Ausgegraben

Die "Gärten des Grauens" ...

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... stehen vor ihrem dritten Band. Der erste mit über 100 Bildern von Schottergärten, garniert mit satirischen Anmerkungen des Autors Ulf Soltau, wurde zum Bestseller. Er zählte fünf Auflagen und 20.000 verkaufte Exemplare. Dabei war auf jedem Foto mehr oder weniger das gleiche zu sehen: mit grauem oder schwarzem Stein zugeschüttete Vorgärten und vereinzelte Dekorationselemente.

„Ich wundere mich immer über meine treuen Fans und Abonnenten, die dieses Grauen immer noch ertragen“, sagte Soltau kürzlich bei der Präsentation seines zweiten Bandes. Jeden Tag erhalte er gut 50 Bilder neuer Psychopathengärten, Terrorgärten oder Suizidalgärten, wie er sie gerne nennt. Das Betrachten schlauche ihn ganz schön. Erholung bietet ihm dann seine „grüne Oase“, ein Schrebergarten auf einem Bahngelände in Berlin-Charlottenburg. Seine Leser scheinen die trostlosen Fotos und Soltaus gallige Kommentare eher zu amüsieren.

2018 führte der Autor den Terror Gardening Award ein, einen Schmähpreis, mit dem er ganze Gemeinden ehrt. Und Ende dieses Monats erscheint der dritte Band, „Gärten des Grauens – Die Weihnachtsedition“. Vielleicht brauchen wir Menschen solches Anschauungsmaterial, um die Belastungen unserer Zeit zu ertragen. Ganz so wie zu Kaisers Zeiten, als man sich an Wachsfiguren Jack the Rippers oder mittelalterlichen Folter- und Hinrichtungsinstrumenten ergötzte.

Christian Münter

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