Garden Futures: Designing with Nature

Ausstellung zur Geschichte der Gärten eröffnet in Weil am Rhein

Die Geschichte und Zukunft des modernen Gartens stehen im Mittelpunkt einer großen Ausstellung vom 25. März bis 3. Oktober 2023 im Vitra Design Museum in Weil am Rhein.
Museum Gartengestaltung
Der von Piet Oudolf entworfene Garten auf dem Vitra Campus in Weil am Rhein, Frühjahr/Sommer 2020. Foto: Dejan Jovanovic

Die Schau "Garden Futures: Designing with Nature" zeigt anhand von Beispielen aus Design, Alltagskultur und Landschaftsarchitektur welche Ideen und Vorstellungen unser heutiges Gartenideal geprägt haben und welchen Beitrag Gärten zu einer Zukunft leisten können, die für alle lebenswert ist.

Nahe dem Eingang zur Ausstellung verdeutlicht eine Medieninstallation mit Werken von Hans Thoma, Georg Gerster, Athanasius Kircher, Barbara Stauffacher-Solomon, Gabriel Guevrekian, Alvar Aalto, Thomas Church, Vita Sackville-West und Luis Barragán, dass der Garten schon immer ein Raum war, in dem die Hoffnung auf eine bessere Zukunft Gestalt annimmt. Der Garten erscheint hier als Ort, der sowohl den Alltag als auch unsere Fantasie beflügelt.

Der zweite Teil der Ausstellung thematisiert den Garten als Zeugnis sozialer und historischer Entwicklungen, politischer und wirtschaftlicher Interessen und kultureller Wertesysteme. So wurzelt manche Staude, die heute in westlichen Gärten wächst, tief in der Kolonialgeschichte. Der Transport lebender Pflanzen um die Welt wurde durch den so0genannten Wardschen Kasten möglich, der den kommerziellen Pflanzenhandel und den privaten Garten veränderte. Er ermöglichte den kommerziellen Pflanzenhandel und veränderte den privaten Garten, beförderte den globalen Austausch wichtiger Nutzpflanzen wie Tee oder Kautschuk. Er ist zudem verknüpft mit der Ausbreitung invasiver Arten.

Im 19. Jahrhundert entstanden zahlreiche urbane Konzepte, die Stadt und Gärten mit einander verbinden sollten. So formulierte 1898 der britische Sozialreformer Ebenezer die Idee der Gartenstadt, in der sich auch ärmere Bevölkerungsschichten selbst versorgen können. Die von Liz Christy in New York initiierte Green-Guerilla-Bewegung wiederum beansprucht den städtischen Garten als Raum für soziale Gerechtigkeit und öffentliche Beteiligung. Diese Bewegung wurde in den 1970er Jahren ausgerufen, doch die von Christy und ihren Vorgängern aufgeworfenen Fragen werden noch heute debattiert.

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