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Löhne im GaLaBau steigen ab diesem Monat deutlich

<intro>Die Löhne und Gehälter im Garten- und Landschaftsbau sind deutlich angehoben worden. Seit dem 1. September dieses Jahres gilt eine Erhöhung der Einkommen im Westen Deutschlands um 2,9 Prozent, im Osten um 3,4 Prozent. Am 1. Juli 2022 wird es eine zweite Anhebung geben: um 2,8 Prozent im Westen und um 3,3 Prozent im Osten. Darauf einigten sich der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) und die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU).</intro>
Die Bundeslohntarifverträge der alten und neuen Bundesländer werden in weiteren Schritten bis 1. Juli 2022 zusammengeführt, auf 100 Prozent des West-Niveaus. Zusätzlich wird die Ausbildungsvergütung erhöht. 31 Jahre nach der deutschen Einheit werden die GaLaBau-Löhne im Osten und Westen der Bundesrepublik werden dann angeglichen sein. Der neue Tarifvertrag gilt für bundesweit für über 120.000 gewerbliche und angestellte Landschaftsgärtner.
Nach Angaben von BGL-Verhandlungsführer Uwe Keller-Tersch ist der Tarifabschluss das Ergebnis von drei harten Verhandlungsrunden. Er habe „vor dem Hintergrund einer aktuell sehr guten Auftrags- und Umsatzsituation im Garten- und Landschaftsbau“ stattgefunden. Die GaLaBau-Arbeitgeber sähen das „Ergebnis jedoch mit sehr gemischten Gefühlen“, so Keller-Tersch. Einerseits bedeute er eine Anerkennung für die Mitarbeiter und eine Chance im Kampf um Fachkräfte noch attraktiver zu werden. Andererseits sehe man die stark steigenden Lohnkosten auch mit großer Sorge, denn sie seien eine finanzielle Bürde für kleine und mittlere Unternehmen, die bereits teurer gewordene Baumaterialien sowie neue Betriebs- und Arbeitsbedingungen für den Umwelt- und Klimaschutz stemmen müssten. Cm