Neuheiten auf der GaLaBau-Messe 2024
Kompakte und kraftvolle Baumaschinen
von: Dr. Andrea Brill
Erst im März hat JCB seine neuen Minibagger-Modelle der 2,5-t-Klasse vorgestellt: Den 25Z-1 ohne Hecküberstand und den 26C-1 mit konventionellem Heckschwenkradius. Der nun in Nürnberg ausgestellte 26C-1 bringt 2675 kg auf die Waage und kann mit einem Zusatzkontergewicht von 120 kg mehr Leistung erbringen. Mit einer Gesamtbreite von nur 1550 mm kann die Maschine auf einem 3,5-t-Anhänger transportiert werden, was die Logistik zwischen den Baustellen erleichtert.
Trotz des kompakten Designs legt JCB auch großen Wert auf Komfort für den Fahrer. Die geräumige Rops/Tops zertifizierte Kabine ist standardmäßig mit sechs verstellbaren Lüftungsdüsen für eine Heizung ausgestattet und bietet optional eine Klimaanlage. Zur Standardausstattung gehört unter anderem ein Multimediaport, der auch zum Laden eines Handys verwendet werden kann. Ein optionales Dachschutzgitter zertifiziert nach Fops Stufe 1 wird ebenfalls angeboten.
Die Frontscheibe ist im Verhältnis 66/34 geteilt und bietet eine gute Sicht nach vorne in den Graben und nach hinten, aufgrund der schlanken hinteren Kabinensäulen.
Ein gefederter Sitz und die ergonomische Anordnung der Keypads und des digitalen 4-Zoll-Displays sorgen für angenehmes Arbeiten im 26C-1. Die Maschine ist mit einem Kohler-Dieselmotor der EU-Stufe V mit einer Leistung von 18,4 kW (24,7 PS) ausgestattet. Es ist kein Dieselpartikelfilter (DPF) oder eine andere Form der Abgasnachbehandlung erforderlich.
NL-Stellenmarkt


Interessante neue Bagger
Erster batterieelektrischer Minibagger von Caterpillar
Mit dem Cat 301.9 führen Zeppelin und Caterpillar ihren ersten batterieelektrischen Minibagger ein. Der Elektro-Bagger verfügt mit einem Akku-Pack von 32 kWh (48 V) über die größte Batterie der Zwei-Tonnen-Klasse. Damit reicht die Kapazität für eine Tagesschicht von acht Stunden, wie beispielsweise im Einsatz im Garten- und Landschaftsbau.
Bis zu fünf Stunden Dauereinsatz bei schweren Einsätzen mit Hammer oder langen Fahrtstrecken sind zudem möglich. Neben den klassischen Baustelleneinsätzen empfiehlt sich der E-Bagger vor allem für Arbeiten in emissions- und lärmsensiblen Umgebungen, wie innerhalb von Gebäuden und auf innerstädtischen Baustellen.
Der Minibagger ist nahezu baugleich mit dem verbrennungsmotorischen Cat 301.8. So sind die technischen Abmessungen – maximale Grabtiefe von 2,6 m, maximale Reichweite von 4,3 m und das Löffelvolumen von 0,04 bis 0,1 m³ – identisch. Da alle dieselmotorischen Bauteile, wie Motor, Kühler oder Lichtmaschine, entfallen, ist der Cat 301.9 deutlich wartungsärmer. Tägliche Wartungspunkte zur Kontrolle der Hydraulikflüssigkeiten sind dafür leicht erreichbar. Mit dem Einsatzgewicht von 1,9 t arbeitet der Elektrobagger leise, effizient und feinfühlig.
Der E-Minibagger ist mit Schutzdach oder Kabine erhältlich, Überrollschutz (Rops), Umsturzschutz (Tops) und das Fahrerschutzdach Level 1 sorgen für die Sicherheit des Fahrers. Die Joystick-Lenkung erlaubt es dem Fahrer, jederzeit per Tastendruck von der konventionellen Hebel- beziehungsweise Pedallenkung auf den linken Joystick zu wechseln, der komfortabler und präziser zu bedienen ist.
Zur Standardausrüstung der Kabine gehört ein LCD-Bildschirm, über den die Arbeitshydraulik individuell eingestellt werden kann. Zudem werden darüber die Wegfahrsperre aktiviert und das optional eingebaute Radio sowie die Heizung gesteuert. Geladen wird der Elektro-Minibagger entweder über ein integriertes OnBoard-Ladegerät oder mit einem externen Ladegerät. Die Ladeleistung OnBoard ist auf 3 kW begrenzt, was ein Laden über Nacht ermöglicht.

