IG BAU fordert entschiedenere Rentenpolitik

IG Bau Sozialpolitik
Immer mehr Beschäftigte seien von Altersarmut bedroht, warnt der IG BAU-Bundesvorsitzende Robert Feiger. Foto: Alexander Paul Englert, IG BAU

Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) fordert ein entschiedeneres Vorgehen der Bundesregierung gegen einen drohenden sozialen Abstieg im Alter. Zwar begrüßt die Gewerkschaft das Rentenpaket von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil als wichtigen Schritt. Es reiche jedoch nicht aus, das Rentenniveau auf 48 Prozent einzufrieren, sagte der IG BAU-Bundesvorsitzende Robert Feiger.

Um Niedrigrenten vorzubeugen müsse "das Rentenniveau zügig auf mindestens 50 Prozent steigen". In einigen der Branchen, in denen die IG BAU Tarifpartner ist, seien immer mehr Beschäftigte von Altersarmut bedroht, erläuterte Feiger. "Es zeichnet sich ab, dass ihre gesetzliche Rente nicht reichen wird, ihren Lebensstandard auch nur annähernd zu halten."

Die IG BAU schlägt vor, die Anhebung des Rentenniveaus über eine vorgezogene Beitragserhöhung zu finanzieren, die perspektivisch ohnehin notwendige wird. Gerade für jüngere Beschäftigte stehen dem dann höhere Rentenansprüche gegenüber. Derzeit zahlen Jüngere Beiträge, wissen aber nicht, ob sie im Alter überhaupt eine Rente bekommen, von der sie gut leben können.

Darüber hinaus fordert die IG BAU die weitergehende Fortentwicklung des gesetzlichen Rentensystems zu einer dauerhaft verlässlichen Säule gegen Altersarmut. Dafür muss das System zu einer breit aufgestellten Bürgerversicherung umgeformt werden, die alle Beschäftigten miteinbezieht.

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