche 2017 in Berlin.

Wissen um Heilkraft der Pflanzen zurückgeben

Der ÖVP-Politiker unterstrich das Wissen um die Heilkraft der Pflanzen: "Das Wissen über Pflanzen und ihre Heilwirkungen fehlt heute oft." Früher seien die Heilkräfte der Natur viel stärker genutzt worden. Dieses Wissen müsse den Menschen zurückgegeben werden. "Wir müssen die Selbstverantwortung der Menschen in dieser Hinsicht fördern, denn das Wirken in und mit der Natur ist die beste Medizin."

Prof. Dr. Dr. med. Kurt J.G. Schmailzl von den Ruppiner Kliniken, Medizinische Hochschule Brandenburg, beschrieb die aktuelle Situation in Kliniken: "Krankenhäuser sind vor allem technikzentriert. Das bedeutet, dass die Technik zum Menschen kommt und ein Bezug zur Natur völlig fehlt. Aber Krankenhäuser könnten viel mehr sein als technische Zweckräume. Allerdings erschweren wirtschaftliche Zwänge einen stärkeren Bezug zur Natur." Im Ausland, lobte er, werde die Natur stärker in die Prävention eingebunden.

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Gesundheit Deutsche Gartenbau-Gesellschaft 1822 (DGG)
"Für uns steht schon lange fest, dass ein Garten die beste Medizin ist", 7erläuterte DGG-Präsident Prof. Dr. Klaus Neumann. Foto: Jon Enoch/Royal

Der Gartenbau trägt zur Gesundheit bei

"Ein neues Bewusstsein von Garten und Natur müsse kommuniziert werden", forderte Ministerialrat Dr. Ingo Braune vom Bundeslandwirtschaftsministerium. Er verwies auf Untersuchungen, wonach Gartenarbeit nachweislich dem Stressabbau diene: "Gartenbau und Landwirtschaft tragen erheblich dazu bei, dass die Menschen gesund sind. Es muss aber weiter geforscht werden, denn das Wissen über den Einfluss von Garten auf die medizinische Therapie fehlt größtenteils." Werner Ukas, Geschäftsführer der Berliner Stiftung Oskar-Helene-Heim, verwies auf die Nutzung von Gärten und Parks in der Therapie: "Reha Kliniken setzen verstärkt auf Gärten als Erholungsort. Warum aber, werden Gärten erst in der Therapie und nicht schon in der Vorsorge genutzt?" Er appellierte an die verschiedenen Akteure sich für eine Veränderung einzusetzen: "Es muss endlich angefangen werden, die Forschung im Bereich der medizinischen Gartentherapie stärker zu mobilisieren".

Ein Garten ist die beste Medizin

"Die Notwendigkeit sich mit der Thematik Garten und Medizin stärker als bisher zu beschäftigen wurde heute deutlich", bilanzierte DGG-Präsident Prof. Dr. Klaus Neumann. "Für uns steht schon lange fest, dass ein Garten die beste Medizin ist." Das müsse jedoch stärker kommuniziert werden. Mit dem Kongress "Garten und Medizin" werden die DGG einen Bogen von der grünen in die weiße Branche schlagen und so ganz neue Erkenntnisse gewinnen. Die DGG-Veranstaltung vom 31. Mai bis 1. Juni im Berliner Umweltforum soll den aktuellen Stand von Wissenschaft und Forschung zum Thema Garten, Park und Medizin beleuchten. Welche Erfordernisse und Anforderungen stellen Mediziner an Grünflächen und wie können Pflanzen und Garten in der Vorsorge, Therapie und Nachsorge eingesetzt werden? Welche Bedeutung und Wirkungen haben Parks und Gärten in der Krankenhausplanung und in Therapieeinrichtungen? cm/DGG

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