bauma 2019: Mehr Hallen, größeres Gelände

Weltleitmesse für Baumaschinen setzt mit 614000 m² neuen Flächenrekord

Gigantische Baumaschinen prägen auch in diesem Jahr wieder das Erscheinungsbild der bauma – besonders in voller Aktion auf dem Freigelände versprechen sie bleibende Eindrücke. Foto: Messe München

Wenn die bauma vom 8. bis 14. April zum 32. Mal ihre Tore öffnet, wird das Münchener Messegelände wieder zum Hotspot der internationalen Baubranche. Deren anhaltende Hochkonjunktur schlägt sich auch im erneuten Wachstum der ohnehin schon gigantischen Messe nieder. Gegenüber der vorigen bauma wurde das Messegelände um 9000 Quadratmeter auf nunmehr 614000 Quadratmeter ausgebaut. das entspricht einer Fläche von 86 Fußballfeldern. Zwei neue Hallen unterstreichen das Wachstum zusätzlich: Die Indoor-Ausstellungsfläche erstreckt sich nun über 18 Hallen. Und auch die Aussteller-Anzahl ist in die Höhe geschossen: Über 3500 Aussteller aus 55 Ländern werden in die bayerische Landeshauptstadt kommen - fast 100 mehr als noch 2016.

Durch die Hallen-Erweiterung verfügt die Messe nun über eine Innenfläche von insgesamt 200000 Quadratmetern, was nicht nur die Laufwege verlängert, sondern auch die Orientierung erschwert. Um die Besucher dennoch zielgenau zu leiten, wird es einen neuen Hallen- und Geländeplan für das riesige Areal geben. Herzstück des neuen Leitsystems ist die klare thematische Aufteilung der einzelnen Ausstellungsbereiche.

Outdoor-Areal erweitert

Am meisten Raum nehmen unverändert Baumaschinen und Anbaugeräte ein - statt wie bisher in vier sind sie nun in fünf Hallen vertreten. Ihre Leistungsschau werden die Stahlkolosse und kompakten Kraftpakete wie immer im Freigelände absolvieren, das direkt an den Hallenkomplex anschließt. Auch dieses Outdoor-Areal wurde nochmals erweitert. Der Bereich "Komponenten" hat nun ebenfalls fünf statt wie zuletzt vier Hallen, die Schalungen und Gerüste wechseln in die Halle B3.

Die Hebezeuge werden gebündelt in Halle C4 dargestellt. Neu ist das Conference Center Nord in der Halle C6, das zusätzliche Konferenzräume zur Verfügung stellt. Die Sonderschau THINK BIG!, die Schülern Karrieremöglichkeiten in der Baubranche aufzeigt und bisher in Halle B0 stattfand, zieht ins Internationale Congress Center München um.

Für eine Woche im April wird das Münchener Messegelände wieder Dreh- und Angelpunkt der internationalen Baubranche sein – mit prognostizierten Besucherzahlen von über 580000. Foto: Messe München

Über 20 Prozent der bauma-Teilnehmer 2016 kamen aus dem Bergbau-Segment. Das war für die Organisatoren Grund genug, 2019 dem Bergbau einen eigenen Schwerpunktbereich zu widmen: "bauma Mining". Dort stehen unter anderem Finanzierungsprojekte, Arbeitssicherheit und der Wandel zum Tagebau auf der Diskussions-Agenda. Das große Ziel dabei: Schlüsselspieler aus Bergbau und Bauindustrie näher zusammenzubringen.

Mehr Nähe soll auch zum siebtgrößten Baumaschinenmarkt der Welt entstehen: Kanada. Der nordamerikanische Staat ist 2019 offizielles Partnerland der bauma - folglich werden zahlreiche Aussteller und Delegaten persönlich vor Ort sein. Physische Präsenz ist zwar unverändert ein ganz wesentlicher Baustein einer gelungenen Messe, doch zugleich erweitern Virtual-und Augmented Reality (VR/AR) deren Möglichkeiten: Das geschieht In Form der "digitalen Baustelle" in Halle B0. Eine Kombination aus Bild, Ton und sensorischen Feedbacks wie Wind erlaubt den Ausstellern über ihre begrenzte Standfläche hinaus, auch digital ihr Portfolio zu vermitteln. Doch nicht nur das: Mithilfe von VR und AR können Firmen Produkte in der Entwicklungsphase, Prototypen oder Zukunftsszenarien präsentieren und auf völlig neue Art erklären. Für Unternehmen eröffnet das eine Vielzahl neuer Optionen, ganz am Puls der Zeit.

Grafik: Uwe Bienert

Wachstum und Fortschritt nützen jedoch nichts, wenn der Mensch zeitgleich den Planeten zugrunde richtet. Folgerichtig hat auch in der Baubranche der Nachhaltigkeitsgedanke Einzug gehalten - schließlich ist der ökologische Fußabdruck, den Bagger, Radlader und Co. hinterlassen, ausgesprochen groß. Konkret zeigt sich das Bemühen der Branche um nachhaltige Lösungen in einigen Innovationen, die auf der bauma zu sehen sein werden. Ganz vorn dabei sind natürlich die Akku-betriebenen Baumaschinen, die nicht nur Abgase obsolet machen, sondern auch geräusch- und vibrationsarm die Nerven von Mitarbeitern und Anwohnern schonen. Wacker Neuson etwa stellt sogar seinen gesamten Messeauftritt ins Zeichen seiner zero emission Produktlinie.

Abb: Messe München

Darüber hinaus können Messebesucher begutachten, wie Kunstschnee Staub bindet und welche neuen Verlegekonzepte für Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungs-Leitungen jüngst entwickelt worden sind. Der Mühen Lohn dürfte für einige besonders erfindungsreiche Aussteller wieder der bauma-Innovationspreis werden. Bereits zum zwölften Mal wird der Preis verliehen - und seine Popularität ist ungebrochen: 138 Hersteller aus dem In- und Ausland haben sich um ihn beworben. Gewinnen können ihn allerdings nur fünf der Bewerber. Prämiert werden der jeweils Beste aus den Kategorien "Maschine", "Komponente/digitale Systeme", "Bauwerk/Bauverfahren/Bauprozesse", "Wissenschaft/Forschung" und "Design". Schauplatz der Siegerehrung wird am Messe-Vorabend die Allerheiligen-Hofkirche in der Münchner Residenz sein.

Hendrik Behnisch

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 04/2019 .

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