Ausgegraben

Zehntausend Bäume ...

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... hat der türkische Präsident Recep Tyyip Erdogan für seinen großen Sommerpalast an der Ägäis fällen lassen. Für Wladimir Putins Residenz mitten im Waldgebiet am Kap Idokopas über dem Schwarzen Meer dürften kaum weniger Bäume gerodet worden sein. Und damit Nicolae Ceau?escus Palast im Bukarest entstehen konnte, mussten zunächst der alte Straßenbaumbestand und die Gebäude im historischen Uranusviertel verschwinden.

Irgendwie habe ich den Eindruck, dass die schiere Anzahl gemordeter Bäume für eitle Repräsentationszwecke ein Indikator für das Ausmaß an Größenwahn zeitgenössischer Autokraten ist. Hat die Verachtung und Liquidation lebendigen Grüns vielleicht etwas mit der Verachtung und Liquidation lebender Menschen zu tun? Da kann ich mir schon einen Zusammenhang vorstellen.

Schade, dass es in den von Autokraten geführten Staaten keine Bürgerinitiativen wie heute die für den Hambacher Forst oder früher jene für den Wald bei Gorleben gibt. Hunderte Menschen, die sich an Baumstämme ketten, in Baumkronen schlafen und Plakate schwenken wie "Hambi bleibt". Und wenn die ersten Hundert Widerständler verhaftet worden sind, dann kommen eben die nächsten Hundert und machen weiter. Eine schöne Vision, aber so läuft es eben nicht. Heftiger Widerstand richtet sich nur gegen Politiker in Demokratien. Gegen Autokraten halten fast alle schön still.

Christian Münter

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 Christian Münter
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