Volvo CE hat mit dem 4-Tonner ECR40 zum Jahresanfang 2024 die auslaufenden Modelle ECR35D und ECR40D ersetzt, verbunden mit den Komfortmerkmalen der größeren Modelle ECR50 und ECR58. Also unterem anderem mit neuer Kabine, gekennzeichnet durch großzügige Platzverhältnisse, effiziente Schalldämmung, intuitive Bedienelemente, hervorragende Sichtverhältnisse und nicht zuletzt einem modernen Außendesign. Die Kompaktbagger und kompakten Radlader mit batterieelektrischem Antrieb nehmen aus ihrem Nischendasein zunehmend Kurs auf immer mehr Anwendungsbereiche – auch und gerade im GaLaBau. Die emissionsfreien E-Maschinen kombinieren eine hohe Leistung mit geringen Lärmemissionen, hohe Effizienz und reduzierten Vibrationen, geeignet für Einsätze in lärmsensiblen Bereichen, Wohngebieten und generell auch in Abend- und Nachtstunden.
Eine neue Ära Mobilbagger verspricht Wacker Neuson mit dem EW100. Der 10-t-Mobilbagger sei einzigartig in seiner Klasse, wie die Münchner erklären. Ein intelligentes Attachment Management mit Werkzeugerkennung, ein durchdachtes Human-Machine-Interface und die Vorbereitung für diverse Assistenzsysteme und Schnittstellen seien nur einige Beispiele. Bei der Entwicklung standen Bedienerfreundlichkeit und Effizienz im Fokus: So können durch die leistungsstarke Fahrhydraulik und hohe Grundarbeitsleistung mit dem EW100 auch Aufgaben erledigt werden, für die sonst ein 14-t-Bagger eingesetzt werden müsste.
Wacker Neuson feiert übrigens 40 Jahre Mini- und Kompaktbagger. Das Unternehmen entwickelte 1984 seinen ersten Hydraulik-Minibagger. Durch Pioniergeist und den Willen, neue technische Lösungen für Baustellenarbeiten zu entwickeln, gelang es, die für die Minibagger notwendigen kleinen Hydraulik-Komponenten herzustellen.
So ersetzten Minibagger die zeitraubenden und mühsamen Arbeiten mit Schaufel und Spitzhacke. Bis heute setzen Innovationen wie das teleskopierbare Fahrwerk oder die Oberwagenkippung VDS Maßstäbe in der Branche. Die aktuelle Reihe an Wacker Neuson Mini- und Kompaktbaggern besteht aus 20 Maschinen von 800 kg bis 15 t Betriebsgewicht, darunter der vollelektrische Minibagger EZ17e und das nächstgrößere E-Modell EZ26e, das voraussichtlich ab Anfang 2025 erhältlich sein wird.
Kompakte Lader und Teleskoplader
Ein weiteres Highlight in Nürnberg war der kompakte Radlader L30 von Volvo aus der neuen H-Generation. Nach der Premiere im Frühjahr 2024 war die GaLaBau-Messe für viele interessierte Anwender die erste Gelegenheit, das neue Modell im Außengelände selbst zu erproben. Wie sein großer Bruder L35 zeichnet sich der 5,7-Tonner L30 durch eine erhöhte Funktionalität und vorbildliche Bedienerfreundlichkeit aus. Dabei ist eine ganze Reihe neuer Optionen in dieser leichten Größenklasse bemerkenswert. So zum Beispiel ein fortschrittlicher Ausleger-Kick-Out und eine Schaufel-Nivellierung, die unerfahrene Bediener ebenso effektiv unterstützen wie altgediente Routiniers.
Caterpillar präsentierte auf der Messe den kompakten Elektro-Radlader, der auf der Baureihe der neuen Maschinengeneration 906 basiert. Er ist mit einem 300-V-System ausgestattet und verfügt über eine Batteriekapazität von 64 kWh. Die Elektro-Variante verbindet die bekannten Stärken der herkömmlich angetriebenen Kompaktmaschinen in der 6-t-Klasse mit dem innovativen, batterieelektrischen Antriebssystem. Hier sticht insbesondere die Kipplast hervor, mit der es die Elektro-Variante 906 mit dem Diesel-Modell 908 aufnehmen kann.
