Künstliche Intelligenz: Regierung sieht "beträchtliches Potenzial"

Die Bundesregierung sieht in der Nutzung Künstlicher Intelligenz (KI) ein "vielfältiges und beträchtliches" Potenzial für Beschäftigte und den Arbeitsmarkt. KI könne die Produktivität von Beschäftigten steigern und sie bei ihren Tätigkeiten entlasten. Das schreibt die Regierung in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

Unterstützung und Ausgleich

Erste Studien zu generativer KI würden zeigen, dass sie die menschliche Arbeit eher unterstützt als ersetzt, und dass die Ungleichheit zwischen unterschiedlichen Qualifikationsniveaus reduziert werden kann, da Beschäftigte mit geringen Fähigkeiten besonders von der Technologienutzung profitieren. Aus Sicht der Bundesregierung kann der Fortschritt der KI auch viele Chancen für Menschen mit Behinderungen oder gesundheitlichen Beeinträchtigungen mit sich bringen. So könnten etwa KI-gestützte Assistenzsysteme körperliche Beeinträchtigungen ausgleichen und bei sogenannten Lernbehinderungen Hilfestellung leisten. Der Arbeitsmarkt Deutschlands werde auf absehbare Zeit vom demografischen Wandel geprägt sein, erläutert die Regierung. In einigen Berufsfeldern zeigten sich bereits Fachkräfteengpässe. Sie könnten vermieden oder entschärft werden, indem Tätigkeiten in Berufen, die im Zuge des demografischen Wandels nicht mehr ausreichend besetzt werden können, – zumindest teilweise – mit Hilfe von KI-Anwendungen durchgeführt oder unterstützt werden. Aktuelle Zahlen zeigten, dass KI in einigen Berufen mit hohen Fachkräfteengpässen künftig eine größere Rolle spielen und damit an bestimmten Stellen den Fachkräftemangel mindern könne.

Qualifizierungskonzepte

Im Rahmen der Bundesförderung "Zukunftszentren KI" sind im Zeitraum von März 2021 bis Dezember 2022 sieben regionale Zukunftszentren sowie ein übergeordnetes Zukunftszentrum gefördert worden: https://zukunftszentren.de/ Sie bieten sowohl KI-Einstiegs- und Anwendungsberatungen an als auch die Erprobung von Empfehlungen, Leitlinien und Tools der Fokusgruppe "Künstliche Intelligenz in der Arbeitswelt" des Bundesarbeitsministeriums oder des vom Arbeitsministerium initiierten KI-Observatoriums. Im Zeitraum von März 2021 bis Dezember 2022 wurden in den Zentren 4926 Beratungen durchgeführt. In 189 beratenen Betrieben wurden innovative Qualifizierungskonzepte erprobt. hib/CHE/Bundesregierung

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