49. Peter-Joseph-Lenné-Preisverleihung in Berlin

Junge Landschaftsarchitekten begeistern mit ihren Entwürfen

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Auszeichnungen Landschaftsarchitektur
Zum 49. Mal wurden Nachwuchstalente der Landschaftsarchitektur mit den Peter-Joseph-Lenné-Preisen ausgezeichnet. Foto: Danilo Ballhorn

Zum 49. Mal wurden Nachwuchstalente der Landschaftsarchitektur mit den Peter-Joseph-Lenné-Preisen ausgezeichnet. Rund 100 Gäste fanden sich bei der Abendveranstaltung in der Akademie der Künste Berlin ein, um die Gewinner der Preise zu würdigen. Studenten aus München, Stuttgart und Tübingen erhielten von der Staatssekretärin für Umwelt- und Naturschutz ihre Urkunden. Die Präsentation der Entwürfe in kleinen Videosequenzen verlieh der Preisverleihung einen feierlichen Rahmen.

"Sie zeigen mit ihren Arbeiten, wie inspirierend Landschaftsarchitektur sein kann", zeigte sich Umweltmedizinerin Prof. Dr. Claudia Traidl-Hoffmann begeistert. Es brauche kreative Köpfe, die sich den Aufgaben der Zukunft stellen. Hitze in den Städten werde das Leben der Menschen bestimmen. Es sei schön zu sehen, mit welcher Hingabe sich Nachwuchsplaner diesen Themen widmen würden, so Traidl-Hoffmann weiter. Die Preise wurden in den Kategorien Regional, National und International vergeben. Dafür gab es zu jedem Preis ein Projekt, zu dem der Nachwuchs seine kreativen Arbeiten einreichen konnte.

Masterplan für europäische Kulturhauptstadt 2025

Die europäische Kulturhauptstadt 2025, Chemnitz, war Aufgabe des Preises auf nationaler Ebene. Das Team um Pauline Kopp, Roman Elie Paul Müller, Robin Schiedt und Eva Wagner aus Baden-Württemberg wurde für ihre denkmalgerechte Planung des Stadtzentrums ausgezeichnet. Dabei wurde eine Freiraumachse des Stadtkerns bis hin zum Schlossteich in verschiedenen Epochen ausgestaltet. Die Aufgabe bestand darin, eine ansprechende Freiraumachse des Stadtkerns bis zum Park am Schlossteich zu bilden. In dem Masterplan des vierköpfigen Teams wurden die Grünflächen im Bestand aufgewertet und mit Blickbeziehungen auf den Schlossteich weiter ausgearbeitet. Die Planung einer großzügigen Terrasse am Schlossteich, um dem Ufer eine Aufenthaltsqualität zu verleihen, begeisterte die Jury.

Bernadette Brandl aus München gewann den regionalen Preis, bei dem der Campus der Kunsthochschule Weißensee einen Mehrwert für das städtebauliche Konzept und deren Anwohner bieten sollte. Das Konzept überzeugte die Jury mit der Einbindung, relativ kleiner Grünflächen mit ausgewogenen Raum- und Nutzugsangeboten in das Quartier. Hierfür wurden viele Synergien hergestellt mit ansprechender Bepflanzung, um Anwohner zur Partizipation zu motivieren. Außerdem erhielt Brandl eine Karl-Foerster-Anerkennung für ihre eingereichte Pflanzplanung.

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Katharina Dropmann, Katharina von Unold, Paula Erber und Daniel Wolfram aus München erhielten die internationale Auszeichnung für ihren Entwurf des Terebesi-Waldes in Budapest. Foto: Danilo Ballhorn

Mehr Grün für Budapester Innenstadt

Für die internationale Auszeichnung gestalteten Katharina Dropmann, Katharina von Unold, Paula Erber und Daniel Wolfram ein Stufenkonzept. Dafür wurde das Waldgebiet Terebesi von Budapest für die Freizeitgestaltung, Erholung und Artenvielfalt geöffnet. Das Münchener Team erfüllte damit die Ansprüche, den Anteil urbaner Grünflächen zu erhöhen. Dafür wurden das bestehende Waldgebiet und die Parklandschaft in den Entwurf funktional und naturnah eingebunden wurden. Eine Anerkennung vergab die Jury an ein ungarisches Planungsteam junger Landschaftsarchitektur-Studenten. Diese gewannen zudem einen Sonderpreis für ihre Pflanzplanung. Dabei wurde die Vegetation in sechs Stufen bewertet, die eine Anleitung zur Pflege und Unterhaltung enthält.

Preisverleihung für junge Nachwuchstalente seit 1965

Der Peter-Joseph-Lenné-Preis ist der bedeutendste internationale Nachwuchspreis, bei dem landschafts- und freiraumplanerische Themen bearbeitet werden. Seit 1965 verleiht das Land Berlin Preise alle zwei Jahre an junge Nachwuchstalente aus der Landschaftsarchitektur und Freiraumplanung. Ausgelobt wurden die Preise von der Senatsverwaltung für Umwelt und Naturschutz des Landes Berlin. Beraten wurde der Auslober dabei von einem Fachausschuss, der sich aus Vertretern der Berliner Hochschulen, der Akademie der Künste, des Bundes Deutscher Landschaftsarchitekten (BDLA) und der Karl-Foerster-Stiftung zusammensetzt. Danilo Ballhorn

 Danilo Ballhorn
Autor

Studentd der Landschaftsarchitektur

Beuth Hochschule für Technik am Fachbereich Landschaftsarchitektur

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