Ein Datenvergleich lasse Rückschlüsse auf den Einsatz von Gabelträgern zu, bei dem sich die Nutzlast dieser Klasse als die beste am Markt herauskristallisiere, wie ein Zeppelin Produktspezialist erklärt. Zur Grundausstattung gehört beim batterieelektrischen Cat 906 eine 1,15 m³ große Schaufel. Eine Akkuladung reicht beim Cat Elektro-Radlader 906 bis zu sechs Stunden.
Der Fahrer des Cat 906 in der Elektro-Version bleibt dank des (Advanced-)Monitors in der Kabine über den Zustand der Batterie und deren Betrieb genau im Bilde. Anzeigt wird der aktuelle Ladezustand, der Echtzeit-Strombedarf, die verbleibende, mögliche Restarbeitszeit und die Aufladezeit sowie die Regeneration und die Rückspeisung von Energie in die Batterie. Anhaltspunkte für die verbleibende Akku-Reichweite liefert die vorhergehende Fahr- oder Arbeitsweise, die in die Berechnung mit einfließt. Für die nötige Leistung sorgen zwei E-Motoren: Der Arbeitshydraulik stehen 45 kW in der Spitze zur Verfügung. Der Fahrmotor liefert eine Leistung von 55 kW in der Spitze.
Kramer präsentierte auf der GaLaBau den neuen Radlader 5045, der durch seine Kombination aus geringem Eigengewicht und hoher Nutzlast überzeugt. Mit einem Betriebsgewicht von circa 2600 kg lässt sich der 5045, mit vollwertiger Kabine inkl. Standardschaufel und Stapeleinrichtung, problemlos auf einem 3,5-t-Anhänger transportieren, was nicht nur Zeit spart, sondern auch die Maschinenauslastung deutlich steigert.
Der Radlader 5045 ist perfekt für den Transport von handelsüblichen Pflastersteinpaletten oder Steinpaketen geeignet und meistert das Be- und Entladen von Lkws mühelos. Durch seine hohe Leistungsfähigkeit bei kompakten Abmessungen eignet sich der 5045 für Einsätze in beengten Gartenbereichen.
Kleinster Teleskoplader
Als Weltmarktführer im Bereich Teleskoplader hat JCB die Reihe um eine weitere Maschine erweitert, so dass es mittlerweile quasi ein Modell für so gut wie jeden Bedarf gibt. Der neue kompakte Teleskoplader 514-40 erweitert die gelbe Teleskoplader-Reihe nach unten: Mit einer Kabinenhöhe von nur 1,8 m und einer Breite von 1,56 m ist dies das bisher kleinste Modell der Range, profitiert jedoch von der größten Fahrerkabine in seiner Klasse und teilt seine Kern-DNA mit der weltweit führenden Teleskoplader-Baureihe von JCB.
Nach ihrer deutschen Messepremiere auf der Agritechnica war die Maschine in Nürnberg erstmalig auf einer deutschen Baumaschinen-Messe live zu sehen. Der Teleskoplader 514-40 von JCB ist ein kompaktes Gesamtpaket mit Maschinenkomfort und Leistungsvermögen basierend auf mehr als 45 Jahren Erfahrung in der Entwicklung von Teleskopladern. Mit seinen kompakten Maßen wurde der 514-40 so konzipiert, dass er auch auf engstem Raum eingesetzt werden kann. Er ist niedrig genug, um durch eine 2 m hohe Toröffnung zu passen, und bietet eine unvergleichliche Manövrierfähigkeit mit Allradlenkung, was ihn zu einem idealen Teleskoplader für Garten- und Landschaftsbau und für den Materialumschlag auf beengtem Raum macht.
Mit permanentem Allradantrieb und Vierradlenkung bietet der 514-40 die Geländegängigkeit, welche die marktführende Teleskoplader-Baureihe von JCB auszeichnet.
Die maximale Nenntragfähigkeit beträgt 1400 kg, während die maximale Hubhöhe auf 4 m festgelegt ist, was diese Maschine zu einer idealen Maschine für zahlreiche Industriezweige und Einsatzzwecke macht. Die Nenntragfähigkeit bei voller Reichweite beträgt 525 kg. Mit einem Leergewicht von 2695 kg bietet die Maschine ein um 17 Prozent höheres Leistungsgewicht als der bisherige Teleskoplader 516-40. Der 514-40 kann jedoch auf einem leichten 3,5-t-Anhänger hinter einem Geländewagen oder einem leichten Nutzfahrzeug transportiert werden, sodass er für GaLaBau-Unternehmer einfacher, schneller und kostengünstiger zur Baustelle geliefert werden kann.


