Forschung und Entwicklung

Studie: Zunehmender Verlust alter Wälder und großer Bäume

Wälder Baumkrankheiten
Kleinere Bäume, offenere Bestände und niedrigere Biomasse: Ein Blick in die Baumwipfel offenbart schon heute. Foto: Rupert Seidl/TUM

Ein düsteres Bild der Zukunft des Waldes zeichnet eine internationale Studie zu den "Tiefgreifenden Veränderungen der Walddynamik in einer sich ändernden Welt". Die Analyse wurde im Mai in der Zeitschrift "Science" publiziert. Beteiligt daran waren Prof. Dr. Rupert Seidl von der Technischen Universität München (TUM) und Dr. Michael Dietze vom Helmholtz-Zentrum Potsdam.

Während positive Effekte auf das Wachsen von Bäumen in Zukunft stark variabel und lokal unterschiedlich ausfallen würden, zeige sich ein über alle Faktoren hinweg einheitlich negatives Bild in Hinblick auf Mortalität, heißt es in der Arbeit. Störungen wie Waldbrände, Insektenschäden, Windwurfereignisse und Dürren nähmen im Klimawandel an Häufigkeit und Stärke zu.

"Das Baumsterben wird weitergehen", prognostizierte Seidl, "wobei große Bäume besonders betroffen sind, da sie beispielsweise dem Wind stärker ausgesetzt sind und es für sie schwerer ist, ihre Blätter kontinuierlich mit Wasser aus dem Boden zu versorgen." Die Zukunft des Waldes ginge deshalb in Richtung kleinere Bäume, offenere Bestände und niedrigere Biomasse. Wichtige Leistungen des Waldes, wie die Filterung von Trinkwasser und der Schutz vor Naturgefahren wie Muren und Hochwasser, könnten unter diesen Entwicklungen leiden. Der zunehmende Verlust von alten Wäldern und großen Bäumen werde sich auch auf die Biodiversität auswirken. cm/TUM

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