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Mecklenburg-Vorpommern: 170.000 Euro für chemische EPS-Bekämpfung

Eichenprozessionsspinner
Seit 2015 ist die Population des Eichenprozessionsspinners im Landkreis Ludwigslust-Parchim stark angewachsen. Foto: Kleuske, Wikimedia Commons CC BY-SA 3.0

Ultima Ratio in Mecklenburg-Vorpommern: Das nördliche Bundesland hat in den Monaten April und Mai großflächig Insektengift gegen den Eichenprozessionsspinner (EPS) eingesetzt. Nachdem zunächst eine mechanische Bekämpfung wirkungslos verpufft war, hatte das Umweltministerium die 170.000 Euro teure Chemie-Offensive angeordnet.

Zuletzt hatte das Land in 2015 große Mühen unternommen, um seine Alleen von der toxischen Raupe zu befreien. Wie Umweltminister Till Backhaus (SPD) sagte, habe ein Monitoring aus dem vergangenen Jahr gezeigt, dass sich die Population seither erholt habe. Deshalb wurden "zum Schutz der Gesundheit von Mensch und Tier zwingend Bekämpfungsmaßnahmen notwendig", so Backhaus.

Schauplatz des Gift-Einsatzes war der Landkreis Ludwigslust-Parchim. Dort hatte sich der EPS in rund 350 Eichen eingenistet, die alle außerhalb von Ortschaften an Bundes- Land- und Kreisstraßen stehen. Das Insektizid wurde aus der Luft und vom Boden aus auf die befallenen Bäume gesprüht. Ergänzend kam erneut die Absaug-Technik zum Einsatz: An etwa 175 weiteren Bäumen wurden die EPS-Nester maschinell abgesaugt und vernichtet. hb

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