Außerdem auf der Messe zu sehen war der TH412e, der erste rein elektrisch betriebene Teleskoplader von Wacker Neuson. Er überzeugt durch seine Hubhöhe im Schaufeldrehpunkt von 4,5 m und ergänzt das zero emission-Portfolio. Seine Leistungsmerkmale entsprechen dabei denen einer dieselbetriebenen Maschine. Die verbaute 96-V-Lithium-Ionen-Batterie ist wahlweise in zwei Leistungsstärken erhältlich, so dass Lauf- und Ladezeiten auf die Arbeitsanforderungen der Kunden abgestimmt werden können.
Durch seine kompakte Bauweise ermöglicht er die Arbeit unter beengten Verhältnissen ohne lokale Emissionen. Der Teleskoplader verfügt über ein Battery Management System (BMS), das die Lithium-Ionen-Batterie überwacht, ihre Effizienz und Sicherheit erhöht und zudem eine Tiefenentladung ausschließt.
Mit dem neuen elektrischen Radlader WL28e ergänzt Wacker Neuson das zero emission-Portfolio. Neben dem bereits bewährten WL20e steht damit eine größere und leistungsstärkere elektrisch betriebene Maschine für den Materialtransport zur Verfügung. Gartenbauer können optional eine Kabine wählen, die durch ein durchdachtes Heizkonzept einen komfortablen Ganzjahreseinsatz der Maschine ermöglicht.
Es stehen außerdem drei wartungsfreie Lithium-Ionen-Batterien zur Auswahl, um verschiedene Laufzeit-Anforderungen der Anwendenden abzudecken. Das integrierte Battery Management System überwacht die Batterie und optimiert ihre Lebensdauer. Der ECO-Modus für längere Fahrtstrecken hilft dabei, die Batterie-Laufzeit zu verlängern, bei Bedarf sind aber auch flexible Zwischenladungen möglich. Die Stecker des Ladekabels sind flexibel wählbar, womit ein schnelles und auf die gewählte Batteriegröße abgestimmtes Aufladen möglich ist. In Kombination mit dem verbauten Onboard-Ladegerät wird ein effizienter und sicherer Ladevorgang gewährleistet.
Zum bereits erwähnten L30 präsentierte Volvo in Nürnberg im Rahmen seines batterieelelektrischen Segments die Kompaktbagger EC18 und ECR25 Electric sowie die kompakten Radlader L20 und L25 Electric. Der Dieselantrieb wurde auf dem Messestand zudem der Kompaktbagger ECR40 vorgestellt, ergänzt durch einen L50H im Außengelände. Als schwerster Vertreter der Kategorie kompakte Radlader, ausgelegt auf ein Einsatzgewicht von 9,5 t, war in Nürnberg der L50H mit Schild und Salzstreuer in spezieller Winterdienst-Ausrüstung zu sehen.


Geräte mit Akku-Antrieb
Im Mittelpunkt des Messeauftritts von Stihl standen Innovationen bei der für Profi-Ansprüche konzipierten Akku-Technologie, von leistungsstarken Akku-Geräten über die passenden Akkus bis hin zu Lösungen im Bereich des Lademanagements.
Dabei boten Live-Präsentationen am Messestand den Besuchern die Gelegenheit, viele der vorgestellten Neuheiten direkt vor Ort zu erleben. So zeigte der Waiblinger Motorgerätehersteller den Besuchern unter anderem den neuen Stihl TSA 300. Der derzeit stärkste Akku-Trennschleifer im Stihl Sortiment eignet sich ideal für Zuschnittarbeiten im Garten- und Landschaftsbau. Ein Highlight war der vollkommen neu entwickelte Profi-Gehölzschneider GTA 40. Sein geringes Gewicht ermöglicht in Verbindung mit der kompakten Bauform und der hohen Schnittleistung die professionelle Baum- und Gehölzpflege am Boden genauso wie im Baum.
Ebenfalls waren in Nürnberg dabei die Akku-Motorsense Stihl FSA 200, der Akku-KombiMotor Stihl KMA 200 R sowie das neue Akku-Blasgerät BGA 250 – die aktuell leistungsstärksten Geräte von Stihl im jeweiligen Segment. Außerdem konnten sich die Gäste auf dem Messestand über Lösungen für das stationäre und mobile Lademanagement von Stihl informieren – darunter auch die neue Transport- und Lade-Box Stihl CB 1 – sowie über connected, die digitale Lösung für ein effizientes Flottenmanagement.
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