Meteorologie

Forscher erwarten Fortsetzung der Sommer-Hitzewellen

Prof. Dr. Andreas Fink rechnet damit, dass Hitzephasen in Deutschland künftig noch häufiger auftreten und intensiver ausfallen werden. Foto: KIT

Forscher erwarten, dass sich die sommerlichen Hitzewellen der vergangenen zwei Jahre in Deutschland fortsetzen werden. "Wir müssen damit rechnen, dass Hitzewellen durch die globale Klimaerwärmung künftig noch häufiger auftreten und intensiver ausfallen", sagte Prof. Dr. Andreas Fink vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

Der Meteorologe forscht daran, die Vorhersagbarkeit von Hitzewellen zu verbessern. Gingen Klimaforscherinnen und -forscher bisher davon aus, dass heiße Luftmassen aus der Sahara die primäre Ursache für extreme Temperaturwerte seien, zeigen die Ergebnisse eines aktuellen KIT-Projekts, dass andere atmosphärische Faktoren eine weitaus größere Bedeutung haben als bisher angenommen.

"Unsere Untersuchungen ergaben, dass es für Hitzewellen neben heißer Luft aus dem Süden in Verbindung noch weitere Gründe gibt", erläuterte Fink. Diese sehen er und sein Kollege Prof. Dr. Joaquim G. Pinto vor allem in Luftpaketen, die vom Atlantik kommen und in einem Sommerhochdruckgebiet über Deutschland aus Höhen von drei bis fünf Kilometern rasch bis in Bodennähe absinken. "Diese Luftpakete werden dabei durch den höheren Luftdruck komprimiert und erwärmen sich", sagte Fink. Es gebe auch Luftpakete die sich südlich oder östlich von Deutschland absenken und erwärmen. Fink rechnet damit, dass bald Prognosen zu Hitzewellen für bis zu drei Wochen sowie zu den extremsten Hitzewellen für die nächsten Jahrzehnte möglich werden.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 12/2019 .

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